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DnD - Bei der Balance bleibt die Logik auf der Strecke
Meisterdieb:
--- Zitat von: Erisian Eagle am 13.02.2007 | 14:30 ---Protokolle.
Ich weiß nicht wieviele ich davon im Rahmen meines Studiums geschrieben habe. Ich wurde darin einfach nicht besser.
Jedes neue Fach und sogar jeder wechselnde Assistent innerhalb eines Faches stellten völlig andere Anforderungen, sodass ich jedesmal "von null" wieder "neu lernen" musste, wie man ein Protokoll schreibt.
Teilweise sogar wenn ich einen spezifischen Versuch zweimal gemacht hatte. Irgendwas geht immer schief oder anders als beim ersten mal und man muss das Protokoll wieder anders aufziehen.....
Man wird einfach nicht besser.
Dass durch die ganze Schreiberei massig Zeit draufgeht die zum Erwerben von Erfahrung in anderen Bereichen hätte genutzt werden können ist sicherlich auch klar. War nicht viel mit Sport treiben oder so.....
-> effektiver Erfahrungsverlust
--- Ende Zitat ---
Sorry, aber das hört sich nur noch lächerlich an. Nach deiner Argumentation bzw. Logik bedeutet dein Protokolle schreiben, dass du dümmer wirst.
Aber gerade weil du immer wieder von "Null" anfängst, müsstes du eigentlich an Erfahrungen reicher werden.
Ich weiß echt nicht, wie du studieren kannst, wenn du dabei Erfahrungen einbüßt. Fängst du das Studium mit Abitur an und hörst auf Kindergartenlevel auf, oder wie?
Aber beim Artefaktbasteln macht man ja - zumindest bei den ersten Versuchen- neue Erfahrungen, man experimentiert herum und lernt etwas. Also sollte man vielleicht bei einer "Massenproduktion" keine XP mehr bekommen, aber XP verlieren auch nicht.
Cycronos:
--- Zitat von: Meisterdieb am 13.02.2007 | 14:52 ---Sorry, aber das hört sich n ur noch lächerlich an. Nach deiner Argumentation bzw. Logik bedeutet dein protokole schreiben, dass du dümmer würdest.
--- Ende Zitat ---
Wenn du das so überspitzt formulierst hört es sich natürlich so an.
Im kleinen Detail ist das allerdings wirklich so.
Über intensives Protokolle schreiben, welche eigentlich nur ein notwendiges Übel sind, bin ich in der Tat in vielen Dingen die Uni betreffend schlechter geworden.
Auch mein logisch/kombinatorisches Denken, dass man durch diese Tätigkeit ja mal so gar nicht trainiert, ist zeitweise vor sich "hin gerostet" sodass ich einen gewisse Mehraufwand an Zeit einbringen musste, um mich auf den alten Status zu heben.
--- Zitat von: Meisterdieb am 13.02.2007 | 14:52 ---Aber gerade weil du immer wieder von "Null" anfängst, müsstes du eigentlich an Erfahrungen reicher werden.
--- Ende Zitat ---
Nein, denn was man neu lernt, ist im Falle der Protokolle so gut wie nie verwertbar, da nicht übertragbar. Es ist nutzlose Erfahrung, die man gegen ein nutzbringende Erfahrung, die man, anstatt das Protokoll zub schreiben, hätte machen können, eintauscht.
--- Zitat ---Ich weiß echt nicht, wie du studieren kannst, wenn du dabei Erfahrungen einbüßt. Fängst du das Studium mit Abitur an und hörst auf Kindergartenlevel auf, oder wie?
--- Ende Zitat ---
Nein, natürlich nicht. Es wäre ja nicht so, dass ich ständig nur Protokolle schreibe. Die "fressen" nur einen Teil meiner Erfahrung, so wie auch ein Magier nicht sämtliche seiner XP wegbrennt, sondern nur einen recht vertretbaren Teil.
--- Zitat ---Aber beim Artefaktbasteln macht man ja - zumindest bei den ersten Versuchen- neue Erfahrungen, man experimentiert herum und lernt etwas.
