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frage zu den diversen mmorpg (oder wie auch immer)
Ludovico:
Ich hab folgende Vorschläge zu zwei heiß erwarteten MMORPGs (da scheint sich auch das Warten zu lohnen)
Pirates of the Burning Sea
Keine Magie oder ähnliches in der Art, stattdessen Swashbuckling vom Feinsten. Die Schiffe basieren auf den Originalen. Desweiteren spielt PvP eine wichtige Rolle, aber insbesondere dann, wenn Nationen im Krieg gegeneinander sind.
Warhammer
Bei diesem Spiel wird die alte Struktur Tank, Damage Dealer und Healer sehr stark aufgeweicht, weil jede Charakterklasse Fertigkeiten besitzt, die auch in anderen Gebieten nützlich sind (der Sigmar-Priester, der im Kampf mehr und mehr Macht erhält oder der zwergische Eisenbart, der zwar als reiner Tank reingeht, aber mehr und mehr zum DD wird).
Der Schwerpunkt liegt auf PvP zwischen den Rassen.
Alles in allem scheint das Spiel sehr sehr geil zu werden.
Xemides:
Also ich erzähle dann nochmal was zu Everquest2:
Die Welt Norrath, auf der das Spiel spielt ist 500 Jahre durch eine große Katastrophe zerbrochen, viele Kontinente, Ebenen und der Mond Luclin sind nicht mehr.
Die Überlebenden der Katastrophe sammeln sich in 2 Städten, Quesnos und Freeport. Queynos ist die Stadt des guten, Freeport die des Bösen. Jede Stadt hat ihren Herrscher und ihr eigenes Flair. Bei EQ2 hat man die Wahl zwischen 24 Klassen und 19 Rassen. Wobei man die Klassen teilweise zwischen gut und Böse aufgeteilt sind.
Allerdings kann man bei EQ2 auch die Gruppen mit gut und böse mischen. Eine radikale Trennung wie bei WoW gibt es nicht.
Dazu sind durch die Addons noch neue Gebiete gekommen, in zweien davon kann man auch starten.
Auch bei EQ2 gibt es unzählige Questen, über die man überall stolpert. Wie bei WoW werden die Questgeber gekennzeichnet, wobei viele Questen auch durch gefundene Items gestartet werden.
Es gibt "normale" sololösbare Quests, Heroische Questen für Gruppen und Erbequests, die man sogar mit mehreren Gruppen lösen muß.
Jeder Spieler kann sich eine Wohung mieten, in der man diversen Kram abladen kann, den man für Questen bekommt, und in dem man über ein Regal Dinge versteigern kann. Auctionshäuser gibt es nicht.
Es gibt auch ein umfangreiches Craftingsystem, das im Laufe der Jahre stark verinfacht wurde.
Das Level geht langsamer als bei WoW, was ich aber auch gut finde, es ich mag es nicht, durch die Stufen zu rasen.
Bei Tod des Charakters gibt es eine Erfahrungsschuld und die Ausrüstung nimmt Schaden. Die Erfahrungsschuld muß man dann abarbeiten.
Die großen Vorteile für mich sind:
- Mehr Auswahl an Klassen und Rassen
- Möglichkeit zu gut-böse-gemischten Gruppen
- keine bunte Comic-Grafik
- Aus meiner Erfahrung erwachsenere Community
- Soloquesten auch im Highlevelbereich, dadurch kann man auch andere achen als Raids machen
- Mehr Level (seit letzter Woche 8)
Negativ fällt die unvollständige Lokalisation auf den deutschen Servern auf.
Haukrinn:
... von den erstaunlich hohen Hardwareanforderungen mal ganz abgesehen... ;)
Ludovico:
und den immer gleichen Auftraegen und einem langweiligen Crafting-System.
Vorteilhaft ist, dass manche Klassen wie der Bruiser als Mischformen sehr gut fuer Soloabenteuer geeignet sind.
Aber mal ein gut gemeinter Rat:
Bevor ich mir damals EQ2 geholt habe, hatte mich noch jemand gewarnt, dass man irgendwann anfaengt zu spielen, ohne wirklichen Spass daran zu empfinden.
Ich hab nicht auf ihn gehoert und Monate vor dem Spiel verbracht, bis ich merkte, dass ich mehr aus Gewohnheit vor dem PC sitze, aber nicht wirklich weil das Spiel rockte, sondern mehr aus Gewohnheit oder Sucht. Freundschaften wurden in der Zeit vernachlaessigt, das Studium und auch die Arbeit litt, Schlaf goennte ich mir auch kaum und die Ernaehrung... Schweigen wir mal darueber.
