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[Yet Again] Die Welle (diesmal aus Deutschland)

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Lord Verminaard:
Die Handlung ist völlig unglaubwürdig. Jetzt könnte man natürlich sagen, das ist ja gerade der Clou. Naja. ::)

Visionär:
Das ist ja gerade der Clou!

 ;)

Xemides:
Der Film beruht ja auf einem Roman, der auf einem wahren Fall beruht.

Der wirkliche Lehrer Ron Jones hat dazu auc eine Erzählung geschrieben, außerdem hat er in Deutschland live davon berichtet, nämlich 1993 in Nürnberg.

Den Bericht Ron Jes kann man hier nachlesen:

http://www.vaniercollege.qc.ca/Auxiliary/Psychology/Frank/Thirdwave.html

Oder das Video seines Auftrittes hier bestellen:

http://www.outspokenideas.com/html/ron_jones_bio.html


Fall euch interessiert, wie er es selber schildert.

Arkam:
Hallo zusammen,

die geschilderten Ereignisse haben sich ja im realen Fall wohl auch innerhalb von fünf Tagen abgespielt.
Kann es vielleicht sein das es so schnell ging weil mit dem Footballspiel, ich meine es wäre ein solches gewesen, eine Aktivität unterstützt werden sollte an der auch die Schüler Interesse hatten?
Zudem spielen die Ereignisse 1967. Ich würde vermuten das Schule da noch einen echten Stellenwert hatte da eine gute Schulbildung eben auch eine gesicherte Lebensperspektive mit sich brachte. Ich vermute Mal da wird man eher bereit sein ein Projekt anzunehmen das von einem Lehrer initiert wird.

Von da aus interessiert mich durchaus wie die Neuverfilmung den Übertrag von 1967 in die Neuzeit schafft. - Nach den Bildern und dem Trailer spielt der Film ja nicht 1967.

Ich hoffe das man auf das moralisierende das dem ersten Film anhaftete verzichtet. Denn am besten lernt man ja anhand eigener Erkentniss und nicht wenn das gewünschte Ergebniss dick unterstrichen und dreimal betont präsentiert wird.

Als Mitglied der Generation 40+ würde mich noch interessieren wie den die Lage von Schülern in der BRD im Moment denn ist.
Gibt es also ein Cliquenwesen, wie sieht es aus wenn man Außenseiter ist und welche Position haben die Lehrer in der Klasse?

Gruß Jochen

Sidekick:
Lehrer gibt es derer drei Arten:

Der Kumpel:
- Jung und voller Tatendrang tut er alles, um Zugang zu den Schülern zu bekommen. Man mag ihn, weil er keinen Ärger macht und es keine Schwierigkeiten gibt, gute Noten (sofern man sie will) abzustauben.

Der Feind:
- Verstaubt, verbohrt, eigensinnig und von den Schülern enttäuscht ist er der Hasskandidat der meisten Schüler. Streber klammern sich an die Materie, wer was von sich hält stellt sich mit Absicht quer.

Der Besucher:
- Fachbezogen und sachverständig, aber ohne Zugang zu den Schülern. Der Besucher-Archetyp kapiert nicht, warum man ihn ignoriert und hält seelenruhig Monologe. Die Schüler notieren den Noten zuliebe etwas oder ignorieren ihn.


Der Lehrer im Film scheint der "Kumpel" Archetyp zu sein, bevorzugter Fachbereich ist Sozialkunde und Sport. Die Schüler können gut mit ihm reden, aber es gibt in der reaklität nur wenige Gestalten, die auch tatsächlich Einfluss auf die Schüler nehmen können- die Vorstellung, "den Kumpel" als totale Führungsperson anzunehmen mal ganz aussenvor, das ist absurd. Man sieht sich mit ihm ja auf einer Stufe.

Das Buch und das Experiment beziehen sich auf eine Zeit, in der Lehrer noch als Autoritätspersonen anerkannt wurden und Schüler daran glaubten, dass Lehrer tatsächlich etwas wissen und ihnen etwas beibringen können. Die Jugendlichen von heute sind zwar leichter zu täuschen als früher, haben aber eine große Ablehnung vor Autorität eingepflanzt. Daher halte ich eine 1:1 Transplantation der Welle ins 2000er Zeitalter für unangebracht.

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