Medien & Phantastik > Multimedia - Spiele

[Spiel] Deus Ex 3 !

<< < (112/129) > >>

Madner Kami:

--- Zitat von: Bluerps am 18.10.2011 | 15:35 ---Ja, eben. Das mein ich doch.Das zu entscheiden bleibt dem Spieler überlassen - wenn das Spiel das festlegen würde, gäbe es am Ende keine Wahlmöglichkeit, oder nicht?
--- Ende Zitat ---

Die Wahl am Ende ist keine, das wurde schon mehrfach kritisiert. Sie ist Makulatur und wenn man sich mal die spielerische Umsetzung ansieht, passt die genau in das Bild von: "Das müssen wir unbedingt drin haben, aber so richtig Bock drauf das zu machen, haben wir auch nicht." (Drück diesen Knopf für Ende A, diesen für Ende B oder diesen für Ende C. Achja und hier haben wir auch noch die schnell noch hinzugefügte Option D, die hatten wir fast vergessen und A, B und C haben sich zu wenig unterschieden, dazu musst du noch ein paar Meter weiter laufen und die ist radikaler als die anderen. Achja und du stirbst.) Das Problem ist eben, dass sich das Ende einigermaßen aus dem Storyverlauf entwickeln oder zumindest absehbar werden muss und das war auch schon ein Kritikpunkt am ersten Deus Ex, dass sich die Enden nicht aus dem Spielen ergeben (wobei mir persönlich die Umsetzung im ersten Spiel deutlich besser gefallen hat als in HR).


--- Zitat von: Bluerps am 18.10.2011 | 15:35 ---@Vorgänger: Die Genialität des Vorgängers liegt sicherlich auch in diesem Berg von Kleinkram, in dem das Spiel auf die Aktionen des Spielers reagiert, ja. Human Revolution macht das auch, aber weniger gut. Es gibt schon Stellen, die ein ganzes Stück anders verlaufen können - es ist z.B. ein Unterschied ob man mit Taggart öffentlich debattiert, oder sich heimlich in seinen Rechner hackt. Das Problem von Human Revolution ist im Wesentlichen das die Flexibilität des Spielverlaufs nicht denselben Grad an Feinkörnigkeit erreicht. Das ist sicherlich schade, aber kein Drama, meiner Meinung nach.
--- Ende Zitat ---

Wäre es auch nicht, wenn es ein rein storybasiertes Spiel wäre. Das will Deus Ex aber eigentlich nicht sein, denn man erwartet von einem Deus Ex Titel Freiheiten in der Entwicklung des Charakters und der Handlung (zumindest in einem realistischen Rahmen). Deus Ex legt einen am Anfang letzteres Nahe (lässt man sich Zeit werden die Geiseln erschossen, beeilt man sich, kann man sie retten oder auch die Konfrontationen mit David Sarif), hält dieses Versprechen aber nur marginal bis garnicht, jenseits von der ersten Mission. Das ist das Ärgerliche. Die Handlungen von Jensen haben zu wenig Einfluss auf das Geschehen und die Geschichte, aber das Spiel verlangt genau danach bzw. verspricht dies.

P.S.: Ich bin ein Deus Ex Human Revolution Fan, genauso wie ich Deus Ex Fan bin und halte beide für sehr gute Spiele, im Großen und Ganzen. Mir passt halt nur nicht alles an ihnen ;)

Bluerps:
Nein, das Spiel verlangt nicht danach. Es würde dadurch aufgewertet, aber es funktioniert auch wunderbar ohne.

Das Ende ist zu spartanisch, ja. Die verschiedenen Wahlmöglichkeiten ergeben sich aber sehr wohl aus dem Spielverlauf. Die drei verschiedenen Sichtweisen, die durch die Enden repräsentiert werden, ziehen sich durch das ganze Spiel und begegnen einem immer wieder. Die vierte Alternative begegnet einem natürlich nicht, aber das liegt in der Natur der Sache, weil das halt ein nicht-Standpunkt ist, bei dem man sich für gar nichts entscheidet.


Bluerps

Teylen:

--- Zitat von: Bluerps am 18.10.2011 | 15:12 ---Das man sich nicht entscheiden kann, nicht mehr für Sarif zu arbeiten ist richtig. Aber wie sollte das auch funktionieren? Es würde die Geschichte in eine ganz andere Richtung lenken, und viel zusätzliche Arbeit des Entwicklers erfordern. Man kann auch viele andere Dinge nicht tun, wie sich Belltower anzuschließen, oder Zhao Yun Ru zu erschießen, mit demselben Argument.
--- Ende Zitat ---
Das klappte doch bei Alpha Protocol ansatzweise, oder?

Bluerps:
Weiß ich nicht, hab ich nie gespielt.


Bluerps

YY:

--- Zitat von: Bluerps am 18.10.2011 | 15:12 ---@Beziehungen zwischen den Charakteren: Die werden nicht ins Detail erforscht, das stimmt, aber wieso müssen sie das? Jensen arbeitet z.B. für Sarif, weil der ihm einen Job gegeben hat, als es sonst niemand tun wollte. Wieso muss man da noch mehr in die Tiefe gehen? Darum geht es in dem Spiel doch gar nicht.

--- Ende Zitat ---

Es war nur deswegen nicht wichtig, weil ich eh keine Entscheidungen in der Richtung treffen konnte, aber wenn eine angestanden hätte, wäre das bisschen Darstellung eine ziemlich unzureichende Entscheidungsgrundlage gewesen.

Die Gespräche mit Sarif sind mir von Anfang an sehr ambivalent und unergiebig vorgekommen, und wie gesagt, habe ich an einigen Stellen nur darauf gewartet, da ordentlich auf den Tisch hauen zu können, damit der Vogel sich mal in die Karten schauen lässt.
Aber nix wars  >:(

Und gerade bei einer so umfassenden Story, wo klar ist, dass hinterher nichts mehr so ist wie vorher, wäre es ja durchaus eine Möglichkeit gewesen, sich von Sarif loszusagen und eigene Wege zu gehen bzw. neue Verbündete zu finden.

Das wäre z.B. nicht übermäßig schwer zu implementieren gewesen.


--- Zitat von: Bluerps am 18.10.2011 | 15:12 ---Man kann auch viele andere Dinge nicht tun, wie sich Belltower anzuschließen, oder Zhao Yun Ru zu erschießen, mit demselben Argument.

--- Ende Zitat ---
Die Cutscene bei Zhao Yun Ru mit dem Panic Room ist mir extrem auf den Zeiger gegangen.
Da hats mich richtig geärgert, was ich da ohne jede Einflussmöglichkeit hingeknallt bekomme - das mussten die armen Schergen dann ausbaden  >;D

Das hats aber an vergleichbaren Stellen z.B. in Fallout 2 oder Alpha Protocol schon ganz anders gegeben und das war eine der Stellen, wo von der angepriesenen Entscheidungsfreiheit grad mal gar nichts zu sehen war.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln