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[Arcane Codex] Was zeichnet den Hintergrund von AC aus ?

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Samael:

--- Zitat von: Roland am 22.02.2005 | 10:59 ---

Ich selbst aber finde bei AC nichts, was mich anspricht und nicht schon in vielen anderen Spielen vorhanden ist. Daher hab' ich keinen Grund AC anderen Spielen vorzuziehen.

--- Ende Zitat ---

Da wäre noch ein schnelles, elegantes und gleichzeitig variations- und möglichkeitsreiches Regelsystem. Besser als jedes andere FRPG Regelsystem was ich kenne. Und ich kenne eine Menge. ;)

Stahlfaust:
Dann will ich auch nochmal meinen Senf dazugeben.

Was finde ich an AC besonders? Zunächst muss ich erwähnen, dass für mich das Regelsystem eines Rollenspiels sehr wichtig ist, ebenso wichtig wie der Hintergrund. Ein guter Hintergrund mit einem unpassenden Regelsystem.. das stört den gesamten Spielspass. Es kommt also auf ein Harmonisches Zusammenspiel von Hintergrund und Regelsystem an.
AC hat seit wir es spielen alle anderen Fantasy-Systeme aus unserer Runde vertrieben (wir haben vorher D&D, ED, AD&D, DSA 4, Midgard gespielt). Das Regelsystem ist einfach, schnell und unterstütt die Atmosphäre des Hintergrunds.

Für mich machen 4 Dinge AC zu etwas Besonderen im Vergleich zu anderen Fantasy-Rollenspieln:
1. Die Dark Fantasy Atmosphäre. Die Welt ist verdammt düster und so etwas wie das Gute oder die Erlösung gibt es nicht. Mir haben solche Sachen wie die "notorisch guten Elfen" aus DSA immer aufgestossen. Genauso wie ich nur die Augen rollen kann über die "guten" Drachen in D&D oder generell das Alignment-System. In AC hat man da mehr Freiheiten, man kann genauso einen netten Nekro spielen, wie man einen blutrünstigen Lichtbringer spielen kann. Einen verruchten Hochelfen und einen gutmütigen Dunkelelfen.
2. Der gewisse Hauch Cinematik. Ich mag übertrieben cinematische Rollenspiele wie Feng Shui oder auch 7te See* (hab 7te See selbst noch nicht gespielt, meine Schlussfolgerung kommt aus Erzählungen) nicht, die z.b. zwischen Gegner Typen unterscheiden wie Handlager, Bösewichte usw. AC jedoch hat mMn einen leicht cinematischen Touch, der von den Techniken der Kampfschulen herrührt. Z.b. der Schnitter der 4m in die Höhe springt um todbringend über seine Gegner zu kommen oder der Stahlfaust wenn er seinem Gegner mit einer Hand die Klinge zerbricht.
3. Epic and Greedy. In AC werden die Charaktere mit der Zeit sehr mächtig, jedoch bleiben sie immer verwundbar. Ein gut gezielter Armbrustbolzen vermag auch den mächtigsten Charakter ins Jenseits zu befördern, was die Charaktere nicht zu selbstsicher werden lässt und eine leichte Atmosphäre der Paranoia erzeugt. In anderen System wie D&D oder auch ED bedarf es schon eines verdammt mächtigen Attentäters um einen Stufe 20 Charakter zu meucheln, in AC kann das zur Not auch jemand mit keinerlei Kampftechniken. Das gereicht den Spieler zum einen zwar zum "Nachteil", aber ist auch wieder vom Vorteil. Denn dadurch dass man nicht in eine feste Machthierachie gepresst wird im Sinne von "ein Stufe 10 Charakter besiegt einen Stufe 20 Charakter nunmal nicht" werden epische Aktionen möglich. Es ist möglich auch den mächtigen Inquisitor oder Fürsten zu ermorden. Auch hier gibt AC den Spielern wieder Freiheiten, die andere Systeme nicht geben.
4. Die Vielseitigkeit der Welt AC benutzt viele verschiedene Elemente die es möglich machen, dass man sehr viele Charakterkonzepte stimmig mit der Hintergrundwelt umsetzen kann. Man kann Inspirationen aus Film oder Literatur viel leichter auch als Abenteuer umsetzen.Von klassischer Fantasy über Mantel und Degen als auch Steamfantasy sind dem keine Grenzen gesetzt. Zudem erleichtert die Vertrautheit mit diesen Elemtenten den Einstieg ungemein, weil man einfach schon eine Vorstellung davon hat. Man kann ohne Grosse umschweife direkt zum Wesentlichen kommen: Dem Spiel. Wo man bei anderen Systemen erst gross und breit erzählen muss was nun in diesem Reich sache ist, kann man in AC als SL z.b. zu Veruna sagen "Du kannst dir Veruna so öhnlich wie das römische Reich vorstellen." Dadurch hat der Spieler sofort eine klare Vorstellung, die restlichen Erfahrungen kann der Spieler dann selbst in den Abenteuern sammeln. Diese Vertrautheit hat es mir als SL auch sehr stark erleichtert die Details in den jeweiligen Reichen zu improvisieren, weil man durch Literatur und Film schon Eindrücke vermittelt bekommen hat, die einfach helfen die Welt lebendiger zu gestalten. Während man bei vollkommen neu-erdachten Reichen als SL mMn immer arg in der Luft hängt wenn man solche Details beschreiben will.

Diese 4 Punkte und vor allem deren Kombination machen AC für mich zu einem einzigartigem Rollenspiel wie kein anderes mir bekanntes Fantasy-Rollenspiel es mir bieten kann.

Samael:
Hey, das hast du gut formuliert.

Das kann ich unterschreiben.

EDIT
Und das ist wieder ein Beweis wie sehr sich Regeln auf den Spielstil auswirken.

Roland:

--- Zitat von: Samael am 22.02.2005 | 12:04 ---
--- Zitat von: Roland am 22.02.2005 | 10:59 ---

Ich selbst aber finde bei AC nichts, was mich anspricht und nicht schon in vielen anderen Spielen vorhanden ist. Daher hab' ich keinen Grund AC anderen Spielen vorzuziehen.

--- Ende Zitat ---

Da wäre noch ein schnelles, elegantes und gleichzeitig variations- und möglichkeitsreiches Regelsystem. Besser als jedes andere FRPG Regelsystem was ich kenne. Und ich kenne eine Menge. ;)

--- Ende Zitat ---

Hier im Thread gehts um den Hintergrund.  ;) Das Regelsystem finde ich anständig, aber nicht wirklich heraussragend.

Kardinal Richelingo:

--- Zitat von: Boba Fett am 20.02.2005 | 13:07 ---

Bei welchem System fallen denn einem nicht sofort 5 andere ein, die Ähnlichkeiten aufweisen?
Mir ist ein System, das geklautes gut zusammensetzt und etwas vertrautes, stimmungsvolles daraus schafft 100.000 mal lieber, als der leidige Versuch, alles anders und neu machen zu wollen.
Ich habe kürzlich mehrfach Lob für Talislanta gelesen, weil da alles neu sei (keine Elfen). Ja, keine Elfen, aber dafür auch unheimlich viele Anleihungen an die irdischen Kulturen. Sorry, auch da ist nicht alles neu und viel wurde geklaut - aber auch da: na und?


--- Ende Zitat ---

Boba, DAS ist von der Diskussion bei Dir hängen geblieben ???. Niemand hat in der Diskussion gesagt Talislanta wäre NUR deswegen toll. Es ist halt ein Bonbon.

Zum eigentlichen Thema:

Ein System/welt kann natürlich nicht das Rad neu erfinden, jedoch muss es sich irgendwie eigen anfühlen und eine eigene Atmosphäre haben. ich glaube, ohne es wirklich zu wissen, dass das Archaen Codex verpasst hat und auf viele deshalb wie Stückwerk wirkt. Es scheint nicht gelungen, die einzelnen Mosaiksteinchen in ein ganzes und eigenes zu packen.

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