Medien & Phantastik > Sehen
Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Ein:
Ich finde die neuen Klingonen besser als die Pseudo-Araber aus TOS.
Dominion? Fand ich als Feinde immer irgendwie erzwungen. So ein Pseudo-Kalter-Krieg.
Borg -- Waren doch sehr lange sehr stark. Ich fand sie eigentlich die meiste Zeit viel zu überpowert. Naja, ich nehme an, dass sollte emotional Anschluss an den amerikanischen Unbhängigkeitskrieg nehmen.
Romulaner -- In TOS die Chinesen. Irgendwie passten böse Mao-Aliens nicht mehr in die 80er.
Dafür gab es dann später doch durchaus einige Rassen, die vernünftige Bösewichte abgaben, zB die Cardassianer.
Allgemein krankt aber ST für europäische Verhältnisse an einem Problem: Es ist eine amerikanische Serie, die auf das amerikanische Publikum zugeschnittene Inhalte nach amerikanischen Wertvorstellungen liefert.
Wobei ich bezweifle, dass ein deutsches ST besser wäre.
Mr Grudenko:
--- Zitat von: Ein am 27.10.2008 | 10:13 ---Es ist eine amerikanische Serie, die auf das amerikanische Publikum zugeschnittene Inhalte nach amerikanischen Wertvorstellungen liefert.
--- Ende Zitat ---
Wie sagte es ein Bekannter über eine TNG Folge: "Und was haben die kleinen Amerikaner diese Woche gelernt: Drogen sind gaaaaaanz böse."
--- Zitat von: Ein am 27.10.2008 | 10:13 ---Wobei ich bezweifle, dass ein deutsches ST besser wäre.
--- Ende Zitat ---
Gibt es das nicht schon? Und heißt "Perry Rh... *beißt sich auf die Zunge* ;)
Aber wahrscheinlich wäre ein deutsches ST ein ähnlicher Comedy-Quark wie die Verwurstung von Lems "Sternentagebücher". ::)
Ein:
Nee, das nannte sich Raumpatroille Orion, aber so schräges dürfte heute nicht mehr gedreht werden.
pharyon:
Also ich hab bei der "Dominion"-Thematik eher an Terrorismus gedacht.
"Oh mein Gott, es könnte jeder sein; sie sind unter uns!"
Die recht einfache Zuordnung der Aliens in der TOS-Reihe hat sich mit der Zeit etwas verändert (Klingonen=Russen, Romulaner=Chinesen, Vulkanier=Japaner). Andererseits heißt das nicht, dass diese Interpretation der Rassen ewig halten muss. Die Klingonen haben sich ja z.B. schon gemausert. Außerdem stehen die Interpretationen immer im Zusammenhang mit der Interpretation der Föderation (in TOS: Amerikaner; ab TNG: UNO/NATO? ab ENT: wieder Amerikaner).
Wobei eine sehr interessante Rasse aus der Originalserie später kaum Aufmerksamkeit vor der Kamera erhalten hat: die Tholianer.
Ein sehr mächtiger Konflikt in der Serie, die auch mit der Wirklichkeit Überschneidungen hätte, ist die Frage nach der "perfekten Lebensform/Gesellschaft"TM, was meines Wissens nach Utopia war. Die bisherige Selbstwahrnehmung der Föderation wurde ja schon mehrfach kritisiert.
Gruß, p^^
Eulenspiegel:
Jede Lebensform hält ihre eigene Lebenseinstellung für perfekt:
- Die Förderation denkt, sie sei perfekt. (Wobei es innerhalb der Förderation ja Unterschiede gibt: Sowohl die Menschen als auch die Vulkanier sind Teil der Förderation.)
- Die Ferengi denken, sie seien perfekt. (Wobei die Ferengi noch am meisten Ähnlichkeit mit den USA haben.)
- Die Klingonen denken, sie seien perfekt.
- Die Cardassianer denken, sie seien perfekt.
- Das Dominion denkt, sie seien perfekt.
- Die Borg denken, sie seien perfekt.
Ansonsten wurde hier schon mehrfach der Förderation vorgeworfen, dass sie totalitär sei.
Mich würde interessieren, wie man darauf kommt. Ich hatte im Gegenteil eher den Eindruck, dass die Förderation, so wie es sich für eine Förderation gehört, nur um die Außenpolitik, während die Innenpolitik den einzelnen Mitgliedsstaaten überlassen wird. (Ich würde die Förderation am ehesten mit der NATO oder EU vergleichen. - Nur weniger bürokratisch.)
Die Andorianer sind z.B. auch Förderationsmitglieder und kulturell ähneln sie den Klingonen sehr. (Später treten auch die Klingonen der Förderation bei, ohne sich jedoch kulturell zu verändern oder der Förderation Einfluss auf die Innenpolitik zu gewähren.)
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln