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[Degenesis]System(?) und Setting(!)
Holothuroid:
Naja, du ich werfe Degenesis vor, einen Hintergrund aber keine Core Story zu bieten. Das führt zu Problemen wie: "Schönes Spiel, aber was mach ich jetzt damit?"
Klar, kann es Leute geben, die sofort was damit anfangen können, aber alleine das die Frage gestellt wird, würde mir als Designer das ungute Gefühl geben schlechte Arbeit geleistet zu haben.
Scorpio:
@Famulant:
Die Gruppenkonstelation mag vielleicht funktionieren, aber dann muss man halt schon über seinen Schatten springen und eben gemäßigtere Charaktere aus den Kulten spielen, als mir dass das GRW vermittelt hat.
Aber selbst wenn die Gruppe einen Konsens des Zusammenlebens findet bleibt die sehr wichtige Frage, die 1of3 auch hier gestellt hat: Was mache ich mit denen?
Das wurde mir im Degenesis-Workshop im Podcast wieder mal sehr deutlich, weil nicht mal die Workshop-Veranstalter vermitteln oder explizit sagen konnten, was man bei Degenesis eigentlich macht.
Wiederaufbau habe ich übrigens in keinem Werk von Degenesis gesehen, nur Zerfall und mehr drohende Zerstörung.
Famulant:
Hm, mir ging es ehrlich gesagt oft andersrum: Wieso soll ich D&D Spielen, wenn ich nur Dungeon-Crawls gut spielen kann, oder warum darf ich im SR-Universum nur halblegale Mietkrieger spielen? Eine Core-Story hilft, ein Spiel auf einen bestimmten Aspekt hin zu fokussieren, indem es das Setting um einige Freiheitsgrade einschränkt und die Regeln daraufhin schraubt. Will man die Core-Story ändern, muss man entweder selber rumbasteln, oder gleich das Spiel wechseln - im Grunde genommen ist das letzteres ja das Indie-Prinzip. Die Frage ist, ob man als SL lieber das Setting oder die Corestory verändern will. Ist wie du ja auch sagst, n Erwartungsding.
Die Kultbücher werden aber auch stärker darauf eingehen, wie man kulthomogene Gruppen spielt, welchen Problemen sich diese hauptsächlich stellen müssen und welche Handlungsanreize sie haben. Das kommt dann dem Corestory-Konzept schon sehr nahe. Wem der allgemeine Hintergrund also zu unfokussiert ist, der bekommt mit GRW und dem Kultbuch seiner Wahl sein Corestory-Rollenspiel. Die Argumentation ist insofern etwas dünn, da das erste KB erst in wenigen Wochen erscheinen wird, was wiederum mit der bis dato etwas dünnen Personaldecke von sighpress zu tun hatte, aber sich auf absehbare Zeit ändern soll.
@ Scorpio
Ohne handfestes Beispiel ist es schwer, ne verträgliche Gruppe festzumachen. Schwer wird es eigentlich nur bei folgenden Kombinationen:
Chronist - Wiedertäufer
Wiedertäufer - Jeha
Spitalier - Leperos
Geissler-Jehas
Bei dreizehn Kulten ist das ok, finde ich.
Thema Hoffnung & Wiederaufbau:
z.B. Justitian, das Spital, Africa, die Epigenetik, die Gründerin im kommenden Kultbuch, der Widerstand in Brest, da ist viel Hoffnung und Wiederaufbau mit drin, aber eben keine automatische Gewissheit, dass alles besser wird (warum dann noch reinhängen, nicht wahr?)
Falcon:
eben, bloss weil man (in diesem Fall 1of3) nicht weiss, was man damit macht, heisst ja nicht, daß es schlecht geschrieben ist.
Manchen Spielern genügt es einfach ein Leben zu simulieren. Es muss ja nicht mal was aufregendes passieren. Diese Leute werden sich in Degenesis sicher wohlfühlen und für die ist es offenbar auch gemacht.
Was man davon halten kann ist was anderes.
Malicant:
--- Zitat ---die Gründerin im kommenden Kultbuch,
--- Ende Zitat ---
Wenn sogar ein Designer Argumente verwendet, die es noch nicht gibt, dann ist definitv was nicht in Ordnung mit dem Spiel. ~;D
--- Zitat ---eben, bloss weil man (in diesem Fall 1of3) nicht weiss, was man damit macht, heisst ja nicht, daß es schlecht geschrieben ist.
--- Ende Zitat ---
Hä? Ein Spiel, dass sein Ziel/Zweck nicht vermittelt ist schlecht geschrieben. Deutsche Beschönigungen mal bei Seite, das ist einfach ein Schuss in den Ofen.
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