--- Ende Zitat ---
Wenn das aber nicht verwertbar ist, so hat man effektiv Erfahrung verloren.
@Bibsbo:
Weil der Rest abseits der Protkolle ziemlichen Spaß macht.^^
Selganor [n/a]:
--- Zitat von: Ludovico am 13.02.2007 | 13:48 ---In der Gruppe, in der ich bin, setzen wir mehr auf Story-Abenteuer, also Intrigen und so, aber das wird vom System nicht unterstützt, wenn am Ende nicht ein schönes dickes Monster wartet. Ist bei uns ja leider nicht unbedingt der Fall.
--- Ende Zitat ---
Kleiner Tipp: DMG 3.5 Seiten 36-41 (Besonders 40-41) solltest du mal lesen.
--- Zitat ---Allerdings werden wir die XP beim Craften auch weiterhin untern Tisch fallenlassen.
Ich finde es wesentlich reizvoller und logischer, wenn jemand in einen Gegenstand einen Zauberspruch reinjagt, den er erst wieder memorieren muß.
--- Ende Zitat ---
Da der Erschaffer den Spruch "bereit" haben muss (entweder selbst sprechen oder auf Rolle oder von anderer Quelle) hat und er ausser Gegenstand bauen sonst nix machen kann kann man durchaus davon ausgehen dass der Spruch an dem Tag "gezaubert" wurde.
BTW: Noch ein Detail: Sprueche werden nicht memoriert sondern vorbereitet.
Sprich: Fast der ganze Spruch wird morgens (oder wann auch immer) schon groesstenteils gesprochen, es fehlt nur noch der letzte Ausloeser.
Der Spruch ist also nicht "vergessen" sondern einfach nicht in einsatzfaehiger Form vorhanden.
--- Zitat ---Es funktioniert einfach so, daß man die Kosten und den benötigten Zeitraum nach den offiziellen Formeln berechnet. Dann schaut man nach, wie viel man ausgeben möchte, bzw. wie lange man zu arbeiten bereit ist.
Also eine Schriftrolle, die 4000 GM wert ist, benötigt 4 Tage Zeit. Wenn der Schöpfer aber nur 1000 GM hat, kann er auch 16 Tage Zeit investieren (er muß dann halt an Materialien sparen und improvisieren, was dann auch länger dauert). Oder er will die Rolle schnell haben, mietet sich ein Labor, Helfershelfer, gibt exorbitante Summen aus, um schnell an spezielle Ingredienzien ranzukommen, die er für die Tinte braucht und gibt 16000 aus.
--- Ende Zitat ---
Gibt's da auch irgendwelche Grenzen?
Ansonsten koennte jemand ja das 10fache an Zeit aufwenden um Gegenstaende fuer 1/10 (genauer: 1/20 des Marktpreises) herzustellen.
@Bibso: Ich habe in meinen Runden festgestellt dass es kein Problem gibt wenn man sich an die Geld-Vorgaben haelt die im DMG vorgeschlagen werden.
Probleme tauchen nur auf wenn der Spielleiter "knausert" oder Abenteuer direkt im Anschluss an das vorherige Abenteuer beginnt so dass man keine Zeit hat irgendwas bauen zu koennen.
Wawoozle:
--- Zitat von: Bibsbo am 13.02.2007 | 14:51 ---@alle: Wie schaut es bei eurer Gruppe aus?
--- Ende Zitat ---
Wir halten uns im großen und ganzen an die Angaben und Ratschläge des DMG's und siehe da es funktioniert alles überraschend gut.
Schwierig wird es immer nur dann wenn, wie Selganor schon erwähnt hat, der SL auf die Idee kommt irgendwo knausern zu müssen (warum auch immer), oder einen grossteil der Regeln nicht verstanden hat.
--- Zitat ---In der Gruppe, in der ich bin, setzen wir mehr auf Story-Abenteuer, also Intrigen und so, aber das wird vom System nicht unterstützt, wenn am Ende nicht ein schönes dickes Monster wartet. Ist bei uns ja leider nicht unbedingt der Fall.
--- Ende Zitat ---
Du liebe Zeit, hat eigentlich irgendeiner von euch überhaupt mal einen Blick ins DMG geworfen ?
