Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
D&D ist Doof (geworden)
Thalamus Grondak:
--- Zitat von: Asdrubael am 28.09.2005 | 09:35 ---Aber im Kampf muss es fair zugehen, da ist es gut, wenn jeder eine ganze Reihe von Faktoren hat, wie er den Kampf beeinflussen kann. Selbst ein Druide, der alles an Sprüchen rausgehauen kann mit einem Tumble in den Rücken des Gegners kommen und so den Gegner Flanken, damit der Krieger besser trifft.
--- Ende Zitat ---
Das kann er auch bei einem System bei dem es keine spezial-sonder-sonstwas Regel dazu gibt. Bei AD&D hat der Spieler gesagt "Ich will den Umschupsen" und dann hab ich ihm eine Schwierigkeit genannt und fertig.
D&D nimmt dem Spieler die Freiheiten. Bevor er etwas machen will, fängt er erstmal an zu überlegen, wie sich das denn nun Regeltechnisch auswirkt, ob er nicht vllt einen AOO bekommt wenn er das macht.....
--- Zitat von: Indras am 28.09.2005 | 09:48 ---Ich hab mir jetzt die hälfte des Fadens durchgelesen und hab leider eins zu bemängeln; du hast deine These aufgestellt und alle versuchen jetzt diese zu wiederlegen
--- Ende Zitat ---
Es ist schlicht nicht möglich, weil ich D&D Müde bin, und man das nicht wegargumentieren kann.
Ich habe schon so eineige Abenteuer ohne Kampf gespielt, das war zu Anfang auch Klasse, aber je länger wir D&D spielen, desto mehr merke ich, wie die Spieler die Kämpfe mehr oder weniger provozieren, und sich während des Abenteuers eher von Kampf zu kampf hangeln, als RPG zu betreiben.
Aber auch an mir selber merke ich das. Wenn ich NSC für Abenteuer vorbereite, bin ich 1 Stunde mit deren Stats beschäftigt, und dann bleibt nur noch wenig Zeit für deren eigentlichen Charakter.
Natürlich kann man sich mit viel Mühe da anpassen, und D&D so hinbiegen, das es meinen bedürfnissen entspricht, aber die Frage ist, warum sollte ich das tun, wenn es genug andere Systeme gibt?
Haukrinn:
--- Zitat von: Asdrubael am 28.09.2005 | 09:35 ---Also für mich ist D&D kein reines Dungeoncrawl-RPG
Warum muss ein System in dem vorwiegend der Kampf und die Optionen da abgehandelt werden, ein Kampflastiges System sein? Ich meine, dass es keine kampflastigen Systeme gibt, sondern nur kampflastige Spielstile.
--- Ende Zitat ---
Veto! ;D, weil
--- Zitat von: Asdrubael am 28.09.2005 | 09:35 ---Ich brauch doch keine Regeln dafür, wenn ein SC mit einem NSC redet, dafür sind die spieler da. Ich zähle mich nicht zu den Narrativisten, die einen Würfelwurf bei einer sozialen Interaktion ausspielen. Das machen wir ohne Wurf und damit haben die Spieler mehr Freiheiten fürs Rollenspiel.
--- Ende Zitat ---
1. Narrativisten sind nicht die, die einen Würfelwurf bei sozialen Interaktionen ausführen...
2. Wo ist da innere Logik? Klar, auf den ersten Blick kann ich sagen: Kämpfe, die müssen geregelt werden, aber labern könn' wa' ja auch so. Aber sieh' es doch mal umgekehrt: Jeder Spieler hat schon genug Actionfilme gesehen. Also könnte man sich auf dieser Schiene genauso aufs Erzählen beschränken und die Regeln weglassen. Und auf der sozialen Ebene haben extrovertierte Spieler natürlich auch ganz klar einen Vorteil, wenn ohne Regeln gepsielt wird. Tatsächlich führt das sogar dazu, daß man seinen Charakter selbstverständlich kampftechnisch optimiert, da die Regeln für andere Dinge ja außen vor gelassen werden.
