Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau
[SF: Redshift] Schiffsdesign und Technologie
Samael:
--- Zitat von: JS am 4.02.2008 | 19:34 --- Und ich kann mir vorstellen, daß bei einer solchen Entwicklung in einigen hundert Jahren Dinge möglich sind, von denen wir heute noch nicht einmal eine entfernte Ahnung haben.
:)
--- Ende Zitat ---
Sicherlich - nur vermutlich in anderen Bereichen als wir denken. Die digitale Revolution hat kaum ein SF Autor der ersten Hälfte des 20 Jhdts. vorausgesehen. Aber die physikalischen Grundlagen dafür waren zum Greifen nahe und nichts hat gegen sie gesprochen! Überlichtsgeschwindigkeit dagegen ist physikalisch unmöglich. Selbst in die Nähe von c zu kommen benötigt gewaltige Mengen Energie und die Energierhaltung lässt sich nicht überlisten.
Eulenspiegel:
Bezüglich Meteoritenschutz:
Meteoriten prallen ja hauptsächlich vorne (beim beschleunigen) oder hinten (beim anschließenden abbremsen) in das Raumschiff.
Meteoriten, die hintenreinfliegen, sind nicht so das Problem, da sie vom Antrieb verdampft werden. Bleiben also noch die Meteoriten von vorne, die uns sorgen bereiten:
Und da kann man eine Menge Wucht aus dem Aufprall nehmen, wenn man die Panzerung "aerodynamisch" (ja ich weiß, dass es im Weltraum keine Luft gibt) anlegt: Man hat vorne eine spitz zulaufende Panzerung: Wenn jetzt ein Meteor dagegen prallt, muss man also nicht seine ganze Aufschlagswucht abfangen, sondern der Meteorit prallt in einen spitzen Winkel gegen die Panzerung und wird leicht abgelenkt. (Wenn ein Meteor im 90° Winkel mit hoher Geschwindigkeit gegen das Raumschiff fliegt, durchbricht er wohl fast jede Panzerung. - Wenn er dagegen im 10° Winkel gegen die Panzerung fliegt, bleibt eine kleine Delle übrig und gut ist.)
Fazit: Einfach die Panzerung vorne ganz Spitz (z.B. pfeilförmig oder pyramidenförmig) anbringen.
--- Zitat von: Feuersänger am 4.02.2008 | 18:54 ---Eine Alternative wäre, die Schiffseigenen Beschleunigungen doch auch wenige g zu beschränken, und die Jumppoints wesentlich näher an die Planeten zu legen. Womöglich sogar Insystem-Jumps ermöglichen (was ich eigentlich nicht will).
--- Ende Zitat ---
1) Du könntest es ja so wie im Traveller Universum machen, dass die Computer nur eine gewisse Strecke berechnen können bzw. die Triebwerke nur ein gewisse Strecke fliegen können, bevor sie gewartet werden müssen.
Das heißt, das Schiff legt vielleicht 5 Lichtjahre zurück, und muss dort erstmal 1-2 Tage lang warten (Triebwerke warten, Computer muss neuen Sprung berechnen), in denen das Schiff nicht so einfach wegspringen kann.
Dies können Piraten dann nutzen, um das Frachtschiff anzugreifen.
2) Alternativ gibt es vielleicht eine ganz einfach zugängliche Technik, mit der man ein Schiff aus dem Hyperraum dazu zwingen kann, wieder ins Normaluniversum zurückzufallen. Piraten setzen sich also an eine Handelsroute und setzen diese Technik ein, bis ein Handelsschiff die Handelsroute passiert und ins Einstein-Kontinuum zurückfällt.
3) Schiffe können zwar fast sofort in den Hyperraum springen, aber dann finden die Raumkämpfe halt im Hyperraum statt: Die Piraten warten nicht irgendwo im Sonnensystem, sondern sie lauern den Frachtschiffen im Hyperraum auf.
--- Zitat ---bei den Railgun-Schemata die ich bisher gesehen habe, wurde das Projektil teilweise in einem Sabot geführt, der aber wiederum eindeutig Kontakt mit dem Lauf hatte. Das ist so der heutige Stand der Forschung.
--- Ende Zitat ---
Es gibt zwei Arten von "Projektil wird magnetisch beschleunigt":
- Railgun
- Gaußgewehr
Bei der Railgun berührt das Projektil den Lauf. Bei dem Gaußgewehr schwebt das Projektil in der Mitte.
Allerdings ist beim Gaußgewehr trotzdem eine hohe Hitzeentwicklung, weil man für das Magnetfeld extrem viel Strom benötigt. (Und Strom erzeugt Reibungswärme.)
--- Zitat ---Allerdings ist das doch wieder nicht praktikabel, da einem hier wiederum der Rückstoß einen Strich durch die Rechnung macht. In diesem Fall 100MN pro Sekunde. Das spielt dann schon eine Rolle.
