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DnD - Bei der Balance bleibt die Logik auf der Strecke

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Bibsbo:
@alle:
Beschreibt doch, wie ihr das Herstellen von magischen Gegenständen in Eurer Gruppe gelöst habt (auch wie ihr das Kaufen und Verkaufen bei Händlern und Ähnlichem von magischen Gegenständen und auch Zauberutensilien)? Wäre für mich auch sehr interessant, da ich ein eigenes Setting für unsere Gruppe ausarbeiten will. Vielen Dank im Vorraus!  :d

Ludovico:
Also ich denke mal, daß Selganor tatsächlich recht hat. Mein Irrtum bestand darin, daß ich einer falschen Vermutung aufgesessen bin. Irgendwie dachte ich tatsächlich, daß D&D sich in den Grundprinzipien von AD&D entfernt hat, wo man ja noch für's Abschlachten von Monstern XP bekam und Schätze schon fast vom Himmel regneten.

In der Gruppe, in der ich bin, setzen wir mehr auf Story-Abenteuer, also Intrigen und so, aber das wird vom System nicht unterstützt, wenn am Ende nicht ein schönes dickes Monster wartet. Ist bei uns ja leider nicht unbedingt der Fall.

Allerdings werden wir die XP beim Craften auch weiterhin untern Tisch fallenlassen.
Ich finde es wesentlich reizvoller und logischer, wenn jemand in einen Gegenstand einen Zauberspruch reinjagt, den er erst wieder memorieren muß.

Übrigens werde ich bei uns mal vorschlagen beim Craften ein flexibleres System zu nutzen, bei denen Kosten durch Zeit ersetzt werden können und umgekehrt.

Es funktioniert einfach so, daß man die Kosten und den benötigten Zeitraum nach den offiziellen Formeln berechnet. Dann schaut man nach, wie viel man ausgeben möchte, bzw. wie lange man zu arbeiten bereit ist.

Also eine Schriftrolle, die 4000 GM wert ist, benötigt 4 Tage Zeit. Wenn der Schöpfer aber nur 1000 GM hat, kann er auch 16 Tage Zeit investieren (er muß dann halt an Materialien sparen und improvisieren, was dann auch länger dauert). Oder er will die Rolle schnell haben, mietet sich ein Labor, Helfershelfer, gibt exorbitante Summen aus, um schnell an spezielle Ingredienzien ranzukommen, die er für die Tinte braucht und gibt 16000 aus.

Roland:

--- Zitat von: Ludovico am 13.02.2007 | 13:48 ---Also ich denke mal, daß Selganor tatsächlich recht hat. Mein Irrtum bestand darin, daß ich einer falschen Vermutung aufgesessen bin. Irgendwie dachte ich tatsächlich, daß D&D sich in den Grundprinzipien von AD&D entfernt hat, wo man ja noch für's Abschlachten von Monstern XP bekam und Schätze schon fast vom Himmel regneten.

--- Ende Zitat ---

Hast Du die Core Rulebooks gelesen? Es gibts XPs fürs bestehen von Herausforderungen und Tabellen wie mächtig welche Charakterklasse auf ihrem jeweilgen Level sein soll. D&D verschleiert seinen Zweck eigentlich nicht.

Es gibts durchaus Settings, die mit wesentlich weniger Schätzen und magischen Gegenständen auskommen. Da wärest Du mit Deinem Gnomenbastler aber wohl auch an der falschen Stelle.

Cycronos:
um nochmal kurz zur Logik des "nicht besser Werdesn, obwohl man etwas stänsig tut" zurückzukommen.

Sicher wirkt es auf den ersten Blick unlogisch, dass ein Magier, der oft und viel Gegenstände erschafft darin nicht besser wird.
Aber ich kann dir ein Beispiel aus der realen Welt nennen, wo das genauso ist:

Protokolle.
Ich weiß nicht wieviele ich davon im Rahmen meines Studiums geschrieben habe. Ich wurde darin einfach nicht besser.
Jedes neue Fach und sogar jeder wechselnde Assistent innerhalb eines Faches stellten völlig andere Anforderungen, sodass ich jedesmal "von null" wieder "neu lernen" musste, wie man ein Protokoll schreibt.
Teilweise sogar wenn ich einen spezifischen Versuch zweimal gemacht hatte. Irgendwas geht immer schief oder anders als beim ersten mal und man muss das Protokoll wieder anders aufziehen.....
Man wird einfach nicht besser.
Dass durch die ganze Schreiberei massig Zeit draufgeht die zum Erwerben von Erfahrung in anderen Bereichen hätte genutzt werden können ist sicherlich auch klar. War nicht viel mit Sport treiben oder so.....
-> effektiver Erfahrungsverlust

Das könnte man auf magische Gegenstände übertragen:
Zunächst gibt es da viele unterschiedliche Sorten, die alle anders funktionieren (Staffs, Wands, Ringe, blablabla). Das wären in meinem Beispiel die unterschiedlichen Fächer gewesen, in denen ich meine Protokolle schreiben musste.
Dann gibt es innerhalb dieser Kategorien X unterschiedliche Items (Staff of Dings, Staff of bumms, Staff of hastenichgesehen). Das wären bei mir die unterschiedlichen Assistenten.
Und selbst wenn man mehrfach das Gleiche Item erschafft (Staff of Frost bspw.) heisst das noch lange nicht, dass man darin besser wird. Wenn ich mehrfach den gleichen Versuch gemacht hatte, waren die Protokolle trotzdem immer anders, weil die Rahmenbedingunge anders waren, meine persöhnliche Motiviation anders war, oder wiel irgendwas schief ging....
Unterm Strich bleibt also jedesmal so gut wie der gleiche Aufwand der mit einem effektiven Verlust von Erfahrung einhergeht.
(Den man in der Tat besser dadurch widerspiegelt, dass man nicht so schnell aufsteigt, anstatt eine Stufe zu verlieren. Obwohl auch letzteres logisch wäre: Über so manch intensives PRaktikum mit einem Protokoll pro Tag hab ich so einige Dinge "vergessen" die ich schonmal wusste oder konnte, oder mühsam aufgebaute physische kondition verloren, weil ich halt nur zuhause rumsaß und ne Ecke zuviel geraucht hatte...)

Da sich PCs beim craften wohl kaum in Massen-Dimensionen bewegen macht ein "nicht besser werden" durchaus Sinn. Ich hab wie gesagt gut an die 100 Protokolle geschrieben, wenn nicht mehr und bin trotzdem nicht besser geworden. Für meine Kommilitonen gilt das Gleiche.
Ich glaube es gibt kaum einen PC der im Laufe seiner Karriere mehr magische Gegenstände als 100 erschafft.

Die Einzige Situation wo die Regeln "unlogisch" wären, wären "Massenfabrikanten", also irgendwelche NSC-Magier.
Aber mal ehrlich, wozu eine Regel für NSCs schreiben? Das wäre ein sinnloser Klimmzug.

Bibsbo:
@Erisian Eagle: Warum studierst du dann eigentlich???  :d

@alle: Wie schaut es bei eurer Gruppe aus?

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