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L5R

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D. M_Athair:

--- Zitat von: Grinder am 14.06.2013 | 08:38 ---Wie weit lassen sich Bücher aus vorherigen Editionen nutzen? Einige klingen ja ganz cool, z.B. die ganzen Secrets of...-Dinger.
--- Ende Zitat ---
Lassen sich ohne größeren Aufwand nutzen. Spielwerte muss man evtl. anpassen, aber auch das ist nicht die Welt.


--- Zitat von: Grinder am 14.06.2013 | 08:38 --- Und was ist für die 4th Edition noch geplant, gibt es da irgendwo eine zuverlässige Quelle?

--- Ende Zitat ---
Ich habe keine Aussagen dazu gefunden. Alderac scheint die Sachen ohne große vorherige Ankündigung zu produzieren.



--- Zitat von: Thandbar am 14.06.2013 | 09:04 ---Was den Fluff angeht, so finde ich die "Way of ..."-Reihe immer noch am besten.
--- Ende Zitat ---
Die "Way of the [Clan]"-Bücher halte ich für die am meisten überschätzten L5R-Sachen. Wenn man nicht im Setting der 1st Edition spielen will (Scorpion Coup/Clan War) find ich sie nicht so nützlich. Was den Fluff angeht bieten sie aber ein paar Basics, die man so schön ausgearbeitet kaum wo findet. Andererseits ... sind sie wie die oWoD-Clan-Spalts auch etwas überzeichnet. Für den Einsatz Spieltisch find ich die "Secrets of the [Clan]" fast nützlicher.

Thandbar:
Ich halte es für nicht ausgeschlossen, dass die Nostalgie sich in bunten Schleiern vor meine Augen gelegt hat. :D
Aber ich stehe dazu und halte die Secrets im Vergleich für defizitär. Im Zweifel darf man sich aber auch beides anschaffen.

El God:
Was ist denn der konzeptionelle Unterschied zwischen Ways und Secrets? Oder sind das unterschiedliche Auflagen?

Anubis:

--- Zitat von: Grinder am 14.06.2013 | 09:18 ---Hier darfst du ruhig eine Begründung deiner Meinug geben.  ;)

--- Ende Zitat ---
Zwar bin ich nicht angesprochen, aber ich würde gern was dazu sagen.  :)
Insgesamt war ich auch sehr enttäuscht von der 4ten Edition weil:
1) Sie zwar ein paar gute Ideen und Neuerungen in die Regeln eingebracht haben, gleichzeitig aber auch vieles (nach meinem Dafürhalten) verschlimmbessert haben. Beispiel: In einem Roll&Keep-System mit Skills und Attributen, die man dann behalten darf im Würfeln geht die Tendenz immer leicht in Richtung "Attribute verbessern" wenn es um XP-Verwendung geht. In der 3rd Edition hat man versucht das abzufedern, indem man zahlreiche incentives gab, die hohe Skillränge belohnen: Bonus-Insight ab bestimmten Skillrängen, freie Steigerungen ab bestimmten Skillrängen, die Anzahl möglicher Raises hängt entweder am Void- ODER am Skill-Rang (je nach dem was höher ist) etc. Das führte dazu, dass es sich auch mal lohnte etwas skilllastiger zu bauen. In der vierten gibt es das kaum mehr - der one best way zu einem starken Charakter sind jetzt meistens starke Attribute. Und das finde ich doof, weil es die Varianz der Charaktere verringert.
Anderes Beispiel: Was Dein Charakter alles Cooles tun kann hängt u.a. davon ab, wie viele Raises er ansagen kann. Die sind in der vierten abhängig von Void (und NUR davon). Das schränkt mich zu sehr ein. Früher konnte ich sagen: "Hey, GM, ich bin ein Meister des Shamisen-Spiels. Ich würde mit meiner performance gern dies, das und jenes tun. Reichen Dir X Steigerungen?" Das ist jetzt nicht mehr möglich, wenn ich nicht andauernd das sehr teure Attribut "Void" steigere. Ich bin also in meinen Möglichkeiten, mich durch interessante oder kreative Ideen (die ja quasi mit Raises bezahlt werden) eingeschränkt. So ist es auch möglich, dass ein Meister-Musiker (Skill 10) von einem Anfänger (Skill 1) in die Tasche gesteckt wird, wenn sie die gleiche Awareness, aber unterschiedliches Void haben, denn die Qualität einer Vorstellung hängt von den angesagten Raises ab.
2) Sie hatten sich ein besseres Balancing auf die Fahnen geschrieben. Totalverlust - einige Schule sind wunderbar synergetisch in ihren Techniken, andere sind lieblos zusammengestoppelt und in ihren Wirkungen kaum der Rede wert. Meine Theorie: das Playtesting wurde immer mit einem Sake-saufen-bis-wer-kotzt-Trinkwettbewerb verbunden. ;)
3) Sie haben teilweise (z.B. in den Imperial Histories) den Fluff umgeschrieben.
Beispiel: Während früher Bayushi Shoju einer der interessantesten und tragischsten Charaktere war, verkommt er im neuen Fluff zur Mittelmäßigkeit.
Anderes Beispiel: Der Aspekt der Geschlechterungleichheit wurde entfernt. Während es früher eine Herausforderung war, eine Frau in der Männerwelt von L5R zu spielen, ist das heute politisch korrekt weggebügelt. Über Horden bauchfreie-Rüstungstop-tragende Trulla-kos macht sich heute keiner mehr nen Kopp.
Noch Anderes Beispiel: Die Darstellung von Bushido wurde mit jeder Edition immer mehr verwestlicht. In der vierten findet das bisher seinen Höhepunkt. Irgendwelche Feinheiten oder systeminherenten Widersprüche wurden entfernt.

Das mal so ganz grob als Grund meiner Unzufriedenheit mit der vierten Edition.
Wie gesagt: alles hundertprozentog subjektiv (und fairnisshalber muss gesagt: es gibt auch positive Aspekte an der 4th edition)
*seufzt, nachdem er das endlich mal loswerden konnte*

EDIT: Rechtschreibung

Thandbar:
Das deckt sich sehr mit meinen Vorbehalten, Anubis.
Eine umfassende Kritik möchte ich später noch schreiben.

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