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Children of Men

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Visionär:
Mir haben die Bilder des Films sehr gefallen. Eine post - moderne Welt in der jegliche Hoffnung verloren wurde und alle moralische Schranken der Menschen gefallen sind. Dazu noch diese grimmige urbane Landschaft... Story.. naja, muss nicht immer grandios sein, damit ein Film unterhält.

Opthalamia:

--- Zitat von: Enkidi Li Halan am  9.11.2006 | 23:35 ---Wow.


Es ist lange her, dass mich ein Film so stark emotional berührt hat.
Children of Men erzählt in düsteren, aber sehr vertrauten Bildern von einer Welt, die ihrer Zukunft beraubt wurde, von einer Menschheit, die alle Hoffnung verloren und Jahrtausende von Zivilisation und Entwicklung innerhalb kürzester Zeit aufgegeben hat. Der Film spielt in der nahen Zukunft und seit fast zwei Jahrzehnten wurde kein einziges Kind mehr geboren. Die Menschheit ist unfruchtbar geworden und strebt ihrem Aussterben entgegen, in einer Welt, die immer mehr in Chaos, Gewalt und Anarchie versinkt.
Es gibt einen einzigen, letzten Hoffnungsschimmer, und im diesen dreht sich die Geschichte des Films.

Kein Popcorn-Kino, ganz bestimmt nicht.
Aber ein Film, den man gesehen haben sollte. Sehr still, realisitsch, düster, bewegend. Gesellschaftskritik ohne Zeigefinger. Wirklich top.  :d
[
--- Ende Zitat ---

Gute "Kritik". Ob ein Film gut oder schlecht ist, hängt ja von der eigenen Erwartungshaltung ab, Deine kann ich gut herauszulesen.

Timberwere:
Ich bin mal so frech und kopiere, was ich in einem anderen Forum im November zu dem Film schrieb:

Wir waren gestern nacht auch endlich drin (die englische OV läuft leider nur noch gestern und heute, und da nur um 22:45), und ich muss sagen, ich bin schwerst begeistert.

Ich hatte ja schon viel Gutes darüber gelesen, auch schon Vor- und Frühberichte, die vor ca. einem halben Jahr in der "Dreamwatch" erschienen, und hatte entsprechend hohe Erwartungen an den Film.

Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Stark, der Streifen, sehr stark.
Es ist richtig gute, hintergründige Science Fiction: die Zukunft von 2027, in der die Menschheit keine Hoffnung mehr hat, weil es keine nächste Generation mehr geben wird, und in der entsprechend alles verlottert und heruntergekommen und vor allem gewalttätig ist, weil die Menschen nichts mehr haben, für das ees sich zu leben lohnt (Graffiti an einer Plakatwand: "Der Letzte macht das Licht aus"), ist in vielen kleinen und großen Details sehr realistisch dargestellt. Ja, wenn G'tt behüte wirklich so etwas geschähe, dann könnte das Leben tatsächlich so aussehen. Das Szenario nimmt man dem Regisseur jederzeit sofort ab.

Auch die Hauptdarsteller sind absolut glaubwürdig gezeichnet: Theo, der früher selbst ein Aktivist war und die Welt retten wollte, dann resigniert hat und zum teilnahmslosen Bürokraten wurde, ehe die Ereignisse ihn wieder "wachrütteln"; Julian, seine Ex-Frau, die jetzt Anführerin der Terroristenzelle ist; Kee, die junge Flüchtlingsfrau und erste Schwangere seit 18 Jahren, die selbst erst gar nicht glauben konnte, was ihr da geschehen ist; Michael Caine als alternder, hippiehafter Politcartoonist - keiner der Charaktere ist ein Klischee, sondern hat echte Tiefe.

Der Film ist nicht überbordend action-geladen, aber trotzdem sehr, sehr spannend; nur wird die Action halt, hmmm, fast "dokumentarisch" rübergebracht (was das Ganze nur um so eindringlicher macht).
Und der Streifen hat eine der orignellsten Autoverfolgungsjagden, die ich je gesehen habe - in Autos mit abgestelltem Motor!

Ja, Children of Men ist düster. Und traurig. Aber auch hoffnungsvoll. Und auch immer wieder mal in all der Düsternis voller leisem Humor. Und schlicht und ergreifend brilliant.

Preacher:

--- Zitat von: Micha am 10.11.2006 | 11:30 ---Also still fand ich ihn gar nicht. Mich hat er enorm gestresst. War danach echt fertig.
--- Ende Zitat ---
Dito. Die Gefechtsszenen find ich sehr hart - zusammen mit der Kamaraführung, die immer bei Theo bleibt und lange Zeit ohne Schnitte auskommt (und sogar die Blutspritzer auf dem Objektiv beibehält) erweckt der Film in dieser Phase beinahe den Eindruck einer Kriegsdoku - und geht damit ziemlich an die Nieren.

Eigentlich kann ich Timberweres Beitrag komplett unterschreiben ;)

Ach ja: Die Musikauswahl fand ich sehr gelungen, ebenso wie die Anspielung auf Pink Floyds "Animals"-Cover.

Und eigentlich hab ich die ganze Zeit auf einen Kometen oder wenigstens nen Ochsen und nen Esel gewartet ;)

Sparky:

--- Zitat von: Hendrik am  2.04.2007 | 11:51 ---Und eigentlich hab ich die ganze Zeit auf einen Kometen oder wenigstens nen Ochsen und nen Esel gewartet ;)

--- Ende Zitat ---
Wieso das?  ???

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