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Wie definiert sich Indie?
Skyrock:
Eine Umbenennung in "Alternative Rollenspiele" (oder so ähnlich) fände meine Zustimmung, das wäre weniger mißverständlich.
Wenn das zu unverständlich ist geht auch "komische A5-Heftchen wo kein normales Rollenspiel drinsteckt" ;)
--- Zitat von: Roland am 20.11.2007 | 17:45 ---Die Sorceror Supps gehörten ihren Autoren (zumindest hab' ich an sie direkt gezahlt), das TSoY Zusatzmaterial wahrscheinlich auch.
--- Ende Zitat ---
Ich müsste mein Sorcerer-GRW nochmal raussuchen um das genaue Angebot für das Schreiben von Mini-Süpplemangs nochmal anzuschauen, aber IIRC war dazu die Kontrolle von Ron Edwards vor Veröffentlichung notwendig.
Ob Ron dafür Provision kassiert oder alles an die Mini-Süpplemang-Autoren geht weiß ich jetzt nicht.
Ansonsten wäre AC damit kein Indie mehr - Saskia und Alex haben zwar alle Rechte und die redaktionelle Kontrolle, aber es gibt/gab auch noch andere Autoren die Material beigesteuert haben ohne AFAIK Rechte daran zu haben (Martin Killmann, USUL der am Vanarheim-Quellenbuch schreibt etc.)
Roland:
--- Zitat von: Enkidi Li Halan am 20.11.2007 | 18:34 ---Für mich persönlich ist Indie alles, was jenseits des Mainstreams neue Wege beschreitet. Und ich denke, die meisten nehmen das ähnlich wahr. Gäbe es die creator-owned-Definition nicht, würde ich AC, ED, FS, Degenesis etc. nie Indie nennen,
--- Ende Zitat ---
Wie siehts denn mit FS und ED tatsächlich aus? Die Rechte am überwiegenden Teil des Materials (und an schützenswerten Begriffen und Namen) müßten doch bei den ursprünglichen Verlagen liegen, oder?
Tantalos:
Bei den ED Büchern von Redbrick steht noch FASA drauf, auf den Living Room ED2 stehts nicht drauf.
Aber ich empfinde weder FS noch ED als Indie oder "creator-owned", da beides Verlagen gehört.
Dammi:
Huhu!
--- Zitat von: Roland am 21.11.2007 | 09:47 ---Wie siehts denn mit FS und ED tatsächlich aus? Die Rechte am überwiegenden Teil des Materials (und an schützenswerten Begriffen und Namen) müßten doch bei den ursprünglichen Verlagen liegen, oder?
--- Ende Zitat ---
Klar, die sind nicht Creator-owned. Aber mir ging es in dem Beispiel um die unterschiedlichen Herangehensweisen im Vergleich zu AC.
Gruß,
Dammi
wjassula:
Ich glaube, man muss da auch nicht Haare spalten und zu einer 100% wasserdichten Definition kommen. Man sieht ja hier im Thread schon, dass "creator owned" nicht so eindeutig ist und dass es da verschiedene Modelle gibt. Ebenso die Abgrenzung vom "Mainstream": Was Mainstream ist, liegt auch im Auge des Betrachters und ändert sich zudem immer mal wieder. Ist übrigens bei Musik auch so. Nirvana Indie? Die waren doch bei Geffen...Viele, wenn nicht die meisten Indie-Plattenlabel vergeben Aufträge, machen Werbung, zeigen ,Messepräsenz und verdienen Geld, das nicht zu 100% den KünstlerInnen zugute kommt. Trotzdem sind sie im Sprachgebruach Indie.
Ist der Begriff "Indie" deshalb jetzt wertlos? Nein. Man weiß ungefähr, was damit gemeint ist und kann vor allem sich selbst dazu in Relation setzen. "Indie geht mir auf die Nerven"... "Ich mag nur Indie-Spiele"...dann kann man auschecken, wo die Gruppengrenzen sind. Dazu ist der Begriff in seiner ganzen prächtigen Schwammigkeit da. Wie ein französischer Philosoph mal sagte: "Indie, das sind immer die anderen".
Was die Channeldefinition angeht, denke ich, dass sich durch das, was die Leute hier reinposten, schon ein Konsens bilden wird, was hier reingehört. Indie is as Indie does.
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