Zu koerperlichem gesellte sich seelisches Unwohlsein, weil ich ja auch nicht mit Menschen, sondern nur mit ein paar virtuellen Spielfiguren zu tun hatte, die allenfalls von Menschen gelenkt wurden.
Ich hab Leute gesehen und erlebt, denen es mit anderen MMORPGs aehnlich ging wie Dark Age Of Camelot oder WoW.
Ausserdem musste ich feststellen, dass diese Leute richtig langweilig waren, weil sie nur ueber das eine Spiel reden konnten.
Stell Dir vor, Du unterhaeltst Dich mit jemanden, der nur ein einziges Rollenspiel kennt und nur darueber reden kann!
Meine Tipp: Wuensch Dir zu Weihnachten ein paar Quellenbuecher oder gar ein neues RPG oder ein nettes Brettspiel... irgendwas, bei dem Du etwas mit anderen Menschen unternimmst und nicht mit ihren virtuellen Avataren.
Uebelator:
Also als Geschenk eignet sich Guild Wars irgendwie schon am besten, da Du da niemandem gleich so ein blödes Abo aufs Auge drückst, dass er unter Umständen gar nicht haben will. Andererseits gibts ja auch Gametime-Cards, aber da weiss ich ehrlich gesagt nicht, wie das mit denen funktioniert.
Mal zu ein paar Spielen:
Guild Wars Fokus liegt hierbei klar auf relativ schnellen, unkomplizierten Kämpfen, die ein bissl an Diablo erinnern. Es gibt da zum einen eine Kampagne, bei der man sich durch eine Story schnetzelt, und zum anderen einen PvP-Modus, bei dem man gegen andere Gilden in speziellen Arenen antritt. Bisher habe ich hauptsächlich die Kampagne gespielt, da ich für den Gildenbetrieb nicht die nötige Zeit habe. Wenn man mit einem Freund zusammen die Handlung durchspielt machts wirklich Spaß. Man kann auch relativ gut nur mal ein Stündchen spielen und schafft trotzdem was. Mir gefällts sehr gut und es eignet sich wunderbar fürs gelegentliche daddeln.
World of Warcraft Ja, es ist das bekannteste und erfolgreichste Online-Spiel. Ist es ein guts Spiel? Ja, ich denke schon. Der Comic-Stil ist nicht jedermanns Sache, aber das Spiel ist trotzdem ganz hübsch anzuschauen, läuft flüssig auch auf älteren Rechnern und kann (besonders zu Anfang) wirklich gut motivieren. Bei mir als Gelegenheitszocker mit rund einer Stunde Spielzeit am Tag war dann irgendwann bei Lvl 30 Schluss, denn bis man sich zu einer Gruppe zusammengefunden hat und alle Teilnehmer angereist sind, dauerts schon eine ganze Weile. Und gerade die späteren Instanzen sind ja auch eine Ecke länger...
Wer viel Zeit hat, kann mit WoW auf jeden Fall eine Menge Spaß haben. Das Spiel ist eingängig und überfordert auch Einsteiger nicht mit zuvielen Menüs und dergleichen.
Herr der Ringe Online Wem die Grafik von WoW zu albern und bunt ist, kann ich HdRO empfehlen. Die beiden Spiele spielen sich recht ähnlich, HdRO hat aber in meinen Augen die schönere, stimmungsvollere, erwachsenere Grafik. Ein weiterer Pluspunkt ist ganz klar die Lizenz von Tolkiens Büchern. Man fühlt sich tatsächlich als ein Teil von Mittelerde und zieht gegen den Hexenkönig von Angmar in die Schlacht. Storymäßig ist man als Held auf jeden Fall schöner eingebunden als bei WoW.
Insgesamt läss sich aber sagen, dass man in MMORPGS nicht allzuviel Rollenspiel erwarten sollte. Sicherlich gibts hier und da ein paar Leute, die sich auch In-Character unterhalten, aber die Mehrheit unterhält sich gern mal in seltsamen MMORPG-Kauderwelsch. (Ich pulle die Aggro vom 78er Elite Mob...)
Ein Erlebnis wie beim Pen and Paper Rollenspielen konnten mir die Online-Rollenspiele bisher noch nicht bieten.
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