Autor Thema: [The Puddle] Untergang eines Kreuzfahrtschiffes  (Gelesen 7021 mal)

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Offline Dom

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Liebe Leute,

gestern haben wir eine Weiterentwicklung zu The Pool gestestet: The Puddle.

Zunächst mal kurz zum Hintergrund: Unsere Idee war es, ein Szenario zu spielen, bei dem ein modernes Kreuzfahrtschiff irgendwie untergeht. Ein paar Leute können sich auf eine einsame Insel retten, auf der dann seltsame Dinge passieren sollen.

Dann wurden Charaktere erstellt. Purzel spielte den ersten Maat, der seinen Bruder bei dem Schiffs-Unglück verloren hat und hinter einer Passagierin her ist. Er fühlt sich für das Unglück (mit)verantwortlich. Eva spielt einen Musiker (Pauker *g*), Italiener. Er war gerade auf dem Captain's Dinner bei der Arbeit, als das Unglück passierte. Er ist ein etwas rauher Kerl, der in einer armen Familie großgeworden ist und gewohnt ist, sich mit Ellenbogen durchzusetzen.

Die Charaktererschaffung ist in etwa wie bei The Pool. Allerdings gibt es die 50-Worte-Beschränkung nicht und man soll 6 Traits aus seiner Geschichte ableiten. Die Traits haben keine Werte sondern geben pauschal einen Würfel, wenn sie eingebracht werden können.

Zur Story: Angefangen haben wir mit einer Rückblende auf das Unglück. Eine Riesenwelle erfasst das Schiff, der erste Maat hat die Warnungen des Radars für eine Störung gehalten. Er rettet seine Angebetete etwas rücksichtslos, die ihrem Verlobten hinterherweint. Der Bordmusiker rettet im Wesentlichen sich und seine Pauke. Nach einer Nacht im Rettungsboot kommen die Überlebenden auf der Insel an, der Verlobte ist auch darunter.
Auf der Insel gab es ein paar nette Szenen:
- Der Musiker drängt den ersten Maat dazu, einen Erkundungstrupp loszuschicken
- Der erste Maat wird beschuldigt, nicht genug für die Rettung des Schiffes getan zu haben
- Der Verlobte wurde von einer Schlange angefallen und absichtlich nicht gerettet
Wir haben dann das Spiel ohne richtigen Abschluss einfach abgebrochen; der Grund war, dass ich mich als Spielleiter nicht wie auf ein klassisches Spiel mit einer Story vorbereitet hatte, ich aber aufgrund der Regeln dazu verdammt war, 90 % zu erzählen. Das wurde dann nach etwa 2,5 Stunden Spiel etwas zu anstrengend.

Aufgrund der fehlenden Spielleiter-Tipps in den Regeln war mir das aber vor dem Spiel auch nicht klar :(

Zum System: Jeder hat einen Pool aus (anfangs) 6 Würfeln. Kann man in einen Konflikt einen Trait einbringen, wird der Pool um einen Würfel aufgestockt. Dann nimmt sich der Spieler beliebig viele Würfel und wirft diese. Bei einer 1-2 wird der Würfel dauerhaft aus dem Pool entfernt, bei einer 5-6 zählt ein Würfel als Erfolg. Ohne Erfolge erzählt der SL seine Version der misslungenen Probe, mit einem Erfolg erzählt der SL seine Version der gelungenen Probe, mit zwei Erfolgen erzählt der Spieler seine Version des Ausgangs der Probe und ab drei Erfolgen gibt es einen zusätzlichen Trait oder ein Trait verändert sich.

