Pen & Paper - Spielsysteme > D&D4E
D&D 4e Smalltalk
Slayn:
--- Zitat von: 1of3 am 28.10.2013 | 06:44 ---Aber das muss ja nicht sein oder? Wenn ich wieder nach Hobbingen komme, dann rennen da immer noch keine Stufe 20 Gegner rum, sondern die gleichen wie vorher. Es sei denn natürlich das Auenland brennt, weil gerade erobert.
--- Ende Zitat ---
Für mich bedingt das nur ein ganz anderes Vorgehen als von anderen Spielen her gewohnt. Eine passable Lösung ist für mich der PoL-Ansatz ins Extremere gezogen, nämlich Quest Hubs, die es zu "befrieden" gilt. Jeweils totaler Stillstand, bis die Helden aufkreuzen und den Status Quo zu Gunsten der Zivilisation kippen. D.h. so knapp 3 Level an einem Ort verbringen, dann weiter. Hin und wieder noch etwas Backtracking wegen Fluff (Ach, der Oberste Kultist wohnt am Rande des Dorfs, bei dem wir vor 6 Stufen waren? Na dann mal zurück).
Dafür würde ich aber keine Spielwelt benötigen, sondern im Grunde genommen ein massives Abenteuer oder einen Adventure Path.
Bevor Arld jetzt motzt, das gleiche trifft auf 3E und PF genau so zu. Es gibt halt wenige Spiele, bei denen die mechanischen Veränderungen am Charakter durch den Machtzuwachs so drastisch sind.
Hier ist, zumindest in meinen Augen, die statische Spielwelt der eigentliche Fremdkörper und somit Störfaktor für den angestrebten Spielstil, denn die statische Welt erinnert einen (im Sinne von: Mich) immer wieder daran, das man nur spielt. Eine Landkarte suggeriert mir immer eine gewisse "Realität" oder besser, eine "Plausibilität".
Arldwulf:
--- Zitat von: 6 am 28.10.2013 | 08:38 ---Btw. die Gesellschaftsspiele kommen übrigens immer näher an die Rollenspiele. Die Abenteurergruppe, die auf Abenteuer auszieht ist ja mittlerweile Standard dort. Dieses Jahr geht aber der Trend zur Übernahme von Vorteilen und auch die Geschichte innerhalb des Spiels über mehrere Spielpartien hinweg. Beim Pathfinder Abenteuer Kartenspiel spielst Du einen Charakter über einen kompletten Abenteuerpfad, bei dem immer mehr Fähigkeiten angesammelt werden (Ein Abenteuerpfad = mindestens 30 Spielpartien). In Maus & Mystics hast Du eine komplette Handlung, die sich über die kompletten Szenarios hinwegzieht bei dem Aktionen in Anfangsszenarios spätere Szenarios anpassen. Auch da kannst Du Gegenstände von Partie zu Partie übernehmen.
So weit weg von D&D4 ist das alles nicht mehr.
--- Ende Zitat ---
Ich sehe dort schon noch sehr große Unterschiede, insbesondere in Hinsicht auf die Unterstützung von improvisierten oder selbst eingebrachten Aktionen und die freie Gestaltung der Geschichte. Aber das ist ja dann ohnehin auch kein Thema das D&D 4E konkret betrifft, es gibt schließlich genug Systeme die einen anderen Ansatz als 4E fahren bei diesem Thema und viel strikter und konsequenter bei der Regelgenauigkeit sind.
Letztlich ist die 4E mit ihrem penetrantem "It's your game!" und "Say yes!" und "Frag deine Spieler" ein schlechtes Beispiel. Zumindest für Brettspiele die ich kenne - natürlich könnte man auch das noch übernehmen, und dann noch das Brett weglassen und die Figuren...und dann noch sagen dass die Spieler und ihr Spielleiter das Szenario und seinen Ablauf selbst festlegen.
Tatsächlich würde dann aber vom Brettspiel nicht mehr viel übrig bleiben.
6:
--- Zitat von: Arldwulf am 28.10.2013 | 09:07 ---Ich sehe dort schon noch sehr große Unterschiede, insbesondere in Hinsicht auf die Unterstützung von improvisierten oder selbst eingebrachten Aktionen und die freie Gestaltung der Geschichte. Aber das ist ja dann ohnehin auch kein Thema das D&D 4E konkret betrifft, es gibt schließlich genug Systeme die einen anderen Ansatz als 4E fahren bei diesem Thema und viel strikter und konsequenter bei der Regelgenauigkeit sind.
--- Ende Zitat ---
Lass das mal weg. Wir reden hier von Gesellschaftsspielen und nicht von Rollenspielen. Nimm einfach ein Standardkampfencounter. Da wird alles über die Battlemap und deren Markierungen visualisiert.
--- Zitat ---Tatsächlich würde dann aber vom Brettspiel nicht mehr viel übrig bleiben.
--- Ende Zitat ---
Nee. Da täuscht Du Dich. Du kannst D&D4 als relativ gutes Gesellschaftspiel spielen. Probiers einfach mal aus. Bereite ein Standardencounter vor und lass Seite42 weg. Die Spieler dürfen nur die im Regelwerk beschriebenen Aktionen machen. Du wirst Dich wundern wie toll das geht. :)
Und da schliesst sich dann wieder der Kreis zu den von mir genannten Gesellschaftspielen.
EDIT: Wieso sollte ich für ein Gesellschaftsspiel das Brett und die Figuren weglassen??
Slayn:
--- Zitat von: 6 am 28.10.2013 | 09:22 ---EDIT: Wieso sollte ich für ein Gesellschaftsspiel das Brett und die Figuren weglassen??
--- Ende Zitat ---
Warum sollte man bei einer Descent, Wege zum Ruhm Kampagne nicht in der Stadt Rollenspiel betreiben? ;)
La Cipolla:
Die Frage bei D&D4 ist einfach: Sollen Goblins der Stufe-20-Gruppe noch IRGENDWIE gefährlich werden können, ohne dass es seltsam wird? Wenn ja, ist das das falsche System. Wenn nein, wunderbar.
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