Medien & Phantastik > Sehen
[Film] Der goldene Kompass
Chiungalla:
Würde ich auch, wäre ich der Autor, und die würden mir eine mehrstellige Summe für die Verfilmung meiner Werke bezahlen... >;D
Crimson King:
Mit den Verfälschungen der Handlung habe ich wenig Probleme, solange der Grundtenor erhalten bleibt. Der erste Conan-Film z.B. ist ein absoluter Klassefilm, obwohl er aus mehreren Conan-Geschichten zusammengeklaubt ist.
Mich stören am Goldenen Kompass die gravierenden Mängel in Sachen Erzählstil, die zu einer Abwesenheit von Atmosphäre führen.
Stormbringer
Etelka:
Ich hab den Film ´Der Goldene Kompass´ ganz gerne gesehen und konnte auch so einige Szenen geniessen. Auf jeden Fall war er Längen besser als Narnia und Eragon (wobei bei diesen beiden Filmen nicht sagen könnte, welchen ich wirklich schlechter finde)
Für mich haben alle diese Filme in der letzten Zeit ein Grundproblem, dass ich allerdings schwer in Worte fassen kann. Wahrscheinlich trifft es insofern Strombringer für mich mit dem Wort Atmosphäre am besten. Wobei ich es auch Gewebe zwischen den Szenen und Protagonisten ganz treffend finde, wobei ich nicht weiss, ob ihr damit was anfangen könnt.
Die einzelnen Bilder sind schön, diverse Szenen auch toll, aber gerade Handlungen wirken zum Teil ziemlich unmotiviert. Zum Beispiel der Luftschiffpilot - warum erzählt er ihr das mit dem Panzerbären? Es fehlt mir an Intenisität und an einer liebevoll und gut ausgearbeiteten Zusammenfassung
Klar kann man nicht immer alles 1:1 übersetzen, ich glaube, im Gegenteil sogar, dass man beim Versuch das zu tun, der Vorlage viel weniger gerecht werden würde, als wenn man sich der Mittel und Wege des Filmemachens schlau bedient. Manchmal sagt eben ein Bild mehr als tausend Worte.
Aber es ging mir sogar beim ´Elisabeth - The Golden Age´ so ... Cate Blanchett war der Hammer, die einzelnen Szenen waren gut inszeniert, und doch fehlt mir an dem Film etwas ... ja atmosphärisches. Etwas, dass die einzelnen Ereignisse noch besser in dem Zusammenhang setzt. Um so mehr gilt das für mich für ´Den Goldenen Kompass`.
Naja, meine Meinung
Liebe Grüße
Etelka
Black Angel:
Ich hab den Film auch gesehen und kann sagen, das ich den nicht schlecht fand. Man hat vielleicht die beweggründe mancher Personen nicht so einfach nachvollziehen können, aber alles in allem kann ich meinem Vorredner nur recht geben, er viel besser als z.B. Narnia.
Da ich das Buch nicht gelesen habe, konnte ich mir den Film auch urteilsfrei anschauen.
Transmission King:
Ich kenne die Bücher nicht und muß sagen dass ich so manches im Film wohl auch deswegen äußerst schwer nachvollziehbar fand.
Den Kompass z.B...mir ist durch den Film überhaupt nicht klar geworden, wie der funktionieren soll. Muß natürlich auch nicht sein. Schließlich ist er laut Drehbuch ja auch wahnsinnig schwer zu bedinen. Dann hätte ich aber wenigstens gerne filmsch die Schwierigkeit dargeboten bekommen. Aber die kleine Göre kann das einfach irgendwie.
Der Junge der entführt wird, taucht am Anfang zu kurz auf um später sofort zu schecken, dass die Piraten seine Eltern sind. Es wird auch überhaupt nicht geklärt warum der Sohn von seinen Eltern getrennt ist, warum sie von dem Mädchen wissen, ihr helfen oder sonst irgendwas.
Warum erzählt der Luftschifffahrttyp der Kleinen was von dem Eisbären ?
Was hat es überhaupt mit Eisbären auf sich ?
Die Hexen tauchen völlig unmotiviert auf. Man kapiert nicht warum die sich in irgendeinen Kampf einmischen, was für eine Rolle sie in der Welt spielen u.s.w.
Ich hatte einfach das Gefühl, dass die von einem Schauplatz zum anderen hetzen, geile Bilder zeigen, aber sich Null Gedanken darüber gemacht haben wie man eigentlich außerhalb von Kulisse und Specialeffekts eine Geschichte erzählt.
Alles passiert viel zu schnell.
Die Dämonen waren natürlich super. Aber das war auch schon fast alles was mich irgendwie gefesselt hat.
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