Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau
[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie
Feuersänger:
--- Zitat von: Sharrow am 25.01.2008 | 14:45 ---Übrigens eine Sache, die mich in Computerspielen immer gestört hat. Wenn ich in einem Raumjäger sitze, mit maximalem Schub durch leeren Raum düse, alle meine Waffen nach vorne zeigen und hinter mir jemand an meinem Schweif hängt und mir den Arsch weg schießt... Was hindert mich daran, mein Haupttriebwerk auszuschalten, die bereits aufgebaute Fluggeschwindigkeit bei zu behalten, mit den Steuerdüsen das ganze Schiff um seinen Schwerpunkt herum zu drehen und meinen Verfolger abzuschießen?
--- Ende Zitat ---
Das funktioniert bei einigen Spielen:
Frontier, Frontier II, Edge of Chaos, sowie VegaStrike und dessen Ableger sind jetzt die, die ich kenne.
Bei den aufgepeppten OpenGL-Versionen Frontier und Frontier II kann man sogar per Ziffernblock jeden einzelnen Thruster separat ansprechen. In EOC geht das auch standardmäßig. Da sind Manöver möglich, da schlackerst du mit den Ohren! :d
In VegaStrike et al kann man nur die "Flugunterstützung" per Knopfdruck unterdrücken, sprich, man fliegt antriebslos in die bisherige Richtung weiter. Leider funktioniert das nicht mit der automatischen Zielverfolgung zusammen, weil diese davon ausgeht, dass das eigene Schiff immer der Nase nach fliegt, und deshalb nicht richtig vorhält.
Imion:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 25.01.2008 | 15:12 ---Nein.
--- Ende Zitat ---
Nicht? Dass muss ich sofort Newton erzählen! ;)
Wäre mir neu, dass man bei gleichem Impuls zwei Körper verschiedener Masse nicht zum rotieren bekäme. Dauert eben nur unterschiedlich lange bie sie in der 'gleichen' Ziellage ankommen
--- Zitat von: Eulenspiegel am 25.01.2008 | 15:12 ---Wenn man beide Triebwerke dreht, können sie ruhig einen Impuls übertragen, da sich die Impulse gegenseitig aufheben.
Wo siehst du jetzt Probleme? In der Stabilität?
--- Ende Zitat ---
Kuck dir mal die Insassen in der ISS an. wenn die sich nicht irgendwo festhalten, während sie sozusagen 'Lageänderungen' an sich vornehmen, dann haben die Probleme damit. Das kommt daher, dass (um wieder mal den guten Newton zu bemühen) Actio gleich Reactio ist.
--- Zitat --- Kräfte treten immer paarweise auf. Übt ein Körper A auf einen anderen Körper B eine Kraft aus (actio), so wirkt eine gleichgroße, aber entgegen gerichtete Kraft von Körper B auf Körper A (reactio).
--- Ende Zitat ---
Sprich: Versuchst du dich zu drehen, dann wird nichts drauss, weil die Kräfte sich quasi aufheben. Gäbe es da oben keine Luft, und damit eine Reibung, würden die Leute, bei fehlender Griffmöglichkeit, einfach da oben rumhängen.
--- Zitat von: Eulenspiegel am 25.01.2008 | 15:12 ---Wenn ich mir es etwas länger überlege, dann braucht man sogar keinerlei Schubdüsen, um das Raumschiff auszurichten: Man muss die Haupttriebwerke halt bloß nicht um 180°, sondern vielleicht um 200° oder so drehen. Dann zeigen sie in Flugrichtung und man kann abbremsen, ohne Schubdrüsen verwendet zu haben.
Ich meinte die Auslegervariante. Und eine Übertragung des Impulse hast du nur, wenn man nur das Triebwerk auf einer Seite dreht.
--- Ende Zitat ---
Hmmm...
OK, wenn man (bzgl der Rotationsachse) einen Ausleger im, den anderen entgegen dem Uhrzeigersinn rotieren lässt, sollten sich die Impulse gegenseitig aufheben (IMHO und IIRC).
