Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20

Sind die D&D Regeln zu eng gestrickt?

<< < (11/18) > >>

JS:

--- Zitat von: Thalamus Grondak am  8.03.2006 | 12:38 ---Was sagen die D&D Regeln zu folgender Aktion?
Ich springe auf den Tisch und Schwinge mich am Nassfeuchten Kronleuchter dem Feind entgegen, wobei ich versuche ihm sein Schwert + 28 aus der Hand zu treten?
Ihr habt 10 Sek. Zeit, dafür alle Modifikationen zu nennen.

--- Ende Zitat ---

- Ich springe auf den Tisch: geschenkt.
- und Schwinge mich am Nassfeuchten Kronleuchter dem Feind entgegen: akrobatik/turnen-probe gg. 15
- wobei ich versuche ihm sein Schwert + 28 aus der Hand zu treten: jemand mit einem +28 schwert läßt sich nicht von einem möchtegern-errol-flynn mit minutenlanger anlaufaktion das schwert aus der hand treten. er läßt dich baumeln und lacht dich aus. und das würde er auch bei jedem anderen spielsystem.

und das ist sogar total regelkonform, denn es folgt der grandiosen regel im dmg, daß man im bedarfsfalle unbedingt und gerne fünfe gerade lassen sein sollte. ein satz, den zu viele zu oft vergessen.

fakt ist: mit d&d läßt sich alles und jedes vernünftig spielen. und selganor hat es bereits treffend gesagt: viele regeln bieten viele möglichkeiten, aber es sind nicht automatisch viele zwänge. es liegt im ermessen der gruppe und des sl, weche regeln verbindlich zur anwendung kommen. aber es ist müßig, das immer wieder zu wiederholen, da es seltsamerweise stets und konsequent ignoriert wird, um ja alle ressentiments gegen d&d aufrechterhalten zu können.
 8)

und zu 7te see: oh, prima. haben wir jahrlang gezockt, bis es endlich von swashbuckling adventures d20 abgelöst werden konnte. nie mehr superstreß beim management zahlreicher nsc im kampf, nie mehr ständige kopfrechenmeisterschaften bei würfen mit vielen d10, endlich ein vernünftiges magiesystem, dennoch alle swashbuckling actions und stilaktionen problemlos ausspielbar. ja, 7te see d10 war ok, aber das bessere ist bekanntlich der feind des guten. und das sah meine gesamte gruppe auch so.

Teclador:

--- Zitat von: Thalamus Grondak am  8.03.2006 | 12:51 ---Für Spieler, die aus, welchen Gründen auch immer, D&D spielen, aber denen Story und Charakter wichtiger als GAM ist, schränkt der detailreichtum der Regeln die Aktionen eher ein.
--- Ende Zitat ---

Dann würde ich sie komisch angucken und sagen: Tja dann versauert mit dem falschen System.

Mal im Ernst was ist denn das für ne Einstellung?

"Ich spiele zwar gerne Schach, aber ich hätte doch gerne ein großes Zufallselemente. Nein wechseln will ich nicht!" :gaga:

Kardinal Richelingo:

--- Zitat von: JS am  8.03.2006 | 13:31 --- es liegt im ermessen der gruppe und des sl, weche regeln verbindlich zur anwendung kommen. aber es ist müßig, das immer wieder zu wiederholen, da es seltsamerweise stets und konsequent ignoriert wird, um ja alle ressentiments gegen d&d aufrechterhalten zu können.
 8)

--- Ende Zitat ---

eben, warum sollte man Rollenspiele auch mit "common sense" spielen ? was im Buch steht muss eben sklavisch verfolgt werden. Sorry, aber so spiele ich kein Spiel, ob nun regelintensiv oder auch nicht.

Thalamus Grondak:

--- Zitat von: JS am  8.03.2006 | 13:31 ---viele regeln bieten viele möglichkeiten

--- Ende Zitat ---
Das ist schlicht Ansichtssache.
Bei einem Spiel, in dem man ein lebendes, freidenkendes Wesen spielt, benötigt man keinerlei Regeln um etwas möglich zu machen. Regeln sind nur da, um die Fairness zu erhalten, und allen einen gleichen Vorstellungsraum zu bieten.
Der Vorstellungsraum der Spieler fällt aber nciht zusammen, nur weil es 1mal +3 für eine Aktion gab, und das nächste mal +2.

Falcon:
@JS: bleibt aber immer noch mein Einspruch das solche Manöver, Feats hin oder her, erschwert werden und sie deshalb nicht gerne gemacht werden. Vor allen Dingen nicht wenn es drauf ankommt, und genau da sollten solche Aktionen ja eigentlich zum Einsatz kommen

Ausserdem ist ein Kampf eben ein sehr dynamischer Prozeß. Da kommen dem Kämpfer im Normalfall sicher viele Dinge in den Kopf, die VIELLEICHT bei D&D durch eine Unmenge an Manövern abgedeckt sein können, er sie aber unmöglich alle haben kann. 

Gleichzeitig liegt mir auch viel daran die Fairness zu wahren, und würde Storytellerspiele nur sehr ungern spielen, ist irgendwie ein Teufelskreis.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln