Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
D20 Auswirkungen auf Spielerverhalten
Roland:
Threads die wir zu diesem Thema schon hatten sind z.B.
D20 korrumpiert
D&D ein "Powergame fuer zwischendurch"?
Meine Erfahrung ist recht eindeutig. In den Runden, in denen wir mit D&D (oder ähnlichen D20 Regeln) spielten, gabs mit zunehmender Spieldauer immer (und meist eher früher als später) einen eindeutigen Trend zu taktischem Verhalten, Regeltüfteln und Optimieren.
Vielleicht hat JS recht und in vielen Rollenspielern steckt ein wertefixierter Mister Hyde. Aber D&D ist wohl ein Elixier, das ihn zum Vorschein bringt.
Mc666Beth:
danke Roland für den link. ;)
Teclador:
--- Zitat von: Thalamus Grondak am 13.03.2006 | 09:59 ---Was ich nur nicht verstehe ist, warum so viele Spieler nicht kapieren, das man nicht zwangsläufig Min/Maxen muss, nur weil ein System das ermöglicht. Ich fand Rollenspiel immer wegen seiner Grundkonzeption des Miteinander statt Gegeneinander Spielens etwas besonderes. D&D scheint dieses Prinzip inzwischen völlig über Bord geworfen zu haben. Das liegt nicht nur am System allein, sondern auch an der Vermarktung als Min/Max System.
--- Ende Zitat ---
Wenn die Spieler gegeneinander spielen, anstatt miteinander, dann fehlt es ihnen schlicht an Teamgeist.
Jeder der sich gut mit den Regeln auskennt, wei dass seine extram auf Schaden und Kampfstärke gemaxter Krieger 10 mal besser durch nen Kampf kommt wenn er jede Runde einen HCW in den Rücken bekommen und ein Sorcerer den gegenerischen Spellcaster unter Dauerfeuer nimmt.
Wer einfach nur minimaxt und dabei seine Gruppe ignoriert wird von einem eingespielten gegnerischen team einfach nur weggefegt.
@Roland: Ja so könnte man das formulieren, auch wenn ich neutralere Worte wählen würde.
Thalamus Grondak:
--- Zitat von: Teclador am 13.03.2006 | 10:10 ---Wenn die Spieler gegeneinander spielen, anstatt miteinander, dann fehlt es ihnen schlicht an Teamgeist.
--- Ende Zitat ---
Was aber, wenn die Spieler unter anderen Systemen "besser" Spielen?
Ich denke hier ist was Wahres dran:
--- Zitat von: Roland am 13.03.2006 | 10:05 ---in vielen Rollenspielern steckt ein wertefixierter Mister Hyde. Aber D&D ist wohl ein Elixier, das ihn zum Vorschein bringt.
--- Ende Zitat ---
Settembrini:
Zu den drei Hauptpunkten:
ad 1 (Spielleiterwilkür wird abgelehnt): Ich habe nicht beobachtet, daß man den SL angreift, oder ihn offen hinterfragt. Aber tatsächlich ist es so, daß einem sehr weiterhelfen kann, aus den spärlichen Informationen Rückschlüsse über das Monster oder den NPC zu machen. Insbesondere in gedruckten Abenteuern mit ihrem hohen Schwierigkeitsgrad kann es einem die Haut Retten. Somit stört es einen Schiedsrichter SL ja auch nicht, nur ein Leichtfuß-SL der zu Faul (zugegeben ein D&D Modul auf höheren Stufen ist Bastelarbeit, nicht was sich jeder unter Spaß vorstellt) war sich alles genau zu überlegen und aufzuschreiben.
ad 2 (Taktik): Sehr gut beobachtet, ich finde es aber gut. Das ist wohl Geschmackssache. Lange dauern die Kämpfe aber eher selten, bzw. es passiert pro Runde sehr viel. Richtig ist daß man aber ruhig überlegt anstatt schnell und hektisch die Beschreibungen von Spieleraktion und SLReaktion über den Tisch sausen zu lassen, wie z.B. bei HKAT!.
ad 3 (Aufstiegsgeilheit): Habe ich noch nie so erlebt. Und die meisten PrC lohnen sich sowieso nicht. Bei uns steht für den einzelnen der Build auch meistens schon grob fest, bzw. man beschäftigt sich damit in der Zeit zwischen den Runden. Und das finde ich ist eine feine Einrichtung, wer seine Hausaufgaben macht, bekommt mehr Effizienz als Antwort. Und wenn man das noch in den Hintergrund von Charakter und Welt einbettet ist dann jeder Vollauf zufrieden.
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