Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
D&D ein "Powergame fuer zwischendurch"?
Chiungalla:
--- Zitat ---Und das man die Möglichkeit und dowas dazu anprangert, will ich eigentlich garnicht, denn ich lege zwar keinen Wert auf Pg, aber wenn man die Möglichkeit dazu hat, ist das doch toll, oder nicht ?
--- Ende Zitat ---
In Maßen PGe ich auch mal ganz gerne.
Allerdings ist es ein sehr zweischneidiges Schwert, wenn einem ein System diese Möglichkeiten liefert.
Vor allem wenn es in einem solchen Maße geschieht wie bei D&D.
Zum einen liefert man den Spielern die Möglichkeit sich zu entscheiden, und D&D liefert davon eine Menge Möglichkeiten, was für sich genommen sehr gut ist.
Dann muss man aber auch im großen Maße darauf achten, das es zwischen den Entscheidungsmöglichkeiten eine wenigstens einigermaßen gewährleistete Balance gibt.
Und das wurde bei D&D teilweise versäumt.
Ob man jetzt +2 auf Reiten nimmt als Feat, oder aber +2 auf den Waffenschaden mit dem Langschwert, ist für die meisten Kriegerspieler nicht wirklich die Frage.
Der erste Feat bringt fast keine Vorteile, während der zweite schon ziemlich heftig ist.
So beschreiten PGer bei den vielen vielen möglichen Wegen in D&D, immer recht ähnliche.
Die weniger benutzten Feats, Fertigkeiten u.s.w. werden meist nur von den unwissenden und jenen genommen denen nicht so sehr an der Power gelegen ist.
So klafft zwischen dem PGer-Charakter und dem "realistischen" Rollenspieler-Charakter sehr bald eine große Machtlücke, die mit weiteren Stufen immer weiter auseinander geht.
Und diese Lücke ist bei D&D besonders groß, was ich durchaus anprangern möchte.
Die Entscheidungsvielfalt ist super, aber die Art wie sie umgesetzt wurde ist sehr nachlässig und unausgeglichen.
80% aller Feats führen höchstens ein Schattendasein bei Rollenspieler-Charakteren, während die anderen 20% der Feats bei nahezu jedem Charakter reichlich vorhanden sind.
Das alles ist aber kein wirklich großes Problem solange man eine homogene Gruppe hat.
Hat man aber z.B. einen Spieler der total desinteressiert am PGen ist in einer Runde von PGern, dann hat man plötzlich ein Problem, weil der in Kämpfen kein Bein auf den Boden kriegt.
Ober einen PGer in einer Low-Power-Runde, der im Kampf den Rest der Gruppe an die Wand spielt.
Und richtig fatal wird es bei einer Gruppe die sich jeweils zur Hälfte aus PGlern und Nicht-PGlern zusammensetzt.
Selganor [n/a]:
Immerhin ist es in D&D3 jetzt wenigstens so dass JEDE Grundklasse im Kampf eine "Existenzberechtigung" hat...
Aber die Probleme mit "Mischgruppen" von Powergamern (die ihre Charaktere optimieren) und denjenigen die ihr Konzept durchziehen (auch wenn es noch so "ineffektiv" ist) hast du bei JEDEM System das mehr als ein Attribut hat.
JS:
aber ingo, ich schalte mich gar nicht ein. außerdem kennst du meinen spielstil doch gar nicht, sondern nur meine schreibselei über meinen spielstil.
;D ;)
nebenbei habe ich in den letzten jahren nur und ausschließlich zwei kategorien von spielern kennengelernt, die d&d bzw. d20 fantasy als übles system und reine teufelei erachteten:
ersten jene, die es nie wirklich gespielt oder überhaupt kennengelernt oder gesehen haben,
zweitens jene, die meinen, man sei partout gewungen, wirkliche jede regel, die man in einem umfangreichen regelwerk jenseits der basismechaniken findet, auch ganz dringend anwenden zu müssen (sonst weltuntergang).
(drittens noch jene, die das pech hatten, bei solchen meistern zu spielen, aber die zähle ich dann mal zu kategorie eins.)
und da es bei beiden kategorien zwecklos ist, mit argumenten pro dnd aufzulaufen, schalte ich mich also auch nicht in diese diskussion ein.
::)
JS:
--- Zitat von: max am 14.02.2005 | 16:27 ---a Ist ein bischen Sand im Getriebe (falsche Spielweise) oder tauscht man ein paar Zahnräder aus (Hausregeln) funktioniert es schlechteroder gar nicht mehr, weil es einfach nicht flexibel genug ist (es sei denn man kauft jedes neue d20 erweiterungsheft ;))!
b Ich weiß wovon ich spreche!
c Ich wette, dass es keinen hier gibt der von seinen Sl so mit Sonderregel zugeschmissen wird wie ich ;).
d D&D ist ein nettes Rpg für zwischendurch...
e aber ich kanns einfach nicht mehr sehen.
f Im Fantasy-Laden meiner Wahl höre ich andauernd von irgendwelchen "Kiddis" haarstreubende Geschichten über 17 Stufe Druiden und Drachen als Reittiere (um nur einige zu nennen)
g D&D Ist in meinen Augen eher ein Tabletop als ein Rollenspiel
h und die Regeln regen eher zum Größenwahn als zu guten Rollenspiel an.
--- Ende Zitat ---
a: quatsch.
b: möchte ich aufgrund aussage a bezweifeln.
c: richtig. also: falscher sl. nebenbei besteht kein spielzwang bei einem sl, man kann ihn auch wechseln oder ablösen, wenn er murks macht. z.b. mit regelflut.
d: siehe a und damit auch wieder b.
f: seit wann sind denn munchkin-kiddies vorzeigebeispiele für die qualität eines systems? soll ich jetzt meine dsa-, wod-, gurps-schrecknisse rausholen, die ich schon mit den newbies erleben durfte?
g: wenn du das so siehst... (siehe a und damit auch wieder b).
h: stimmt, wenn man sein hirn ausschaltet und sich zum regelsklaven degradieren läßt, inkl. ständigem blättern in den grundregelbüchern und zauberdiskussionen. richtig: einfache gemüter werden von den regelmengen bei d&d schnell zum lernen und detaillierten umsetzen derselben ermuntert. aber wir sind doch alle tolle rollenspieler, kreativ und künstlerisch so richtig versiert, nicht wahr? da wird doch wohl niemand sein hirn abschalten und sich ein einfaches gemüt attestieren lassen wollen? denn die basismechaniken von d&d sind spielend einfach und ausreichend für ca. 90% aller im spiel erforderlichen situationen.
;)
hm. jetzt habe ich mich ja doch ein wenig eingeschaltet.
:-\
Kardinal Richelingo:
hehehehe. gute nacht jan-boy ;)
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