Das Tanelorn spielt > Videothek
Kapitel 5 1/2 alte Rechnungen
Preacher:
Juan lächelt schmerzlich. Diese Frage wurde ihm nun schon so oft gestellt, und er weiß noch immer nicht, wie er sie befriedigend beantworten soll.
Jeder weiß, daß der Conde sein Vater ist, aber niemand spricht es offen aus. Er darf den Namen des Conde führen, ist aber nicht offiziell als Sohn anerkannt. Sein Status war immer ein wenig in der Schwebe. Vielleicht war das der Grund, warum sein Bruder immer eifersüchtig war - das schießt Juan blitzartig durch den Kopf.
"Nein, nicht direkt. Ich bin der Sohn einer der Kammerzofen seiner Frau. Da nie herauskam, wer mein Vater ist, hat der Conde mich unter seine Fittiche genommen, mich erziehen lassen und mir gestattet seinen Namen zu führen."
Wieder das leicht schmerzliche Lächeln - seit seiner Ankunft hier ist Juan einem steten Wechselspiel von überschäumender Freude und bohrendem Schmerz unterworfen.
"Ihr versteht sicher, was ich meine."
Joerg.D:
"Hm, ich verstehe was Ihr meint.
Dann passt auf, das Ihr nicht in die Erbstreitigkeiten Seiner Söhne kommt. Die spielen mit hohen Einsätzen.Sie streiten sich um das schmale Erbe, welches übrig bleibt, als wenn Er nicht ,mehr leben würde.
Da wird der Junge einer Magt schnell zum Spielball der Eitelkeiten, besonders wenn es es versteht eine Klinge zu führén."
Preacher:
Erbstreitigkeiten? Diese Narren
Juan nickt ernst.
"Vielen Dank für Euren Ratschlag, Senor - aber ich fürchte, in die "Erbstreitigkeiten" werde ich ohnehin verwickelt werden. Aber entschuldigt mich nun bitte. Ich muss dem Conde meine Aufwartung machen, und ich habe bei Sonnenuntergang noch eine Verabredung"
Ein zynisches Lächeln.
"Es scheint, als wäre ich zunächt noch der Spielball meiner eigenen Eitelkeiten. Auf bald, Senor."
Mit diesen Worten marschiert der Castilianer das letzte Stück zur Residenz des Conde um diese zu betreten.
Doc Letterwood:
"Senor von Reinholdsburg, war mir eine Ehre." Diego verneigt sich wieder. "Ich hoffe, wir finden heute oder spätestens morgen noch Zeit für einen kleinen Plausch."
Der Eisen neigt auch seinen Kopf grüßend in Richtung Diego, grinst breit und wendet sich dann wieder Anselm zu.
Diego schultert wieder den Seesack und deutet Jason und Malik mit einer Kopfbewegung an, sie mögen nun Juan folgen.
Dash Bannon:
'Wir sehn uns noch Hagen, aber auf ein Trinkgelage mit Dir lass ich mich nicht mehr ein, mir brummte noch drei Tage später der Schädel', Anselm grinst, schlägt dem Hünen noch einmal auf den Rücken und schliesst sich dann seinen Gefährten an.
'Prächtiger Kerl', murmelt Anselm noch, dann schliesst er zu Juan und Diego auf.
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