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RIFTS vs. d20
Indras:
Ich steig jetzt zwar spät ein und eigentlich hat das Posting mit dem Topic nicht viel zu tun aber mal ehrlich ich les hier in ca jedem 2ten Post balancing; ausbalanzieren; nich ausbalanziert, etc. aber um ehrlich zu sein Wollen wir das wirklich? Selbst bei D&D 3.5 sind die Klassen nicht ausbalanziert; im Prinzip kann man sagen jedes System in dem es "Klassen" gibt ist nicht ausbalanziert, das ist doch ein Reiz in dem ganzen; unterschiedliche Probleme bei unterschiedlichen Klassen und Systemen.
ragnar:
--- Zitat ---balancing; ausbalanzieren; nich ausbalanziert, etc. aber um ehrlich zu sein Wollen wir das wirklich?
--- Ende Zitat ---
Ja! Vielleicht hast du ja eine andere definition von Ausbalanciert als der Rest, aber dein Letzter Satz geht auch wieder in die Richtung die für's balancing wichtig ist. Es hat nichts damit zu tun das alle Klassen "das selbe, nur anders verpackt" sein sollen. Ein Spiel ist für die meisten Spieler dann ausbalanciert wenn es während der angedachten Spielweise für alle Spieler gleichermaßen was zu tun gibt und sie kleine Erfolge verbuchen können.
Wenn z.B. die angedachte Spielweise 50% Kampf und 50% Diplomatie vorsieht sollten also sowohl der reine Kämpfer als auch der reine Diplomat an einem Spielabend einen etwa gleichen Anteil haben und keiner der Spieler würde sich nutzlos fühlen. Wenn jetzt eine Klasse dabei ist die diese Balance ebenfalls hat(50%Kampf/50% Diplomatie) ist das auch nciht schlimm, der Speiler kann bei beiden teilen des Spieles gleichermaßen etwas beitragen, wenn auch nicht so gut wie die reinen Klassen. Wenn jedoch eine Klasse das schild "reiner Kämpfer" trägt, außerhalb des Kampfes nichts kann und auch die Fähigkeiten der anderen reinen Kämpfer nicht erreicht, wird sich der Spieler der diese gewählt hat, schnell nutzlos fühlen. Wenn es also regelmäßig (50/50) unterschiedliche Probleme gibt haben die unterschiedlichen Klassen ihre eigenen Spielplätze und damit ihre bewandnis.
Wenn sich nun ein Spielabend wie bei Rifts zu 80%-90% um Kämpfe dreht, ist ein Charakter der zum Kampf völlig unterdimensioniert ist(z.B. "Straßenkind" wenn ein "Drache" im Spiel ist), wird der Spieler sich das meiste der Zeit Nutzlos vorkommen und sich langweilen. Rists->Keine Balance gegeben.
Indras:
Sorry aber 3.5 Gruppe Mensch Kämpfer gegen Drachen Kämpfer (da ja Monster als SC zugelassen) = auch kein Balancing. Hier schmeist du grad Rassen und Klassen durch ein ander da ja auch bei Rifts der Drache ein "Streetkid" sein kann.
ragnar:
Nein, das ist bei Rifts nicht möglich(zumindest in der Version die ich besitzte). Drache ist da eine Klasse(wie bei Dsa früher Elfen/Zwerge). Rifts schmeisst Rasse und Klasse drucheinander, nicht ich.
D&D zieht sein Balancing da von anderer Stelle: Ein frisch geschlüpfter Drache mit einer Klassen-Stufe ist, wenn man es als Spieler spielen möchte, das Gegenstück zu einem 13 Stufe-Charakter... 12 Stufen davon die man mit EP bezahlen muß. Wenn ein Spieler unbedingt als zu früh geschlüpfter Drachenfötus anfangen will und sich paralell zum Krieger dermaßen hocharbeitet(wie das ganze mit dem LA/ECL eigentlich auch gedacht ist)... ist das Balancing da gar nicht so schlecht(ich behaupte sogar, zugunsten des anderen Charakters).
Settembrini:
Ausgewogenheit muß ja bei D&D nicht sein, das Gute ist doch, daß der SL genau weißt welche Gefahr etwas darstellt. Bei Rifts ist es meist zu spät, wenn man feststellt, daß ein Gegner zu stark ist.
Die Spieler können ja gerne uninformiert sein, aber der SL sollte wissen was er tut.
Leider ist Kevin Siembieda so geschaffen, daß seine Produkte eigentlich nicht probegespielt werden. Wenn Dich das näher interessieren sollte:
http://hofrat.blogspot.com/2006/02/wer-anderen-eine-grube-grbt.html
Gruß
S.
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