--- Ende Zitat ---
Ich würde hier vielleicht lieber mit dem Impuls rechnen. Erstens ist der Impuls leichter zu berechnen:
Rückstoßimpuls = - Impuls der Geschosskugel = - Masse * Geschwindigkeit
Und zweitens sagt der Impuls auch mehr darüber aus, wie sich das Schiff ohne Antrieb anschließend verhält.
Feuersänger:
--- Zitat von: JS am 4.02.2008 | 19:22 ---Daher: Kann es nicht sein, daß wir eben doch in einigen hundert oder tausend Jahren über Technologie verfügen, die sowas wie Space Opera und High SciFi-Raumkämpfe möglich macht?
--- Ende Zitat ---
Die Chancen stehen so ungefähr 50-50, dass neue relevante Erkenntnisse solche SF-artige Technologien entweder näher in den Bereich des Möglichen führen, oder im Gegenteil noch größere Hemmnisse aufdecken, als wir sie ohnehin schon kennen.
Der Knackpunkt ist dabei, dass diese neuen Theorien und/oder Gesetze nicht nur die gewünschten Effekte ermöglichen, sondern auch mit allem, was man bis dahin schon herausgefunden hat, kompatibel sein müssen. Das heisst, es kann wohl niemals ein "In your face, Einstein!" geben, weil wir über das Energieäquivalent nicht nur theoretisch schwadronieren, sondern es längst bereits praktisch einsetzen (z.B. Kernkraftwerke).
Eine neue Theorie, die z.B. Überlichtreisen ermöglichen würde, müsste gleichzeitig auch Lichtgeschwindigkeit, Kernspaltung, Fusion, Supernovae und so weiter mindestens genauso gut erklären wie unser jetziger Wissensstand. Anders gesagt, man kann nicht ein "so und so" ansetzen, wenn sich aus dieser Theorie ergäbe, dass die Sonne eigentlich gar nicht scheinen dürfte.
--- Zitat von: Turning Wheel am 4.02.2008 | 19:21 ---10.000 Projektile pro Sekunde? Huiii, Das ist geil!
--- Ende Zitat ---
Wie gesagt, da hättest du dann einen Rückstoß, der den Schub selbst eines 30g-Jägers übersteigt. Er wird also während des Feuerns selbst mit vollem Schub langsamer. Wenn er nun gerade einem fliehenden Schiff nachsetzt (welches logischerweise weiter beschleunigt), vergrößert sich der Vorsprung entsprechend. Ein solcher Feuerstoß ist also so eine Art "Alles oder Nichts".
Jetzt wo du's sagst, ist ein Drall vielleicht gar nicht nötig und sogar kontraproduktiv. Es gibt keinen Luftwiderstand, der das Projektil zum Überschlagen bringen könnte. Andererseits bewirkt der Drall ein Drehmoment, welcher zur Abweichung der Flugbahn führt. Ob Drall also im Vakuum sinnvoll ist, weiß ich kurz gesagt nicht.
--- Zitat ---Vielleicht haben momentane Railguns mit Lauf (von denen Du gelesen hast) auch diese Züge und Felder, damit das Projektil in Drehung versetzt wird.
--- Ende Zitat ---
Soweit ich weiß, ist der heutige Stand der Technik die Verwendung unterkalibriger Treibspiegelgeschosse, auch Sabots genannt. Das Projektil ist mit kleinen Flossen ausgestattet, die es nach dem Abschuss stabilisieren, und steckt vor dem Abschuss in einer Hülle, die nach Verlassen des Laufes abfällt. Diese Hülle hat jedoch Kontakt zum Lauf, so wie ich das sehe, bekommt aber keinen Drall. Zum Teil ist der Lauf- und Sabotquerschnitt nichtmal rund, sondern quadratisch.
Thot:
--- Zitat von: JS am 4.02.2008 | 19:34 ---Hmja, den Menschen kann man wohl (noch) nicht so einfach technisch bzw. biologisch verändern, aber es wäre doch denkbar, daß man innerhalb dieser Raumschiffe über Techniken verfügt, die den Menschen vor eben den genannten Problemen bewahren.
[...]
--- Ende Zitat ---
Es sieht halt derzeit so aus, als sei es einfacher, einen Menschen zu bauen, der Nullschwerkraft prima aushält, als ein Gerät, das in Nullschwerkraft Schwerkraft in ausreichender Menge erzeugt...
Thot:
--- Zitat von: Feuersänger link=topic=39467.msg737287#msg737287 date=1202152734[... ---Wie gesagt, da hättest du dann einen Rückstoß, der den Schub selbst eines 30g-Jägers übersteigt.
[...]
--- Ende Zitat ---
Hat schon jemand "Kzinti-Lektion" gesagt? :)
Mit anderen Worten, jeder mit heutigen physikalischen Gesetzen kompatible Raumschiffantrieb ist auch eine exzellente Waffe, wenn man ihn direkt auf den Gegner richtet...
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln