Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
D&D ein "Powergame fuer zwischendurch"?
Seraph:
*Seufz* Kaum ist man mal 2 Wochen weg wegen Abitur verpasst man die schönsten Threads ;D
Also ich sehe das mit dem Powergaming ganz pragmatisch: Solange das eigentliche RPG dadurch nicht behindert ist es mir egal, ob meine Spieler PGen oder nicht, sofern es in einem nachvollziehbaren Rahmen geschieht. Denn PG ist für mich nichts anderes als intensives Training, was schliesslich auch im richtigen Leben möglich ist. Das Problem ist nur, wenn sich die Gruppe in zwei Fraktionen aufteilt, von der die einen aus Regelkennern besteht und die anderen die Regeln nur oberflächlich kennen. Erstgenannte besitzen dann nahezu automatisch bessere Charaktere, ob sie nun PGen oder nicht, da Regelkenntnis zumindest unterbewusst bei der Charakteroptimierung hilft. Der andere Teil der Gruppe bekommt dann entweder vorgefertigte Chars vom SL oder baut sich vor Ort unter dessen Anleitung einen. Das diese den Chars von Fraktion Nr.1 das Wasser nicht reichen können ist dann praktisch vorprogrammiert. Ich musste letzens bei D&D sehen wie ein Magier mit Power Attack und Exotic Weapon Proficiency (Bastard Sword) anfangen wollte... Wir konnten ihn dann doch überzeugen das der Fighter eher seinem Charakterkonzept entspricht.
Und was das an die Wand spielen von Charakteren durch eine Minderheit/einen einzelnen Charakter betrifft: dies ist zumindest in meiner Gruppe nur ein einziges Mal vorkommen, und das war als ich neu zur Gruppe hinzukamen. Das damalige System war Shadowrun, was ich bis dato noch nicht kannte, und entsprechend meiner naiven Neuromancer-Vorstellung von Cyberpunk hab ich einen reinen RP Charakter gespielt. Von den anderen Playern wurde ich dann natürlich entsprechend ausgelacht, sodass ich mit einer geminmaxten Messerklaue beim nächsten Mal angekommen und den Rest der Gruppe bewusst fertiggemachte habe, um deutlich zu machen wie sehr mich RP-loses PG ankotzt.
Just my 2 cents
Shao-Mo:
Magier mit Bastard Schwert, Powerattack ^^ es gibt auch die PrC Spellsword (fighter-magier). Von daher, wenn er will ^^.
Also es gibt so viele Möglichkeiten zur Charakterentwicklung da schockt mich fast keine Kombination mehr.
Thalamus Grondak:
Zur Frage wann PG zum PG wird, ist es eigentlich ganz einfach. Sobald ein Spieler, statt dem Charakterwissen sein Spielerwissen einsetzt, um zu entscheiden, in welche Richtung er sich weiterentwickelt.
Dadurch kommen wir natürlich da hin, das D&D sehr wohl zum PG animiert, weil sein Modularer aufbau, den Spieler fast schon zwingt, sich in Stufe 3 zu überlegen, was sein Char in Stufe 10 können soll, um die Talente passend aufeinander aufbauen zu lassen.
Shao-Mo:
Wenn du das so definierst, geb ich dir recht.
Aber anderst geht's leider nicht. bzw, man müsste für D&D ein Mind-Board mit allen PrC und Feats und skills die man für xy benötigt erschaffen, um bei jeder entscheidung zu sehen, wohin man sich gerade entwickelt. Da das bei den 1000 Möglichkeiten leider irgendwie unmöglich ist, bleibt einem nur diese möglichkeit übrig.
Was mir noch dazu gerade einfällt. Würde man D&D ohne PrC spielen, würde es diesen PG-Akt um eingies weniger geben.
Thalamus Grondak:
--- Zitat von: Shao-Mo am 25.02.2005 | 16:32 ---Was mir noch dazu gerade einfällt. Würde man D&D ohne PrC spielen, würde es diesen PG-Akt um eingies weniger geben.
--- Ende Zitat ---
Das ist richtig, gerade Prestige-Klassen animieren zum PG. Nicht nur technisch, sondern auch psychologisch, sie erwecken ein Gefühl von Zielstrebigkeit, ein Verlangen an einen bestimmten Punkt zu kommen, der nicht von der Geschichte des SC, sondern von den Regeln festgelegt wird.
Alle anderen Regeln dienen eigentlich dazu, das Verhalten der SC messbar zu machen.
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