In unseren Augen ist die bessere Version von The Puddle ganz klar The Pool ;) Die Gründe sind wie folgt:

1. Die 50-Wort-Begrenzung ist weg. (ok, das ist nicht sehr tragisch, aber die 50 Wörter geben einem einen guten Anhalt, wie viel man schreiben soll)

2. Immerhin kann man davon ausgehen, dass im Mittel 1/3 der Würfel verloren sind. Daher ist es ungünstig, mehr als drei Würfel einzusetzen, denn sonst macht man (wenn man wegen eines Traits einen Würfel bekommt) im Mittel Verluste. Umgekehrt bekommt man als Spieler erst ab 6 Würfeln mit einer Wahrscheinlichkeit von >50% die Chance, selber etwas zu erzählen; selbst bei 8 eingesetzten Würfeln ist die Wahrscheinlichkeit gerade mal 80%. Das hat zur Folge, das sehr oft kein oder ein Erfolg auftritt. In unserem Spiel hatte Eva eine eigene Erzählszene, Purzel hatte zwei, und das, obwohl ich sie sooft wie möglich habe würfeln lassen. Also erzählt fast die ganze Zeit nur der SL.

3. Wenn man mal einen Pool-Crash hatte (z.B. hatte Eva recht schnell nur noch einen Würfel), so kann man quasi gar nix mehr machen. Ist der Pool beispielsweise leer, so hat man für einen Wurf maximal einen Würfel (nämlich den durch den Trait). Damit ist dann die Chance nur noch 1/3, dass der Würfel nach dem Wurf wieder weg ist und 2/3 dass man das Ereignis verliert. Und selbst wenn man gewinnt, erzählt dann der SL den Ausgang. Damit hat man dann quasi keine Chance mehr, in die Geschichte zurückzukommen.

Im Gegensatz dazu hat man beim Pool immer noch ein paar Würfel durch den Trait und ein paar durch den SL bekommen, so dass man auch mit einem leeren Pool eingentlich immer die Chance hat, etwas zur Geschichte beizutragen.

Fazit: The Puddle hängt unserer Meinung nach irgendwo zwischen klassischem Spiel und gemeinsamen Erzählspiel und krigt beides nicht gut hin.

Dom

Offline Dr.Boomslang

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Re: [The Puddle] Untergang eines Kreuzfahrtschiffes
« Antwort #1 am: 14.09.2006 | 13:04 »
Fazit: The Puddle hängt unserer Meinung nach irgendwo zwischen klassischem Spiel und gemeinsamen Erzählspiel und krigt beides nicht gut hin.
Interessant! Das war eigentlich auch immer meine erste Einschätzung von Puddle (ohne es gespielt zu haben), allerdings habe ich Pool immer ähnlich eingeschätzt.
Und nach eurer positiven Erfahrung mit Pool und meiner Einschätzung dass Puddle auf jeden Fall einige Pool Fehler vermeidet, hätte ich eigentlich damit gerechnet dass Puddle auch besser funktioniert.

Ich finde die Sache mit dem Pool-Crash und der zu hohen Verlustwahrscheinlichkeit aber einleuchtend, darauf habe ich wohl nicht beim Lesen geachtet (kann ja keiner ahnen, dass die Fehler die Puddle gegenüber Pool wegnimmt weniger bedeutend sind als die die es hinzufügt :o ).

Wo Puddle aber dafür sorgt dass Spieler selten selbst erzählen, erfüllt das Pool-Management bei Pool seinen Zweck auch nicht wirklich.
Denn bei Pool gibt es keinen Grund nicht immer das Maximum an Würfeln einzusetzen. Man muss schließlich nicht abwägen. Je mehr man einsetzt umso größer ist die Chance zu gewinnen und damit zu erzählen oder den Pool noch zu vergrößern und damit wiederum die Chance auf Gewinn zu erhöhen.
Setzt man hingegen zu vorsichtig, dann erhöht man die Chance alles zu verlieren und schont dafür nichts was ein Wert an sich wäre, der Pool ist schließlich nur dann sinnvoll wenn man ihn einsetzt.

Auf jeden Fall hat mich diese Pool und Puddle Überlegung mal dazu inspierert ein System mit ganz klar umgrenzten Anwendungsbereich zu entwickeln, nämlich ein DAG in dem es im Regelwerk nur um die Strukturierung von Erzählrechten geht. :)

Mann ohne Zähne

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Re: [The Puddle] Untergang eines Kreuzfahrtschiffes
« Antwort #2 am: 14.09.2006 | 13:18 »
Hey Doc,
vielleicht kann Dir dann OctaNe einige Inspirationen geben. Die Regeln verteilen auch nur die Erzählrechte, aber das recht clever.

Offline Dom

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Re: [The Puddle] Untergang eines Kreuzfahrtschiffes
« Antwort #3 am: 14.09.2006 | 13:31 »
Ich finde die Sache mit dem Pool-Crash und der zu hohen Verlustwahrscheinlichkeit aber einleuchtend, darauf habe ich wohl nicht beim Lesen geachtet (kann ja keiner ahnen, dass die Fehler die Puddle gegenüber Pool wegnimmt weniger bedeutend sind als die die es hinzufügt :o ).
Japp, ich auch nicht. Das ist erst so richtig beim Spielen klar geworden... Wenn ich das vorher geahnt hätte, hätte ich wohl mehr vorbereitet. Wobei das dann mit viel Würfelglück der Spieler auch total hätte in die Hose gehen können.

Wo Puddle aber dafür sorgt dass Spieler selten selbst erzählen, erfüllt das Pool-Management bei Pool seinen Zweck auch nicht wirklich.
Denn bei Pool gibt es keinen Grund nicht immer das Maximum an Würfeln einzusetzen. Man muss schließlich nicht abwägen. Je mehr man einsetzt umso größer ist die Chance zu gewinnen und damit zu erzählen oder den Pool noch zu vergrößern und damit wiederum die Chance auf Gewinn zu erhöhen.
Setzt man hingegen zu vorsichtig, dann erhöht man die Chance alles zu verlieren und schont dafür nichts was ein Wert an sich wäre, der Pool ist schließlich nur dann sinnvoll wenn man ihn einsetzt.
Ja, auch richtig. Aber das stört bei The Pool eigentlich nicht: Wenn die Spieler immer alle Würfel einsetzen, dürfen sie eben oft erzählen. Dann kommt es irgendwann zum Pool-Crash, und auch das wirft niemanden völlig aus der Bahn, da es immer ein paar Würfel für Trait+SL-Bonuswürfel gibt (so hat man auch ohne Pool meist 3 oder 4 Würfel). Wenn dann der Konfliktausgang nicht so wichtig ist, dann kann man eben wieder Würfel sammeln. Insbesondere, wenn man dann nicht nur einen Würfel, sondern 2 oder 3 bekommt, hat man auch bald wieder einen Pool zusammen, so dass man wieder ordentlich Würfel setzen kann.

Vor allem kann man bei The Pool nach einem gewonnenen Konflikt immer abwägen: Ist mir das Erzählen der Konfliktauflösung oder meine zukünftige Erzählchance wichtiger? Bei The Puddle kann man da nicht abwägen, sondern ist rein auf den Zufall angewiesen (und meist dürfen die Spieler nicht erzählen).

Anti-Pool könnte vielleicht besser als Pool sein. Hat das schonmal jemand ausprobiert?

Auf jeden Fall hat mich diese Pool und Puddle Überlegung mal dazu inspierert ein System mit ganz klar umgrenzten Anwendungsbereich zu entwickeln, nämlich ein DAG in dem es im Regelwerk nur um die Strukturierung von Erzählrechten geht. :)
Ja, mach mal... ich bin gespannt. Ein weiteres Spiel, was auch in diese Richtung geht, ist Universalis. Das erschien mir beim Lesen aber recht schwerfällig.