D&D hat so ziemlich das eingängiste System um einem SL darzulegen was den Charakteren zugemutet werden kann und wie sie entsprechend zu entlohnen sind um das Balancing oder die Herausforderungsgrade, bei fortschreitender Charakterentwicklung, nicht zu vermurksen.
Das ist fast schon idiotensicher echt ziemlich einfach, man muss es nur lesen.
Allerdings stellt sich mir sowieso schon länger die Frage wieso ihr denn ausgerechnet D&D spielt ?
Ich meine wenn ihr so unglücklich mit dem System seit dann nehmt doch 7te See, DSA oder GURPS.
Ludovico:
--- Zitat von: Selganor am 13.02.2007 | 15:02 ---Kleiner Tipp: DMG 3.5 Seiten 36-41 (Besonders 40-41) solltest du mal lesen.
--- Ende Zitat ---
Gelesen und mich sehr bestätigt gefühlt. Bei uns kämen ja vor allem Story und somit auch Goal Awards zum Tragen. Aber wie heißt es da so schön: "The mission award should be more than any single encounter (also Monster beseitigen) but not more than all standard awards for encounters for the mission put together."
Auch daß es heißt, daß es groß genug sein soll, um signifikant zu wirken...
Im gesamten Kapitel dreht es sich darum, Monster zu erledigen oder zumindest Fallen zu umgehen. Ok, es gibt auch Awards für das Lösen von Puzzlen und für's Rollenspiel, aber das wird eher stiefmütterlich gehandhabt...Ebenso wie Awards für die Story an sich.
--- Zitat ---Gibt's da auch irgendwelche Grenzen?
Ansonsten koennte jemand ja das 10fache an Zeit aufwenden um Gegenstaende fuer 1/10 (genauer: 1/20 des Marktpreises) herzustellen.
--- Ende Zitat ---
Ich denke nicht, daß es Grenzen geben sollte. Gerade je mächtiger ein Gegenstand wird, desto härter wirken sich der Multiplikator aus. Der Vorteil ist doch auch der, daß gerade mächtige Gegenstände erst später verfügbar werden. Der Charakter hat ja schon mal die Power, einen magischen Gegenstand mit fetten Bonus herzustellen. Aber er hat nicht das Geld. Nun wäre dieser Gegenstand doch etwas sehr krass. Also sagt er sich, daß er seine paar Kröten ausgibt, um das Teil zu bauen. Da mit steigender Macht des Gegenstandes auch der Multiplikator steigt, treibt das die Zeit massiv in die Höhe.
Da will jemand also einen 10000 GM-Gegenstand, der so 10 Tage in der Herstellung dauert. Er will aber nur 500 ausgeben. Also dehnt sich der Zeitraum auf 10*20 Tage aus. Damit ist er über ein halbes Jahr beschäftigt, wobei er selber mächtiger wird, da er ja auf Abenteuer auszieht und nebenbei am Gegenstand arbeitet. Nach einem halben Jahr ist er so mächtig, daß er ihm nicht mehr so viel bringt.
@Wawoozle
Mein Problem ist, daß ich aushilfsweise leiten soll, was mittlerweile ausgeartet ist und ich den 2. SL machen darf. Na ja, ich geh eh bald weg.
Derzeit geben wir einfach einen Batzen XP am Ende des Abenteuers raus und gut.
Aber mit dem, was mir dieser DMG an Regeln zur Verteilung von XP bietet, die gesamten Grundprinzipien von D&D sind mir mittlerweile ziemlich zuwider. Das Spiel ist viel zu kontrollsüchtig und reagiert unflexibel, wenn man einen anderen Spielstil pflegt. So etwas hätte ich von einem Universalsystem nicht erwartet.
Als Spieler ist es eine tolle Sache. Der SL hat ja die ganze Arbeit. Aber als SL... Mit was man sich da abgeben muß. Ich dachte echt, daß XP für Monster mittlerweile nur noch Relikte aus alter grauer Rollenspielvorzeit seien, über die man sich in Spielen wie Munchkin lustig macht.
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