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D&D 4e Smalltalk
Oberkampf:
--- Zitat von: Rhylthar am 7.10.2014 | 09:16 ---
Würfel und gutes Rollenspiel(tm) schließen sich definitiv nicht aus. Ich halte die Pole (Nur Würfeln vs. Nur Erzählen) für nicht erstrebenswert im Rollenspiel. Denn wenn ich Archos Postings bzgl. "gutem Rollenspiel" lese, fällt mit natürlich sofort wieder das Standardbeispiel ein, nämlich das des introvertierten Spielers bei einem extrovertierten SL (Archo?).
--- Ende Zitat ---
Meiner Meinung nach - oder vielmehr meiner Interpretation der Skillchallenges - ist das Instrument gerade dazu ersonnen worden, dieser Polarisierung entgegen zu treten.
Eine "Nur würfeln" Schule würde besser zu einer Liste von vorgeschriebenen Proben passen, die alle Charaktere oder ein Anführer-Charakter ablegen muss, um ein Hindernis zu überwältigen - unabhängigdavon, was die Spieler für Ideen an die Herangehensweise haben und in welcher Form sie diese am Tisch präsentieren.
Eine "nur Erzählen" Schule verzichtet auf die Möglichkeit des Scheiterns/Teilerfolges. Nur Erzählen funktioniert doch ehrlich gesagt in der Praxis wie ein PC-Point & Click Adventure: Die Spieler labern am Tisch so lange herum, bis der SL genug davon hat oder die Trigger-Phrase gefallen ist, dann wird den Spielern ein Erfolg vorgegaukelt, die redseligsten Spieler klopfen sich auf die Schulter, wie genial sie die "schwierige" Situation durch "reines Rollenspiel" gelöst haben (im schlimmsten Fall ohne sich zu überlegen, dass ihre Charaktere vielleicht ganz andere Lösungsmöglichkeiten genommen hätten, wenn man mal auf die Daten auf dem Blatt schaut), und alle sind happy.
Ein mechanisches Mittel gegen diese beiden Extreme ist die Skillchallenge. Dass eine einseitig sozialisierte Gruppe Skillchallenges wie jedes Regelwerk verbocken kann, steht dabei außer Frage.
afbeer:
--- Zitat von: Arldwulf am 7.10.2014 | 06:43 ---@afbeer: Schöne Auflistung. Nimmt man es genau so spielt natürlich nur Spielleiter 2 nach System, da seine Vorgehensweise die im Buch beschriebene ist.
--- Ende Zitat ---
Fragt man jeden einzelnen dieser SLnach seiner Eigenwahrnehmung, dann spielt er nach System wie es im Buche steht. Als Außenstehende sehen wir, wo etwas weggelassen wird aber nicht der Betriebsblinde.
--- Zitat ---Und schon Spielweise 1, bei der sozusagen keine anderen Skills erlaubt wären ist ein Grenzfall, weil die Bücher dort natürlich eine andere vorgehensweise empfehlen. Aber das die Qualität des Spielleiters ihren Einfluss hat ist ja dennoch unbestritten,
--- Ende Zitat ---
Genau das ist bestritten. siehe System Matters.
--- Zitat ---Skillchallenges zu bauen ist echtes Abenteuer schreiben, und davon wird es immer gute und schlechte geben.
--- Ende Zitat ---
richtig
--- Zitat ---Ich würde als Qualitätsmerkmal auch nicht nur das reine Ausspielen sehen, sondern natürlich auch wie gut die Situation in die Story eingebunden ist, und welche Konsequenzen sie haben kann. Aber das gilt natürlich für alle Herausforderungen, nicht nur für Skillchallenges.
--- Ende Zitat ---
Ich kann in einem Posting nicht alles abhaken. Schön eines nach dem anderen. Die Aufmerksamkeit beim Lesen eines Posting reicht für genau einen Gedanken. Die Antwort wird beim Lesen sofort mitformuliert, so dass oft nicht bis zum Ende gelesen wird.
--- Zitat ---Und eine Sache haben wir Natur vergessen:
Fertigkeitsherausforderungen geben Erfahrungspunkte.
--- Ende Zitat ---
Natur?
Mr. Ohnesorge:
--- Zitat von: Rhylthar am 7.10.2014 | 09:16 ---Sehe ich anders, zumindest für mich.
