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[Wushu-7te See] Kapitel 7 Eisen

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Nelly:
Oceanne ist wie betäubt als sie seinen Worten folgt, ein Stück Land auf Jasons Insel, er liebt sie und er würde Wulfila den Thron überlassen. Vielleicht könnten sie auch einfach zu ihr zurück, sie liebte ihr Land aber sie würde es für ihn aufgeben und mit ihm ganz weit weg gehen, da wo niemand sie beide belästigen könnte, da wo beide ihren Seelenfrieden finden konnten, wo sie Anselms Sohn aufziehen konnten ohne das dieser Entbehrung Hunger und Gewalt erleben musste. All die anderen Kinder denen sie versprochen hatte sie zu holen. Ihr Leben könnte ausgefüllt sein. Sofern Anselm das natürlich mochte.

"Ach Anselm" sagt sie mit träumerischem Blick "Das hört sich alles wunderbar an" dann nickt sie kaum merkbar und fährt fort "Aber du hast Recht, erst müssen wir alle Angelgenheiten regeln und deinem Onkel seiner gerechten Strafe zubringen. Wenn das geschafft ist suchen wir deinen Sohn und dann haben wir alle Zeit der Welt." Ich werde wohl viel Kraft brauchen um mit ihm das alles durchzustehen, wer weis was da alles auf uns zu kommt...dunkle Vorahnungen von viel Leid und Verzweiflung überschatteten kurz ihr Gesicht.
Sie blickt ihm in die Augen "Komme was wolle ich gehöre zu dir!"
Anselm wusste was dieses Versprechen bedeutete, beide hatten sich dem jeweils anderem in gewisser Weise versprochen und so standen sie wieder voreinander sahen sich in die Augen. ...Wollen wir ihnen gemeinsam beistehen?

"Ja, lass uns ihnen gemeinsam beistehen, es sind unser beider Freunde" sagt sie lächelnd, gibt ihm nochmals einen langen Kuss in dem sie all ihre wärme und liebe hineinlegt löst sich dann schweren Herzsens von ihm, nimmt seine Hand, öffnet langsam die Tür, wirft ihm einen Blick zu der mehr als Worte hätten sagen können, einen Blick der einem Versprechen gleichkam, dann macht sie den ersten Schritt in den Saal hinaus und beide kehrten miteinander Verbunden zu ihren Freunden zurück.

Andreas:
Jason hat die ganze Szenerie schweigend verfolgt.
Anselms Verhalten gibt ihm Hoffnung. Noch vor kurzem hatte er Angst das sein Freund sich hier in Eisen in den Tod stürzt um seine Rache zu vollziehen, doch Oceanne scheint den alten Sturrkopf dazu zu bringen das er sich noch einmal hochrafft.
Als Raphael den Raum verlässt, will er ihm folgen, doch er sieht Malik hinter Raphael herhuschen.
Also bleibt er sitzen. Raphael weiss das er jederzeit zu Jason kommen kann.
Er soll sich beruhigen.
Dann sieht er Djego und seinen Gefährten an, die beide etwas verwundert scheinen.

" Nun Djego, wie Raphael schon sagte: Eisen verändert jeden. Manchmal mache ich mir ein wenig Sorgen um unsere Schützlinge. Und es scheint so ewig lange her zu sein, das wir das erste Nest der Angels ausgehoben haben."

Jason erhebt sich und geht die zwei Meter zum wärmenden Kamin. Seit sie in Stahlfels sind, ist er endlich einmal wieder sauber, hat frische Kleidung an. Die Haare werden von einer knöchernen Spange gehalte und sein Bart ist gestutzt.

"Ich vermute, auch ihr habt von Juan nichts mehr gehört. Er tat vielleicht gut daran, sich von uns zu trennen. Seit wir hier in Eisen sind, habe ich das Gefühl, das unsere Gruppe auf einem Floss einen Wildbach heruntertreibt, ohne Ruder und ohne Steuer. Wisst ihr was mich meine?"

Als Djego nickt, fährt er in seinem Monolog fort.

"Wir haben so viel erreicht. So viel. Wir haben die Angels in den Hintern getreten. Mehr als einmal. Wir haben den Tod meines Vasters gerächt, eine Hoffnung, die ich bereits aufgab. Dann halfen wir Juan, reisten nach Tyrconnel und immer wieder trafen wir auf die Angels.
Selbst hier heisst es, das Anselms Onkel mit ihnen zu tun habe... "
Sinnierend bewegt sich Jason wieder auf den Tisch zu.
" Überhaupt, Anselm. Noch bis vor kurzem war er von Rachegedanken so erfüllt, das der Hass begann, seine Dracheneisenrüstung zu schmelzen. Oceanne scheint ihm Hoffnung zu geben. Oceanne. Sie scheint für so etwas prädestiniert zu sein... fürs Hoffnung geben... Als wir sie trafen hatte sie ein Rudel Waisenkinder bei sich, wusstet ihr das? Sie war bereit sich für diese Kinder zerreissen zu lassen. Nun werden die Kinder eine Weile hier bleiben damit sie in Sicherheit sind."
Jason nimmt noch einen Schluck Kaffee.
"Und Raphael? Der Junge bereitet mir ebenso viel Kopfweh wie Anselm. Er wirkt bedrückt. Als würde ihn ein schlimmes Schicksal beuteln, als läge ein Fluch auf seiner jungen Seele."
Dann kippt er den nur noch lauwarmen Kaffee herunter und sieht Djego an.
"Am liebsten würde ich den ganzen Rachemist abblasen, mir unsere Freunde schnappen, kurz euren Cousin befreien" ein verschwörerisches Zwinkern zu dem Freund, "und mit der ganzen Gruppe zurück nach Tyrconnel gehen. Es lässt sich gut leben da, fernab von allen Racheschwüren, in der guten klaren Luft."
Ein kurzes, trockenes Lachen, ein Kopfschütteln.
"Theus, mit Leuten wie euch würde ich das Handelsimperium der Tyrconnels, welches Argeil für mich aufbaute so sehr ausbauen können."
Sein Blick kommt ins schwärmen.

Ein Gedanke schiesst ihm durch den Kopf.
Ladd, du wirst alt und sentimental. Du hast Angst um deine Freunde und sehnst dich nach deiner Heimat.

Aye Dad, nach meiner Heimat und nach meiner Familie. Freundschaft und Familie. Sind das nicht die Werte die du mich lehrtest, Dadd?

Aye Ladd, Aye.

8t88:
"Verzeiht Malik..." er schüttelt den Kopf als wische er einen Gedanken bei Seite "es... geht schon!"
"Ich hab mich... vergesst das wa sich sagte, ich war in Rage!" Er lächelt als hätte er blanken Unfung geträumt.

" Vielleicht besser wenn wir zurückgehen... sonst fängt die Besprechung noch ohne uns an, oder?"

Sir Mythos:
"Glaubt ihr wirklich, das wäre ein Problem, wenn die ohne uns Anfangen."

Er zwinkerte Raphael zu. Dann blickte er wieder ernst drein.

"Aber vielleicht habt ihr recht. Obwohl..."

Malik schnupperte in der Luft.

"... ich glaube, da hat wer Einkoch-Tag. Vielleicht sollten wir dort
einmal vorbeischauen."

Bei Raphael kehrte langsam ein leichtes Grinsen ein. Und
er musst unwillkürlich kurz auflachen. Dann blickte er Malik streng an
und hob den Finger.

"Aber aber..."

Malik blickte Schuldbewusst drein und gab kleinlaut bei.

"Nagut, überredet. Aber nächstesmal."

Die zwei betraten wieder die Gaststube.

Nelly:
Oceanne steht neben Anselm und ihr kommt die ganze Situation mehr als unwirklich vor. Sie planten hier einen Feldzug, einen Feldzug aus dem sie alle vielleicht nicht mehr wiederkommen könnten. Einen Feldzug mit dem sie eigentlich nichts zu tun hatte. Sie hätte doch eigentlich nur Heiraten sollen und nun beteiligte sie sich an der Tötung des Mannes der ausgerechnet der Vater des Mannes war den sie hätte Heiraten sollen.
Jedoch waren die Männer in den letzten Wochen ihre einzige Hoffnung auf Flucht gewesen, sie hatten sie in ihrem Kreis aufgenommen und wurden zu Freunden. Anselm hatte angefangen sich mit ihr zu beschäftigen und sie Lieben gelernt. Ihr ging es nicht anders. Es hat lange gedauert und selbst jetzt hatte sie Probleme sich einzugestehen das Wulfila auf das übelste Belogen hat.

Sie blickte in die Runde, sah ihre Kinder, blickte von einem zum anderen und sie freute sich so sehr für sie das sie hier bleiben konnten. Dann blickt sie auf Jason.. den guten alten Jason.. immer für einen Scherz aufgelegt, immer für ein Lächeln zu haben. Auch wenn der rauhe Bursche mal etwas derb werden konnte so hatte er doch ein goldenes Herz. Sie blickte zu dem Fürsten der ihnen diesen Augenblick der Ruhe geschenkt hatte. Ihnen die Möglichkeit gab einen kurzen Augenblick der Rast einzulegen, der ihnen diese Minuten des Friedens geschenkt hatte und lächelt ihn an. Dann läuft sie zu Jason hinüber, ergreift seinen Arm, drückt ihn und flüstert "Danke für alles" in sein Ohr "Komme was wolle, wir werden es schon packen, das werden wir doch, oder?" ein flehender Blick lag in ihren Augen, ein Blick der nach der Frage suchte ob sie es Lebend schaffen könnten oder in eine absolute Selbstmordaktion hineinrannten.

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