Ich habe gerade Assassin’s Creed Shadows vervollständigt (100 % ohne DLC). Nach 190 Stunden kann ich sagen: Es war bislang das beste AC. Ich stehe allerdings auch total auf das Setting. Schleichen fühlt sich gut an, der Nahkampf ist – wenn man ehrlich ist – eher Button-Smashing, mit gelegentlichem Auslösen von Fähigkeiten.
Am Anfang war die Karte angenehm leer, aber recht schnell wird es dann doch das typische Ubisoft-Spiel: Die Map wird mit Icons geflutet. Trotzdem bekommt AC Shadows das besser hin als Odyssey oder Origins. Wenn man die Hauptstory durch hat, muss man ehrlich zugeben, wird das Spiel zum Abarbeiten: Hole X Wappen, X Teesorten, X Nahrungsmittel … finde und töte X Gegner.
Die Wegfindung auf der Map gefällt mir wirklich sehr gut. Endlich mal ein Land, in dem angelegte Straßen und Wege einen erkennbaren Sinn ergeben.
Nach dem Abschluss von New Game Plus war die Lust dann auch durch, aber bis dahin hatte ich viel stumpfen Spaß. Die Stories sind okay – 08/15-Rache-Motivation, wie immer.
Ich habe mir nun Ghost of Yōtei bestellt, sollte heute ankommen. Hoffe, das ist weniger Stundenfresser und bietet dafür natürlicheres Exploring, wie schon sein Vorgänger. Und auch das Kampfsystem setzt eher auf intelligentes Reagieren statt auf stumpfes Durchhämmern im Godmode.
Mit meiner Frau habe ich gerade Baphomets Fluch Reforged angefangen. Wir hatten noch keinen Teil davon gespielt, aber bislang mag ich es sehr. Die Grafik ist schick, der Humor gut. An der Sprecherleistung kann man nicht maulen, auch wenn ich teilweise echte Probleme habe, die Stimmen zu unterscheiden, wenn George sich mit dem Kommissar und dem Flic unterhält und alle nahezu den gleichen Tonfall haben. Als wir Nico, gesprochen von Franziska Pigulla, gehört haben, hatten wir beide schon ein Tränchen im Auge.