Als ich heute Nacht den Thread durchgelesen habe, musste ich mir eingestehen: Du hast ja in 3.5 unbewusst ja schon mit Skill Challenges gespielt!
Ich kannte die Regeln für 4E nicht, da ich bisher noch nicht die Zeit gefunden habe, in die Regeln (habe sie mir erst vor kurzem zugelegt) reinzugucken, aber ich habe tatsächlich häufig ein ähnliches System genutzt.
Slayn hatte nicht ganz Recht bei der Erklärung von Skills in 3.5, sprich: Dass der Ausgang binär sei. Es gibt durchaus gestaffelte Ergebnisse, ich verweise dabei auf Knowledge Checks und auch auf Bardic Knowledge Checks. Es war also im System vorgesehen, Dinge nur zu einem bestimmten Grad zu erfüllen.
Wie sahen bei mir nun "Skill Challenges" z. B. aus? Da unsere Gruppe damals sehr von Shadowrun (wurde davor gespielt) geprägt war, kam es häufig zu den klassischen Dingen: Nachforschen, Informationen einholen, Leute ausfragen, etc. Und da habe ich die Spieler halt schalten und walten lassen, ab und an einen Wurf durchführen lassen und am Ende hatte man dann insgesamt eine brauchbare Fülle von Informationen, die man haben wollte. Manchmal sogar mehr, wenn man gut gewürfelt hatte, manchmal eben weniger...
Deswegen stimme ich auch Arldwulf zu und widerspreche Archoangel:
Würfel und gutes Rollenspiel(tm) schließen sich definitiv nicht aus. Ich halte die Pole (Nur Würfeln vs. Nur Erzählen) für nicht erstrebenswert im Rollenspiel. Denn wenn ich Archos Postings bzgl. "gutem Rollenspiel" lese, fällt mit natürlich sofort wieder das Standardbeispiel ein, nämlich das des introvertierten Spielers bei einem extrovertierten SL (Archo?).
--- Ende Zitat ---
+1
Das waren meine Gedanken beim Formulieren meiner Frage, die diese Diskussion ins Rollen brachte. Ich konnte die nur nicht so stringent formulieren. ;)
Arldwulf:
--- Zitat von: afbeer am 7.10.2014 | 15:01 ---Natur?
--- Ende Zitat ---
Texterkennung im Handy. "natürlich" sollte da stehen. Bezieht sich auch nur auf die oben gestellte Ausgangsfrage wo die Unterschiede zwischen Skillchallenges in der 4E und Skilleinsatz in 3.5 sind.
--- Zitat von: afbeer am 7.10.2014 | 15:01 ---Fragt man jeden einzelnen dieser SLnach seiner Eigenwahrnehmung, dann spielt er nach System wie es im Buche steht.
--- Ende Zitat ---
Wie gesagt, das ist aus meiner Sicht ein Grenzfall. Aus 2 Gründen. Zum einem wird im DMG explizit gesagt, dass es nicht ausreicht einfach nur zu sagen "ich mach mal Akrobatik", sondern man sagen muss was genau man bewirken will. Zum anderen wird dort natürlich auch auf das Thema eingegangen ob und wann man weitere Skills zulassen sollte. Mal von diesem kleinem "Say yes!" Kasten ganz abgesehen. Grenzfall sage ich da insofern als dass der DMG natürlich recht klar macht: Eine wichtige Aufgabe des Spielleiters ist es Spieler zu ermutigen andere Wege zu gehen. Was der Spielweise 1 durchaus widerspricht.
Aber gleichzeitig kann es durchaus Gründe geben so zu spielen (z.B. eine Anwendung von bestimmten Skills nicht zuzulassen weil sie dort nicht passen). Und davon abgesehen bin ich mir nicht einmal sicher wie sehr du diesen Fall 1 auf die Spitze treiben wolltest. Darum: Grenzfall.
Bei Fall 3 und 4 wird wie du ja selbst beschreibst das System ignoriert...und was ich ignoriere kann ich nicht gleichzeitig auch benutzen.
Slayn:
@Arldwulf:
(Und Bezug auf Huntress)
Und genau das widerspricht sich nachwievor: Entweder ich führe eine faire Mechanik ein mit der man versucht die SL-Willkür zu beschränken, oder ich habe immer noch SL-Willkür da dieser als Gatekeeper dafür gilt welche Skills jetzt dann doch zugelassen sind.
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