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10.000 BC
Lyonesse:
Schlechter Fantasy Abenteuerfilm, der weder hinten noch vorne funktioniert. Die Form stimmte einigermaßen (vor allem die Mammutjagd war nett), aber inhaltlich vorhersagbar, dröge, stumpf und total humorlos.
Merke: Jäger & Sammler, sowie frühe Ackerbauern sind aufrecht und gut, aber Hochkultur und fortgeschrittene Zivilisation sind ganz schlechte Medizin, denn sie führen zu Verweichlichung und Abartigkeit (sowie zu einer Unlust ein Nagelstudio aufzusuchen, auch wenn es dringend erforderlich ist) - insofern ließ Robert E. Howard at his worst grüssen. 10.000 BC steht für mich exemplarisch für einen lauten, teuren und richtig schlechten Hollywoodfilm, der mich ziemlich enttäuscht hat und wenn ich an das kitschige Ende dieser abgedroschenen monomythischen Storyline denke, dann wird mir jetzt noch ganz übel.
Ein:
Eigentlich würde ich sagen dass Robert da at his best war, supreme gerade zu. Schon der alte Hesiod teilte seine Meinung.
Selganor [n/a]:
Schade dass der Film bei Warner Brothers erschienen ist...
Es gibt Geruechte dass Emmerich
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)am Ende des Films ein Stargate (o.ae.) zeigen wollte um damit diesen Film sozusagen als Stargate Prequel zu etablieren
Ein:
Ja, wirklich schade. Als ich das hier so gelesen habe (den Film habe ich leider noch nicht gesehen) kam mir das auch direkt in den Sinn.
Lyonesse:
Howard at his best? Na ja, der Mann verstand es leidlich zu schreiben, hatte einige interessante bis nervige Schrullen und war leider selbst sein größter Feind (siehe: 'One who walked alone'). Die, in seinen Geschichten, häufig durchschimmernde Zivilisationskritik man könnte es auch Hymne auf eine ursprüngliche Lebensweise nennen, die auch Conan (der allerdings keine Schwierigkeiten hat, von den zivilisatorischen Errungenschaften nach Lust und Laune Gebrauch zu machen) hin und wieder anstimmt, fand ich jedoch immer schon ziemlich albern, da sie zu romantisch verklärt war. Es gibt bei REH ja nicht das Problem bzw. die Katastrophe, dass die Vorräte für den Winter verdorben sind und wahrscheinlich der halbe Stamm sterben muß, sondern die Männer (was die Frauen machen interessiert eh nicht) strumpeln da halt den ganzen Tag, gerne auch mit dem Falken auf der Faust, in der Gegend herum und treffen sich Abends am Lagerfeuer zum Dämmerschoppen. Ist ja auch in Ordnung, aber mit dem Leben der sogenannten Barbaren hatte das wohl höchstens auzugsweise zu tun. Abgesehen davon, war Bob Howard selber ja auch kein Kostverächter, und legte Wert auf sein Auto, seine Schreibmaschine und seine Knarre.
Nachtrag: Ob Hesiod und Howard so richtig zusammenkommen, kann ich mir auch nicht vorstellen. Hesiod war doch mehr für redliche Arbeit und sittsame Lebensweise, ob da viel Platz blieb für barbarische Exzesse, wage ich zu bezweifeln.
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