Pen & Paper - Spielsysteme > Weitere Pen & Paper Systeme

[Erzählt mir von] Mortal Coil

<< < (2/4) > >>

Enkidi Li Halan (N.A.):
Vielen Dank schon mal, euch beiden!  :d

--- Zitat von: Michael K. am 12.11.2006 | 22:34 ---Ich kenn und hab es. Leider kam ich noch nicht zum spielen, Mortal Coil ist ein spiel über das Übernatürliche und die Magie. Ein Setting an sich gibt es nicht denn das wird Anfangs quasi gemeinsam Entworfen und mithilfe der Spieler während des Spiels ausgebaut.

--- Ende Zitat ---
Gibt es überhaupt kein Setting? Auch keine "Empfehlung" des Autors?
Die Illus die ich bisher so gesehen habe, weckten in mir eine Victorian-Age-meets-Gothikka-Assoziation. Ist das gewollt, oder ist das Setting wirklich total frei und nur von den Spielern zu bestimmen (also wie z.B. bei PtA)?

Michael K.:
Ich würde bei Kampanjen dann auch sagen das man sich auf große Plottechnische Passionen beschränken sollte.

Also wie in meinem Beispiel mit dem Black Lotus wenn der Sohn seinen Vater gestürzt hat und der Rest der Spieler auch zumindest mit so einem Ereignis zufrieden sind.

Dafür legt man am Anfang eigentlich auch einen Bösewicht fest, oder besser gesagt man sollte einen fest legen. Ist also auch so ne Gruppenfrage die dann zweifelohne im Raum stehen sollte und auch klärung bedarf.


--- Zitat von: Enkidi Li Halan am 12.11.2006 | 23:03 ---Vielen Dank schon mal, euch beiden!  :dGibt es überhaupt kein Setting? Auch keine "Empfehlung" des Autors?
Die Illus die ich bisher so gesehen habe, weckten in mir eine Victorian-Age-meets-Gothikka-Assoziation. Ist das gewollt, oder ist das Setting wirklich total frei und nur von den Spielern zu bestimmen (also wie z.B. bei PtA)?

--- Ende Zitat ---

Nein, es gibt kein festes Setting, im Prinzip kann man mit allen Hintergründen spielen wo man Magie hineininterpretieren kann.

Die Illustrationen passen recht gut zu dem was MC versucht Storytechnisch zu ermöglichen (wie Odin auf dem Cover) aber im Prinzip passt die Verknüpfung zu PTA in der Hinsicht sehr gut.

Am Anfang kreiren alle zusammen das sogenannte Theme Document wo dann die Grundsteine wie Thema und Atmosphäre gelegt werden. Hier kann man auch schon einige Magische Fakten Festlegen die dann auch die Charaktererschaffung beeinflussen können. Wenn ich zum Beispiel festlege das es Vampire gibt kann könnte man auch einen spielen... wobei dann während des spiels die definition des Vampirdasein doch drastischen änderungen unterworfen sein kann, so wie ich das verstanden habe.

Enkidi Li Halan (N.A.):
Ah okay, klingt schon mal spannend.  :d

Wie läuft eine Spielrunde/ein Spielabend ungefähr ab? Hat man eher einen "klassischen" Ansatz (der SL erzählt und konfrontiert die Spieler mit einer von ihm erdachten Story, NSCs, Situationen, Hindernissen, die sich langsam aufbauen) oder konzentriert sich das Geschehen in ausgewählten, stark fokussierten Szenen, die in einen Konflikt münden (in dem Charaktere zu einer wichtigen Entscheidung gezwungen werden)?

oliof:
Die Illustrationen beziehen sich auf das Setting aus den Beispielen, in dem sich die Götter, die nicht mehr angebetet werden, in der Welt der Menschen rumtreiben. Auch in der Demo-Runde immer wieder gern gesehen.

Das Genre nennt sich 'urban fantasy', eignet sich also primär für eine heutige Welt, in der es aber auch Magie gibt. Es gibt Leute, die Mortal Coil den Aufkleber 'Mage done Right' verpassen würden. Man kann, wenn man will, aber sicherlich auch eine Spielwelt mit dem üblichen Fantasy-Gedöns bauen.

Das Resolutionssystem finde ich sehr interessant, weil es Spannung ohne Zufall erzeugt.

Ich halte Mortal Coil (ohne es länger als in der Demo gespielt zu haben) für ebenso kampagnentauglich wie Shadow of Yesterday.

Der Spielverlauf organisiert sich tatsächlich etwa wie bei PtA an Szenen, die in Konflikten münden. Konflikte zwischen SC sind durchaus drin und auch spannen. Anders als bei PtA liegt die Szenengestaltungsgewalt jedoch stets bei der SL.

Michael K.:
Wie bei allen Geschichten stehen auch bei MC beim erzählen die Konflikte im Mittelpunkt, so steht es im Buch geschrieben.

Allerdings ist da nichts wirklich so streng festgelegt von wegen Szeneablauf oder so, man könnte sicherlich auch einfach nur so seine Rollennspielszene durchspielen aber wenn es eine spieltechnische Entscheidung geben muss kommt die Conflict Reso mit Stake Setting usw an die Reihe... also vom Prinzip her wie die meisten RPG's.

Wenn man möchte und einem die Art wie PTA das macht gefällt könnte ich mir vorstellen das man es auch ähnlich spielen könnte, also mit stark focusierten szenen wo es den Leuten wirklich nur darum geht nen Punkt in der Story weiterzubringen. Texttechnisch gibt es da aber wenn ich mich nicht irren sollte keine regeltechnischen Einschränkungen.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln