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Schaden eines Kämpfers - zu heftig?

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Natasz:
@Sohn:

Sicherlich ist dieses "Problem" nicht nur auf den reinrassigen Kämpfer anzuwenden, sondern gilt auch für andere Klassen, die ihr Hauptaugenmerk auf kämpferische Talente, Attribute und Fertigkeiten legen. Ja, ich könnte ein anderes System spielen. Aber darf man nicht nach Veränderung fragen, wenn man sich an einigen Punkten stört?! regeln verändern ist ja in Ordnung, aber die Frage bleibt eben WIE?

Meine Vorstellungen einer Spielwelt sind eben etwas anders, als es D&D im allgemeinen vorsieht - das wird wohl ein grundsätzliches Problem sein, wie ich feststellen musste. Ich finde es krass, wenn ein Ranger der 4. Stufe 37 SP austeil und damit wie eine Kampfsau alles niedermetzelt! Man kann ja trefflich über "Realismus" streiten / diskutieren, aber ich finde einen Kampf irgendwie interessanter, wenn er über mehre Runden andauert. Für mich sind auch Stadtwachen oder andere Goblins/Orks etc. eben keine einfachen Mooks, die man gleich im Dutzend wegputzt! Das mag eine Einstellungssache sein, aber ich glaube, dass meine Vorstellung durchaus Berechtigung besitzt.

Für mich sind die SC eben keine Superhelden, denen das gemeine Volk nicht mal einen Stich versetzen kann. Klar, sie sind besser (herausragender) als die meisten anderen und entwickeln sich dann zu aussergewöhnlichen Personen mit guten Fertigkeiten und Fähigkeiten .... aber sie sind nicht wie irgendein Superhero von Marvel, wo jeder eine Ein-Mann-Armee darstellt.

Und übrigens: Auch wenn der Magier andere Zaubersprüche nimmt und damit knapp 30 SP macht ... in der 4. Stufe (um mal Bezug zum Ranger zu nehen), kann er das nicht unbegrenzt oft. Nein, seine Zauber sind da stark begrenzt. Ok, später hat er mehr... keine Frage.


Liegt wohl eher am System. Vielleicht sollte ich meine D&D Sachen nur rausholen, wenn ich auf Superhelden stehe -... und ich dachte, dass es besser anstatt schlechter geworden ist mit der 3. Edition!



--- Zitat ---Sorry, sehen wir nicht so.
--- Ende Zitat ---

Ist ja durchaus berechtigt, dass ihr es anders seht. Keine Frage. Aber man wird ja wohl noch mal eine Diskussion dazu antreten dürfen. Oder wohl auch nicht ;)

Asdrubael:

--- Zitat von: Natasz am  4.09.2005 | 22:28 ---Oh, ich vergaß, dass man im Internet respektive im Forum für D&D  immer gleich als Noob und Vollidiot abgestempelt wird, wenn man prinzipiell gewisse Regelmechanismen für nicht so toll hält und die Frage in den Raum wirft, ob den der Unterschied zwischen den Klassen (hier im speziellen bzgl. des Kampfes) in Frage stellt.

--- Ende Zitat ---

Soll ich dir Taschentücher schicken?
Ich vergass ja ganz, dass Leute die eine Frage stellen, weil sie mit etwas nicht zurecht kommen, die Tipps die man ihnen gibt überlesen, gleich den Schwanz einklemmen und sich beleidigt fühlen, anstatt ihr Problem mal auf den Punkt zu bringen.

Aber nun schluss damit.

Der Ranger kann vielleicht beliebig oft zuschlagen, aber tendenziell stckt er auch mehr ein und ihm gehen dann die Hitpoints aus ;)

Natasz:
Nicht, wenn der Magiewirker plötzlich im Nahkampf verwickelt ist, weil die Gegner sich darum bemüht haben, den Magiewirker in den Nahkampf verwickeln zu wollen!

Aber mein Grundproblem ist wohl eher diese heftigen SP pro Runde - ganz allgemein. Ich finde nunmal einen Kampf wesentlich interessanter, wenn mehrere Runden vergehen, bevor der Gegner am Boden liegt. Das ist für mich Spannung. Zack, Treffer, Tod. Laaaanweilig! Jeder beschwert sich über Minmax und PG ... aber genau das fordert das System doch. Egal ob es nun ein Kämpfer, Barabar oder sonstwas ist. Diese Anzahl an SP pro Runde finde ich einfach zuviel. Selbst ein Gegner (im Duell) mit über 70 TP ist in zwei Runden platt ... wer es mag ...

Gute Nacht!

Selganor [n/a]:
@Natasz: So ziemlich jeder Axtkaempfer kann (schon auf Stufe 1) in einer Runde (mit Staerke 16 und ohne irgendwelche Feats) mit einem Schlag 48 Punkte Schaden machen... (Ein kritischer Treffer langt)

Diese 48 Punkte merkt sogar ein Charakter Stufe 20 noch (auch wenn es ein Fighter/Barbar ist) und bei nur 2 Punkten mehr ist sogar ein Save noetig damit er nicht evtl. gleich tot ist...

Es liegt uebrigens nicht (nur) am System... wenn du Leute die nicht dazu "gedacht" sind regelmaessig in den Nahkampf holst musst du dich nicht wundern wenn diese grosse Probleme haben....

Ich erinnere mich aber auch noch an unsere "Sunless Citadell"-Runde...

Da lief der Tag im Normalfall so ab: 2-3 Raeume erkundet, 1-2 Kaempfe gehabt... zurueckgezogen und verschanzt, einen Tag gerastet... weitermachen...

Visionär:
Dann ist D&D 3E vielleicht wirklich nicht das System, was du willst. WoTC / Amigo hat ja sogar mit dem Spruch "Jetzt noch heldiger" Werbung für die 3. gemacht. Wenn man das System so nutzt, wie gedacht, kommt auch das dabei raus.

Ich schreibe jetzt absichtlich D&D 3e und nicht d20, da ich mir sicher bin, dass es eine d20 - Variante gibt, die deinen gewünschten Stil eher unterstützt. Du willst es wohl eher etwas in die Richtung "Grim & Gritty". Schau dich doch mal bei verschiedenen Anbietern nach Büchern mit alternativen Regeln um. Rezis von RPG.net oder EnWorld mögen auch helfen.

Dein Ansatz hat aber mit verlaub einen Haken: Wenn du die Spielerkräfte auf Stufe 5 etc, drosselst, weil es dir zu krass ist, dass sie in einer Minute 10 Bauern einfach so töten könnten. Dann wird das Problem auf Stufe 10 wieder auftauchen. Und was machst du erst bei Stufe 20? Weiter drosseln, damit der Kampf gegen den aufgebrachten Bauern oder den Goblin mit der rostigen Gabel nocht spannend bleibt?
Es gibt nicht umsonst Monster wie Pitfiends, etc. Die Sorgen auf solchen Leveln schon für Gefahr. D&D hat eben dieses krasse, unverhältnismäßige Stufensystem, dass dich von "Loser" zum "Helden" in einem Lebensjahrzehnt (wenn's hochkommt) katapultiert. Definitiver Nachteil des Systems, wenn man mit Maßstäben wie einen irgendwie gearteten "Realismus" ankommt.

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