Dom

Offline Purzel

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Re: [The Puddle] Untergang eines Kreuzfahrtschiffes
« Antwort #4 am: 14.09.2006 | 13:32 »
Ich hatte mir gestern auch noch ein paar Notizen gemacht:

  • Puddle ist für den SL sau-anstrengend gewesen: wenn man nichts vorbereitet, dann muss er sich viel aus den Fingern saugen
  • bereitet der SL hingegen zu viel vor, dann kann eine Erzählphase eines Spielers seinen Plot zunichte machen. Folge: Finger saugen
  • die Regeln geben keinen Anhalt für den SL, und daher bleibt das Spiel für den SL furchtbar unkalkulierbar
  • "The Pool" vom letzten Mal ist besser gewesen als "The Puddle": mit einem kleinen Patch (z.B. 2 Würfel Belohnung, wenn man den SL erzählen lässt, statt nur einem einzigen) ist Pool deutlich stabiler ggü. Pool-Crashing
  • Ich wollte erzählen, durfte aber nicht. Bei Pool war ich deutlich häufiger dran.
  • Pool-Crash mechanisch seltener zu machen ist nicht die Lösung des Problems. Ein Pool-Crash ist und bleibt völlig unabhängig vom Können und Handeln eines Spielers, es ist reiner Zufall. Besser ist wirklich der Ansatz, dass man sich von so einem Crash schneller erholt.
  • Den Pool-Crash bei Pool fand ich nicht so schlimm, selbst dort kann man als Spieler noch vernünftig handeln und das Spiel macht weiterhin Spass. Bei Puddle ist man nach einem Crash dem SL ausgeliefert. Kein Spass.

Offline Dr.Boomslang

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Re: [The Puddle] Untergang eines Kreuzfahrtschiffes
« Antwort #5 am: 14.09.2006 | 14:01 »
Wenn die Spieler immer alle Würfel einsetzen, dürfen sie eben oft erzählen. Dann kommt es irgendwann zum Pool-Crash...
Wenn dann der Konfliktausgang nicht so wichtig ist, dann kann man eben wieder Würfel sammeln.
Ja, ich beginne jetzt auch zu verstehen dass es nur um eine regelmäßige, zufällige Einschränkung der Erzählmacht geht.
Die Wahl der Poolwürfel die man einsetzen will ist dabei aber etwas irreführend, weil die Spieler das irgendwie als Abwägunsaufgabe sehen, was es aber tatsächlich nicht sein sollte. Wer für etwas das er erzählen will nicht das Maximum nimmt ist selber Schuld, weil das wenig Sinn ergibt, denn auch die Chance den Pool zu verlieren ist dadurch ja erhöht.
Die eigentliche Abwägungsaufgabe liegt, wie du schon ganz richtig sagst, eigentlich darin ob man nach einem Crash den Pool schnell wieder auffüllt oder stattdessen direkt erzählt, erst da wird es eigentlich "erzähltaktisch" interessant.

bereitet der SL hingegen zu viel vor, dann kann eine Erzählphase eines Spielers seinen Plot zunichte machen. Folge: Finger saugen
Ich denke das ist ein generelles Problem dieser Art von DAG. Da das Erzählen eben verteilt ist, kann logischerweise keiner einen Plot tatsächlich vorbereiten.
Will man tatsächlich konsistenten Plot, müssen weitere Strukturierungen des Erzählens vorgenommen werden, wie z.B. das gemeinsame Absprechen des Plots wärend des Spiels. Das ist aber nicht die schönste Methode, da es so natürlich weniger Überraschungen gibt.

Offline Purzel

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Re: [The Puddle] Untergang eines Kreuzfahrtschiffes
« Antwort #6 am: 14.09.2006 | 14:12 »
Beim letzten Mal bei Pool hat Dom am Anfang gesagt: "Heute geht es darum diesen komischen Turm zu erforschen." Das hat in dieser Runde ausgereicht um den Plotverlauf und unsere Bemühungen in eine Richtung zu lenken und hat nichts vorweg verraten.

Diese Idee stammte aber von Dom, und nicht aus den Regeln :)

Offline Dr.Boomslang

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Re: [The Puddle] Untergang eines Kreuzfahrtschiffes
« Antwort #7 am: 14.09.2006 | 14:22 »
Du weißt schon was ich meine. Es geht um einen "richtigen" Plot, das heißt also dass der tatssächliche Verlauf der Ereignisse irgend einen geplanten Zusammenhang hat.
"Einen Turm erforschen" sehe ich nicht grade als "viel Vorbereitung" an.
Solche Sachen sollten natürlich vorhanden sein, das ist aber eben nicht der Plot den ich meine, wenn ich sage diese Spiele funktionieren nicht so einfach mit Plot.

