Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Gesinnung "wiederherstellen?"
Wolf Sturmklinge:
Die Gesinnung ist keine Einbahnstraße Richtung Böse. So wie man böse werden kann, kann man auch wieder gut werden. Laut Regeln ist diesem Wechselspiel keine Grenze gesetzt.
Wenn der Spieler seine gewählte Gesinnung nicht ausspielt, dann ist das so ähnlich wie schlechtes Rollenspiel. Wenn er dann den Vorschlag seine Gesinnung zu ändern nicht annimmt und dennoch so weiter macht, dann würde ich ihm als SL einen EP-Malus verhängen.
Warum?
In D&D ist die Gesinnung eine festverankertes Sache. Wenn jemand Böse Dinge tut, aber sich trotzdem eine neutrale oder gute Gesinnung gibt, dann verhindert er damit unter anderem zum Beispiel die Fähigkeit 'Böses entdecken' des Paladins korrekt einzusetzen.
In dem Fall des Meuchelmords aus dem ersten Posting plädiere ich teilweise für schuldig da es sich definitiv um eine böse Tat handelte.
Selbstverständlich werden die Rechtsbeuger sagen, "Hey, Mittelalter war doch finster und so weiter...", aber die D&D Gesinnungen berufen sich auf unsere heutige Sichtweise und nicht die von 1783 (Wo Sklavenhaltung ja auch nicht böse war).
Der chaotisch neutrale Charakter sollte ohne weiteres mit diesem hinterlistigen Mord davon kommen, so lange er es nicht immer wiederholt.
Der chaotisch gute Charakter verdient einen Denkzettel und aus dem GUT wird ein temporäres NEUTRAL.
Der rechtschaffen neutrale Charakter wird definitiv chaotisch neutral.
Bad Horse:
--- Zitat von: Wolf Sturmklinge am 17.07.2006 | 11:54 ---Selbstverständlich werden die Rechtsbeuger sagen, "Hey, Mittelalter war doch finster und so weiter...", aber die D&D Gesinnungen berufen sich auf unsere heutige Sichtweise und nicht die von 1783 (Wo Sklavenhaltung ja auch nicht böse war).
--- Ende Zitat ---
Ohne jetzt eine größere Diskussion lostreten zu wollen, aber: Wo nimmst du denn das her? In den meisten D&D-Settings ist die Todesstrafe definitiv auch in 'guten' Ländern verbreitet - und meiner moralischen Auffassung ist das nicht 'gut' (schon gar nicht, wenn sie für Verbrechen unter bösartigem Mord verteilt wird). Genausowenig wie Körperstrafen (Auspeitschen, etc.) oder Verstümmlung (Hand ab für Diebe).
Und Leute, die herumlaufen und das Gesetz in die eigenen Hände nehmen - sprich: Banditen einfach erschlagen - werden heutzutage auch eher mit einem Stirnrunzeln betrachtet.
Asdrubael:
Also Wolf, wo du das hernimmst wüsste ich auch gerne. Ich gehe immer davon aus, dass das Setting gut und böse festlegen muss.
Meinen Post von oben muss ich insofern korrigieren, dass die Aktion, wenn schon nicht gut, dann aber durchaus rechtschaffen gewesen sein kann. ich verwechsel den kram immer so schnell :-[
Wawoozle:
Ich finde euer SL sollte auch die eigenheiten des Eberron-Settings, was das Alignment angeht, berücksichtigen:
--- Zitat ---Alignment
In Eberron, alignment is not black and white. It's important to remember that the Player's Handbook describes alignment as "a tool... not a straitjacket" and emphasizes that behavior can vary from day to day. Alignment provides insight into how you see the world. Are you a true hero, a cynic who's just trying to get through the day, or a power-hungry manipulator with pawns instead of friends?
When building your character, alignment is a key decision, not an afterthought; decide why the character is that way. Perhaps he began as an idealistic, lawful good follower of the Church of the Silver Flame but after witnessing or participating in unspeakable horrors in the Last War, he was beaten down into cynical neutrality. Maybe she began as a neutral evil member of a powerful criminal guild in Sharn but the tragic death of a friend caused her to reverse her outlook on life and seek redemption.
Our experiences and environment often shape our outlook on the world. What caused you to be the way you are today? The more thought you put into this, the better prepared you'll be when it's time to decide between toeing the line of alignment or stepping across it.
--- Ende Zitat ---
Dragonshards - So It Begins
Thalamus Grondak:
Also, einfach mal eben, ohne Kampfhandlung Leuten die Kehle aufschneiden IST Böse. Der Gute sollte zumindest Neutral werden, und der Rechtschaffen/Neutrale sollte Chaotisch/Neutral werden.
Und noch so als einwurf: Böse werden geht sehr schnnell, mitunter durch eine einzelne Handlung, wieder Gut werden, ist ein langer steiniger Weg. So handhabt es Literatur und Psychologie, und so handhabe ich es als SL ebenfalls.
Dann noch die Frage, wenn der SL nicht bestimmen darf, ob ein Charakter die Gesinnung wechselt, wer dann? Der Spieler? Dann hätten wir eine Welt in der es soviele Etische Ansichten gibt, wie Spieler, und das ist mit einem Gesinnungssystem nicht vereinbar.
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