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Imion am 25.01.2008 | 15:30 ---Sprich: Versuchst du dich zu drehen, dann wird nichts drauss, weil die Kräfte sich quasi aufheben.
--- Ende Zitat ---
Ja, wenn man sich ohne festzuhalten drehen will.
Aber das Seitentriebwerk hält sich ja praktisch am Raumschiff fest. - Das heißt, das Triebwerk versucht sich nicht, von alleine zu drehen, sondern es hält sich am Schiff fest und dreht sich an dem Schiff.
Da fällt mir noch eine Möglichkeit ein, wie man das Schiff ohne Steuertriebwerke drehen kann:
Wir bauen an einer Seite einfach einen "Propeller" und nutzen die Drehimpulserhaltung, um das Schiff zu drehen.
Imion:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 25.01.2008 | 15:48 ---Ja, wenn man sich ohne festzuhalten drehen will.
Aber das Seitentriebwerk hält sich ja praktisch am Raumschiff fest. - Das heißt, das Triebwerk versucht sich nicht, von alleine zu drehen, sondern es hält sich am Schiff fest und dreht sich an dem Schiff.
Da fällt mir noch eine Möglichkeit ein, wie man das Schiff ohne Steuertriebwerke drehen kann:
Wir bauen an einer Seite einfach einen "Propeller" und nutzen die Drehimpulserhaltung, um das Schiff zu drehen.
--- Ende Zitat ---
Da frage ich mich doch: Und an was hält sich das Schiff fest? (Ich gehe davon aus das der Ausleger irgendwie am Schiff befestigt, als Teil desselben ist.)
So dumm ist die Idee mit dem 'Propeller' nicht. Satelliten benutzen ja schliesslich schon heutzutage Gyroskope zur Lagekontrolle.
--- Zitat von: Turning Wheel am 25.01.2008 | 15:38 ---Generell ist es eigentlich egal, wie wissensschaftlich sinnlos die Konstruktion ist. Letztenendes werden Raumschiffdesigns dadurch real, dass man sie visualisiert. Ein wirklich obergeiles visuelles Design transportiert jede Art von Triebwerk. Man muss es ja auch gar nicht so genau beschreiben. Oder besser: man sollte es nicht beschreiben!
Gutes Beispiel ist der Antrieb der Nostromo und ihre sonstige Visualisierung. Ich habe noch nie gehört, dass dieser Punkt auch nur annähernd kritisiert worden wäre. Und das liegt einfach daran, dass man niemals etwas dazu erfahren hat. Das Raumschiff funktioniert, ist überlichtschnell und sieht genau so aus, wie man sich eine fliegende Verhüttungsbude vorstellen würde.
--- Ende Zitat ---
Handwaven lässt sich sicherlich alles, aber wenn mans, wi Feuersänger sagte, halbwegs plausibel und nachvollziehbar will, sollte mans auf einigermassen solide Füsse stellen.
--- Zitat von: Turning Wheel am 25.01.2008 | 15:38 ---Aber Du willst das schwerste möglich machen und etwas plausibilisieren, dass noch nicht real ist:
Wie wäre es denn mit Retroactive-Drives™, die vorne und hinten eine Öffnung haben und in beide Richtungen gleich großen Schub geben können? (ah ja, das wurde ja schon gepostet)
Es sind durchaus z. B. Gausstriebwerke vorstellbar, die beidseitig betrieben werden können, ohne nennenswert größer zu sein, als eines das nur in eine Richtung funktioniert.
--- Ende Zitat ---
OK, das Triebwerk als einfacher Massebeschleuniger, das würde funktionieren. Hast halt dann eben ein 'Loch durchs Schiff ;).