--- Zitat von: Asdrubael am 28.09.2005 | 09:35 ---Aber im Kampf muss es fair zugehen, da ist es gut, wenn jeder eine ganze Reihe von Faktoren hat, wie er den Kampf beeinflussen kann.
--- Ende Zitat ---
Und beim Feilschen und Verhandeln darf man unfair vorgehen? Also entweder überall fair oder überall unfair... mischen halte zumindest ich nicht für angebracht.
Indras:
@haukrinn: Stimmt >;D Wenn man das ganze System wechselt ist das möglich. Ich kenne mindestens 2 Systeme bei denen zum Kämpfen nicht gewürfelt werden muss/wird.
Amber (komplett Würfellosses System) und A Better Tomorrow.
Selganor [n/a]:
--- Zitat von: Thalamus Grondak am 28.09.2005 | 09:59 ---Das kann er auch bei einem System bei dem es keine spezial-sonder-sonstwas Regel dazu gibt. Bei AD&D hat der Spieler gesagt "Ich will den Umschupsen" und dann hab ich ihm eine Schwierigkeit genannt und fertig.
--- Ende Zitat ---
Und wenn so eine Aktion 3-4 Monate spaeter nochmal kommt kann es sein dass du dich an die letzte Aktion erinnerst und denselben Wert sagst oder eben nicht und vielleicht einen anderen Wert angibst.
"Spielleiterwillkuer" (oder Spielleiterentscheid) eben...
Also nix was ein Spieler (bzw. dessen Charakter) im Vorhinein "abschaetzen" kann.
--- Zitat ---D&D nimmt dem Spieler die Freiheiten. Bevor er etwas machen will, fängt er erstmal an zu überlegen, wie sich das denn nun Regeltechnisch auswirkt, ob er nicht vllt einen AOO bekommt wenn er das macht.....
--- Ende Zitat ---
Im Gegensatz zu AD&D wo einige Sachen (wie z.B. zaubern nachdem man getroffen wurde) GAR NICHT machbar waren oder Dinge die in D&D "problematisch" sind (wie z.B. einen Trank trinken obwohl man im Nahkampf war) problemlos machbar waren
--- Zitat ---Es ist schlicht nicht möglich, weil ich D&D Müde bin, und man das nicht wegargumentieren kann.
--- Ende Zitat ---
Dass jemand ein System "muede" ist kann immer wieder passieren (ging mir mir AD&D irgenwann auch so, aber wurde durch D&D3 wieder "geweckt"), aber dann ist es nix bei dem IRGENDWELCHE Argumente bei dir noch ziehen koennten...
Dann liegt es aber nicht daran dass das "System doof" ist sondern dass du (bzw. dein "Stil") nicht mit dem System klarkommst
--- Zitat ---Ich habe schon so eineige Abenteuer ohne Kampf gespielt, das war zu Anfang auch Klasse, aber je länger wir D&D spielen, desto mehr merke ich, wie die Spieler die Kämpfe mehr oder weniger provozieren, und sich während des Abenteuers eher von Kampf zu kampf hangeln, als RPG zu betreiben.
--- Ende Zitat ---
Haben die Charaktere fuer die "Rollenspielaktionen" auch XP gekriegt oder kriegen sie die nur fuer Kaempfe?
Da Spieler im Normalfall wild darauf sind dass sich bei ihren Charakteren was tut ist es zwar gut und schoen auch mal "nur zu spielen", aber wenn du nach 4 Sitzungen "Rollenspiel" noch immer dieselben XP hast wie davor, du nach 1-2 Sitzungen "Kampf" aber schon wieder aufsteigst (und dich "veraendern" kannst) dann ist klar warum die Spieler lieber kaempfen als "rollenspielen".
--- Zitat ---Aber auch an mir selber merke ich das. Wenn ich NSC für Abenteuer vorbereite, bin ich 1 Stunde mit deren Stats beschäftigt, und dann bleibt nur noch wenig Zeit für deren eigentlichen Charakter.
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Bereitest du auch fuer Leute bei denen (komplette) Stats eher unwichtig sind (wie z.B. der "Auftraggeber" Buergermeister) die kompletten Werte vor?
Wenn ja, warum?
Ich bin da Minimalist... Meine NPCs haben (hoechstens) so viele Werte wie ich UNBEDINGT brauche, D.h. keine Kampfwerte fuer Leute gegen die die Gruppe nicht kaempfen soll (bzw. wird), keine "sonstigen" Skills fuer Gegner die sowieso nur kaempfen.
Ansonsten einfach mal die SL-Erfahrung nutzen und den Kampf "strategisch dramatisch" durchfuehren... ;)
--- Zitat ---Natürlich kann man sich mit viel Mühe da anpassen, und D&D so hinbiegen, das es meinen bedürfnissen entspricht, aber die Frage ist, warum sollte ich das tun, wenn es genug andere Systeme gibt?
--- Ende Zitat ---
Weil dir das Problem bei anderen Systemen (wenn auch evtl. mit anderen Bereichen) genauso passieren kann da es weniger am System selbst sondern eher an deiner "Beziehung" mit dem System haengt.
Denn wenn du das Ersatzsystem auch "muede" bist (und deine scheinbar naechste Wahl LotR hat ja noch mehr "Powergaminggefahr" nach allem was ich mitgekriegt habe) wiederholt sich die Geschichte gerade wieder (nur mit anderen Namen)
Asdrubael:
--- Zitat von: haukrinn am 28.09.2005 | 10:03 ---2. Wo ist da innere Logik? Klar, auf den ersten Blick kann ich sagen: Kämpfe, die müssen geregelt werden, aber labern könn' wa' ja auch so. Aber sieh' es doch mal umgekehrt: Jeder Spieler hat schon genug Actionfilme gesehen. Also könnte man sich auf dieser Schiene genauso aufs Erzählen beschränken und die Regeln weglassen. Und auf der sozialen Ebene haben extrovertierte Spieler natürlich auch ganz klar einen Vorteil, wenn ohne Regeln gepsielt wird. Tatsächlich führt das sogar dazu, daß man seinen Charakter selbstverständlich kampftechnisch optimiert, da die Regeln für andere Dinge ja außen vor gelassen werden.
--- Ende Zitat ---
Beim Kampf geht es eigentlich immer nur um die bange Frage: Gibt der SC diesmal den Löffel ab oder nicht. Das ist doch die Frage, wo man als SL am ehesten unfairness und sowas vorgeworfen bekommt. Deswegen braucht man da exakte Regeln.
--- Zitat von: haukrinn am 28.09.2005 | 10:03 ---Und beim Feilschen und Verhandeln darf man unfair vorgehen? Also entweder überall fair oder überall unfair... mischen halte zumindest ich nicht für angebracht.
--- Ende Zitat ---
Es ist ja nicht so, dass D&D die sozialen Regeln komplett weglässt oder?
Es gibt mir vielmehr die nötigen Anhaltspunkte, das ausgespielte einzuschätzen. Auch wenn der Spieler mir einen tollen Vortrag hält: mit Diplomacy 0 und Charisma 8 wird er den NSC nicht beeindrucken können. Aber mehr Anhaltspunkte brauche ich nicht.
Das Gegenteil ist halt der ruhige Spieler der nicht in der ich-Form die Rede seines SC ausformuliert sondern sagt "Ich will bei dem Händler den Preis drücken." Mit Diplomacy 15 und Charisma 17 wird er es eher schaffen.
Aufgrund der Regeln werde ich mir als SL sicher nicht meinen gesunden Menschenverstand abnehmen lassen.
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