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[Wushu-7te See] Kapitel 7 Eisen
Doc Letterwood:
Diego hat die Nacht mal wieder mehr schlecht als recht überstanden. Entsprechend mürrisch schwingt er sich nach der dürftigen Morgentoilette auch wieder in den Sattel.
"Sag mal, gibt es hier Jahreszeiten oder eimert es dreihundert Tage im Jahr aus den Wolken? Wie kann man in einem solchen Land glücklich werden, Anselm? Oder ist das etwa eine unnötige Frage?", brummelt er. Mutter wirft ihm einen schrägen Blick zu und hievt sich elegant auf seinen riesigen Hengst.
Andreas:
Jason ist verhältnismässig gut gelaunt.
Er spürt, das sich die Zeit in Eisen dem Ende zuneigt. Das hebt seine Stimmung. Selbst wenn vor diesem Ende noch eine Menge Blut und Schmerzen stehen.
"Diego, seit wann so mürrisch?" lächelt er fragend. Dann drängt er sein Pferd etwas näher an den Kameraden und legt ihm die Hand auf die Schulter.
" Mein Freund, seit über einem Jahr reisen wir nun zusammen," sagt er so leise, das nicht einmal Oceannes große Ohren ihn hören können. "Ich fürchte, wenn wir diesesmal nicht besonders gut auf ihn aufpassen, werden wir die Reise ohne Anselm beenden müssen. Ich bin nicht bereit, ihn als Leiche hier zurückzulassen.
Aber dazu werde ich jede Hilfe benötigen. Deine, Sorrels, Malik, sogar die deines hünenhaften Gefährten und die des Mädchens." Eindringlich sieht er dem Freund in die Auge uznd betont noich einmal: "Jede."
Doc Letterwood:
Diego hebt eine Braue. "Was ich von dieser Angelegenheit weiß, macht mich auch nachdenklich. Und Anselm scheint mir so stur wie nie zuvor auf irgend etwas ausgerichtet zu sein...Theus weiß auf was. Auf den Thron, auf Rache, auf was weiß ich...und solange er in dieser Verfassung in die Höhle des Löwen reitet, müssen wir auf ihn aufpassen wie auf einen Inen im Vollrausch." Er zwinkert Jason zu. "Aber du weißt, du kannst dich auf mich und meine Klingen verlassen - und Ulfgart hier wird uns auch nicht hängen lassen. Das schwöre ich dir bei meiner Ehre, mein Freund."
Andreas:
"Deine Ehre ist mirWort genug, Diego."
Damit treibt Jason sein Pferd an.
Nelly:
Oceanne erwacht mit steifen Gliedern. ihre Kehle ist ausgetrocknet und selbst das Bärenfell konnte die Kälte nicht abhalten die sich durch ihre Knochen geschlichen hat. Sie mochte dieses Land nicht. Es war kalt und düster, genau wie die Geschichte die über ihm schwebte.
Notdürftig macht sie sich fertig und sattelt wie die anderen die Pferde, sie war still und hängte ihren Gedanken nach. Was sollte nur aus all ihnen werden? Trotzdem Anselms Cousin sie offensichtlich so belogen hatte, war ja noch gar nicht sicher ob er dies bewusst oder unbewusst getan hatte. Sie wusste einfach nicht was sie tun konnte um beide dieser Sturköpfe am Leben zu erhalten. Die Frage war nur, inwieweit hatte Anselms Cousin bei dieser Hochzeit die Finger im Spiel. Er hatte ihr gesagt sie sollte fliehen, und wieso hatte sie selbst nichts mehr von ihren eigenen Leuten gehört? Es ist zu lange her das eine Nachricht zu ihr durchgedrungen ist. Auch wenn sie hier unter starken Kampferfahrenen Männer Schutz erfahren hatte, die Angst kroch siich wie Gift zurück in ihre Adern.
Mit steinernem Gesicht sitzt sie auf ihrem getreuem Gefährtem. Sie streicht ihm über die lange Mähne und klopft ihm lobend den Hals, er schnaubt dabei ab um die Geste zu würdigen.
Jason und Diego scheinen etwas leise zu besprechen, es interessierte sie überhaupt nicht was da im Augenblick vor sich ging, ab und zu blickt sie über ihre Schultern und lauscht. Es war als könnte sie die Hufschläge bereits hören. Sie hatte das Gefühl als könnte es nicht mehr lange dauern und die Häscher ihres Stiefvaters könnten jeden Moment hinter ihnen auftauchen.
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