Offline Purzel

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Re: [The Puddle] Untergang eines Kreuzfahrtschiffes
« Antwort #8 am: 14.09.2006 | 14:29 »
Okay, true.

Offline Lord Verminaard

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Re: [The Puddle] Untergang eines Kreuzfahrtschiffes
« Antwort #9 am: 14.09.2006 | 14:35 »
Vorbereitung: Na ja, eine gute Backstory hilft schon, selbst wenn eine Erzählung da was durcheinander würfelt.

50 Wörter: Ich finde die 50 Wörter das Beste an The Pool. Die zwingen dich, darüber nachzudenken, was deinen Charakter wirklich ausmacht. Außerdem sind sie eine klasse Übung im Umgang mit Sprache.
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Offline Dr.Boomslang

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Re: [The Puddle] Untergang eines Kreuzfahrtschiffes
« Antwort #10 am: 14.09.2006 | 14:45 »
Vorbereitung: Na ja, eine gute Backstory hilft schon, selbst wenn eine Erzählung da was durcheinander würfelt.
Das ist dann aber weniger ein Plot als vielmehr Szenen die irgendwelche Gemeinsamkeiten haben (z.B. handelnde Personen, Schauplätze usw.), wenn es einem also gelingt die überlegten Elemente so unabhängig wie möglich voneinander zu halten.
Denn selbst wenn man sich auf ein Genre einigt, kann man sich nie über irgendein Element der Geschichte sicher sein, auf das man vielleicht in seinem Plot gebaut hat oder bauen möchte.
Selbst wenn man keine konkrete Handlung sondern nur eine Art Setup also eine Improviationshilfe vorbereiten möchte, ist dies durch die getrennte Erzählung nicht möglich, weil man keinen sicheren Einfluss auf bestimmte Elemente hat. Interessanterweise sind in den Spielregeln grade immer die Spielercharaktere doch auf diese Weise geschützt (aber nichts anderes).

Offline Dom

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Re: [The Puddle] Untergang eines Kreuzfahrtschiffes
« Antwort #11 am: 14.09.2006 | 14:46 »
Vorbereitung: Na ja, eine gute Backstory hilft schon, selbst wenn eine Erzählung da was durcheinander würfelt.
Klar. Ich hatte aber eigentlich gedacht, dass The Puddle ähnliches leistet wie The Pool... aber Pfützen haben eben ein kleineres Fassungsvermögen als Becken ;)
Wie schon geschrieben: Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich besser vorbereitet gewesen.

Zitat
50 Wörter: Ich finde die 50 Wörter das Beste an The Pool. Die zwingen dich, darüber nachzudenken, was deinen Charakter wirklich ausmacht. Außerdem sind sie eine klasse Übung im Umgang mit Sprache.
Ich mag die 50 Wörter auch gerne, da es die Labereien einschränkt. Das hat aber gestern nicht gestört... ich glaube, die Beschreibungen waren tendenziell etwas länger als 50 Wörter aber auf jeden Fall unter 100. Aber ich kenne Leute, die ohne eine Beschränkung Romane verfassen.

Dom

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Re: [The Puddle] Untergang eines Kreuzfahrtschiffes
« Antwort #12 am: 14.09.2006 | 15:53 »
Wie, ihr habt die 50 Worte nicht eingehalten? :o Wenn Fredi das mitkriegt!! ;D
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Re: [The Puddle] Untergang eines Kreuzfahrtschiffes
« Antwort #13 am: 14.09.2006 | 16:25 »
Bei The Pool schon. Bei Puddle nicht!

Dom

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Re: [The Puddle] Untergang eines Kreuzfahrtschiffes
« Antwort #14 am: 15.09.2006 | 11:12 »
Wie schon geschrieben: Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich besser vorbereitet gewesen.

Hättst mal Leute gefragt, die sich damit auskennen. ;)