--- Zitat von: Turning Wheel am 25.01.2008 | 15:38 ---Denkfehler. Wenn das Triebwerk deutlich weniger wiegt als der Rest vom Schiff (wovorn man eigentlich in jedem Fall ausgehen sollte), dann benötigt man auch deutlich weniger Energie um das Triebwerk zu drehen, als das ganze Schiff zu drehen. Dass man nicht ewig Zeit hat ist ja wohl eine Vorraussetzung, sonst könntest Du gleich auf die Haupttriebwerke verzichten und mit den Korrekturdüsen nach Alpha-Zentauri fliegen.
Ich jedenfalls würde lieber in einem Jäger sitzen, der weniger Zeit braucht, die Triebwerke neu auszurichten. Alles ist immer eine Zeitfrage, denn Menschen sind nicht unsterblich.
Und wenn man clever ist hat man zwei symmetrisch angeordnete Triebwerke die sich jedes in die entgegengesetzte Richtung drehen, dann wird der Impuls des Schiffes gar nicht beeinflusst. Dann muss sich auch niemand irgendwo festhalten und alle können schön vorne aus dem Fenster rausgucken.
--- Ende Zitat ---
Die Energie die man zur Rotation benötigt (der Impuls also) muss sich nicht zwangsläufig erhöhen. Der Faktor Zeit ist hier der Knackpunkt.
OK, Jahre darfs nicht brauchen, aber der Ingenieur der das so plant, gehört auch auf einen Spaziergang durch die Luftschleuse geschickt. Ohne Druckanzug.
Ob der ganze Kram jetzt in 5 Sekunden oder (zusammen mit dem Rest des Schiffs) in 10 Minuten rotiert wird macht jetzt nur im Kampf einen wirklichen Unterschied. Dann würde ich aber darauf achten, die Waffen ebenfalls zu rotieren. Und da diese sich (IMHO normalerweise, zumindest bei kleinen Schiffen) relativ zum Aufbau des Schiffs nach 'vorne' augerichtet befinden, dreht man eben das ganze Schiff (Mit entsprechend grösserem Impuls).
killedcat:
Zu 1:
Jaja, die Engergiequelle. Ich persönlich würde ja einfach eine geheimnisvolle Energiequelle erfinden, deren Ursprung die Spieler nicht verstehen können, da sie ja noch nicht erfunden ist ;D
Wenn es aber schon realistisch sein soll: die größte Ausbeute pro Masse erhält man meines Wissens mit der Auflösung Antimaterie-Materie. Wie man sowas aber praktisch machen soll kann ich natürlich nicht sagen. Alternativ könnte die Energie ja auch ein Tor sein: man bedient sich aus dem (Subraum / Warpraum / Alpt-Raum / whatever). Antriebssysteme gibt es auch eine ganze Menge. Lies mal Perry Rhodan, wo auch ein wissenschaftlicher Ansatz gesucht wird. Hier werden Raumschiffe z.B. mit Gravitationsfeldern beschleunigt. Sie "fallen" also in den Raum und benötigen keinerlei Triebwerk im herkömmlichen Sinne. Da eigentlich in allen Sci-Fi-Szenarien Schwerkraftkontrolle auf den Schiffen herrscht, kann man auch davon ausgehen, dass entsprechende Technologie vorhanden ist.
Eine andere Alternative wäre natürlich der Unwahrscheinlichkeitsantrieb. Oder, wenn das zu gefährlich ist, der Bistr-O-Matik.
Zu 2:
Hier könnte sich ebenfalls das Gravitationstriebwerk anbieten und kleine, leichte Steuerdüsen wenden nur das Schiff. Hierdurch wäre auch eine enorme Wendigkeit möglich. Das würde allerdings etwas Flair wegnehmen. Alternativ böte sich das Multidirektionale (nicht nur bidirektional) Triebwerk an. Eine Kammer schafft den Partikeldruck, durch verschiedene und verschieden Große Öffnungen an unterschiedlichen Stellen des Schiffes kann dieser dann entweichen. Ein starker Energieverlust bei Nichtbenutzung kann durch elektronische Steuerung ausgeschlossen werden.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln