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[DitV] Fragen...

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Lord Verminaard:
So, der Sheriff von Nottingham muss mal wieder austeilen.

"Warum interessiert dich, wo die Dogs schlafen? Das ist völlig egal, in Dogs geht es nicht ums Schlafen, sondern um Glauben und Gerechtigkeit und die Frage, wie weit du für deine Überzeugungen zu gehen bereit bist. Du hast das Spiel nicht verstanden. Hör auf mit dieser Simulationistenkacke und fang gefällgst an, Prämissen in Umschläge zu tüten und Adressen draufzuschreiben!"

Jungs, hört euch doch mal selbst zu. Was für ein Schwachsinn! Jack will wissen, wo Dogs übernachten. Er versucht, sich ein Bild von dem Setting zu machen. Das nennt man Exploration. Alles vollkommen im Grünen Bereich. In allen Dogs-Runden, die ich bisher hatte, wurde geklärt, wo jeder einzelne Dog schläft. Na und?!

"No myth" bla bla, und du musst dir was ausdenken blub. Wenn er sich selbst was ausdenken wollte, hätte er die Frage ja nicht gepostet. Solche Antworten bringen ihn nicht weiter. Vorschläge bringen ihn weiter, wie z.B. der von 1of3.

Jack, was unsere Narrativismus-Fraktion dir mitteilen will, ist im Wesentlichen dies: Suche nicht zu viele Antworten im Regelwerk. Das Regelwerk lässt manches bewusst offen und euch als Gruppe viele Freiheiten, diese Lücken mit euren eigenen Ideen zu füllen. Ich habe Spielberichte gesehen, in denen das Land der Gläubigen tatsächlich Utah war, die Städte ihre echten Namen hatten und Chinesen die Eisenbahn bauten. In anderen Spielberichten gab es Exorzismen, der Engel des Todes trat auf, und die Dogs wurden von dämonischen Reitern und einem Mann mit einem Kojotenkopf angegriffen.

Trotzdem ist es völlig legitim zu fragen, denn manche Dinge stehen sehr wohl im Regelwerk. Dinge, die man dort vielleicht nicht unbedingt erwarten würde. Zum Beispiel wie die Waffen funktionieren oder wann Sex Sünde ist. Also, in diesem Sinne: Es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten.

Euer Vermi, Sheriff von Nottingham

Fredi der Elch:

--- Zitat von: Lord Verminaard am 22.11.2005 | 22:41 ---In allen Dogs-Runden, die ich bisher hatte, wurde geklärt, wo jeder einzelne Dog schläft. Na und?!

--- Ende Zitat ---
Und in keiner meiner Dogs-Runden wurde das bisher jemals geklärt. Na und? ;)


--- Zitat ---Jack, was unsere Narrativismus-Fraktion dir mitteilen will, ist im Wesentlichen dies: Suche nicht zu viele Antworten im Regelwerk.

--- Ende Zitat ---
Das war eigentlich nicht alles, was ich sagen wollte. Ich wollte auch sagen: schmeiß Deine Vorannahmen über Bord. Du hast bisher in jeder Runde geklärt, wo die SC schlafen? Was die SC dabei haben? Du hast dir vorher das Setting genau überlegt? Du hast sie nach Infos suchen lassen? usw. usf.? Ist bei Dogs alles nicht nötig. Und teilweise stört es sogar, wenn man mit zu vielen Vorannahmen darüber, wie Rollenspiel funktionieren sollte, an Dogs rangeht.

Also: Dumme Fragen mag es vielleicht nicht geben, äußerst ungünstige Vorannahmen schon. Und wissen zu müssen, wo die Dogs schlafen, ist IMO eben eine ungünstige Annahme.

Fredi, Ex-Rollenspielpolizei ;)

P.S.:

--- Zitat von: Lord Verminaard am 22.11.2005 | 22:41 ---Er versucht, sich ein Bild von dem Setting zu machen. Das nennt man Exploration.

--- Ende Zitat ---
Alleine im Regelwerk lesen ist keine Exploration. Denke ich. Exploration beginnt immer erst im Spiel. Oder?  ???

Holothuroid:
In der Tat, aber er steckt den Rahmen für potentielle Exploration ab. Aber das gehört auch nicht hier her.

Lord Verminaard:
Ja, schon gut, Exploration beginnt erst, wenn es einen gemeinsamen Vorstellungsraum gibt. Ich meinte es natürlich so, wie 1of3 gesagt hat.

Ich denke einfach, man muss nicht überall gleich tausend schreckliche Vorannahmen wittern. Jack hat bei unserer Dogs-Runde auf dem Sommertreffen über weite Strecken zugehört und auf dem gleichen Treffen mit mir BARBAREN! gespielt. Ich habe überhaupt keine Sorge, dass er sich mit irgendwelchen schlechten Rollenspieler-Angewohnheiten das Spiel versaut.

Das „actively reveal the town“ steht ja nun in den Regeln deutlich genug drin und ist sicher auch wichtig. Aber wenn man, davon mal abgesehen, auch das ein oder andere ausspielt, was nicht unmittelbar zu irgendwelchen bedeutsamen Entscheidungen und Aussagen führt, ist das überhaupt kein Beinbruch. Im Gegenteil, man kann es sich auch unnötig schwer machen, indem man denkt, man dürfte das nicht.

Dogs funktioniert. Ohne dass die Spieler erst das Rollenspiel ganz neu lernen müssen. Das ist ja gerade das Geniale.

Ralf:
Also ich hätte da auch noch das ein oder andere.
Erstens sind "Raise" und "See" aus der Pokersprache und für die gibt es sehr wohl gebräuchliche Übersetzungen, nämlich "Erhöhen" und "Mitgehen" bzw. "Halten".

Zweitens habe ich mich auf dem Grossen Hals über Kopf in das Dog-Konfliktsystem verliebt. Und auch wenn ich mir der Tatsache bewusst bin, dass Vermi das System nicht ganz ausgereizt hat, und der ein oder andere Mechanismus unter den Tisch gefallen ist, so hatte ich den Eindruck, dass man das System recht problemlos in andere Settings übertragen könnte.
Irre ich mich da? Fehlt mir NooB nur der Durchblick im System? Oder könnte ich mit Dogs eben doch mit geringen Anpassungen "Normalo-Western" ohne Dogs und Gläubige spielen?

Achja und: Woher bekomme ich das Buch?

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