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Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Feuersänger:
Äh, ja, Grenzen kommen bei ST ständig vor, z.B. immer wenn es um die "Neutrale Zone" geht; außerdem wissen wir ja spätestens seit dem oben zitierten ST:I, dass die Fed grundsätzlich alles als ihr Eigentum betrachtet, was sich innerhalb ihrer Grenzen befindet. Das setzt ja voraus, dass es Grenzen gibt.
Ein ganz rasches Googeln spuckt auf Anhieb diese Karte aus (groß):
http://www.geekstir.com/img/trekmap2.jpg
Ich weiß zwar nicht, ob sie offiziell ist, aber in der Bildsuche taucht sie so häufig auf, dass ich das glatt vermuten möchte.
ST ist halt kein Hard SF, sondern Space Fantasy. Folglich wird auch der Weltraum als Ozean gehandhabt, Raumschiffe als Ozeandampfer und Planeten als Inselchen, auf denen alle Eingeborenen immer die gleichen Mützen aufhaben, mit genau einer Kultur pro Planet.
Monkey McPants:
Auch auf die Gefahr hin jetzt das Feuer auf mich zu ziehen: Wie wäre es wenn wir den Thread ein bißchen weg vom ePeen-Vergleich und zurück aufs eigentliche Thema lenken? Also weniger "Star Trek ist so und so" und mehr "Ich fände es cool wenn..."?
Und um mit schlechtem Beispiel voran zu gehen:
Was ich ja persönlich geil fände wäre eine Serie die sich gewisse Grundbausteine von Star Trek hernimmt (Wie zB. "Es gibt eine interplanetare Allianz von Völkern und Rassen", "Es gibt FTL", "Es gibt Relikatoren etc.") und daraus etwas ... transhumanistischeres baut. Oder zumindest etwas das mehr mit der 08/15 SciFi-Geschichte die ST ist(war/geworden ist bricht und sich ein bißchen mehr traut.
Schon in der normalen Serie haben wir ein Pseudo-Sozialistisches Utopia mit unglaublichen Ressourcen, aber was damit in der Serie gemacht wird ist "UNO im Weltraum". Meh. Mehr Fokus auf das Eigen- und Abartige das so eine Technik erzeugen würde, mehr Fokus auf die ungewöhnlichen Kulturen und Gesellschaften die sich bilden würden, die Fetische, die Subkulturen etc. Oder wenn die Föderation tatsächlich kollektiv einen "Mensch Pur" Fetisch hat dann möchte ich das auch angesprochen und erforscht haben, denn auch das ist interessant und birgt Konfliktpotential.
Wird nie passieren und das Endergebnis würde vermutlich eher wie eine Verfilmung der Culture-Bücher aussehen als wie ST, aber geil wäre es trotzdem.
(Und um etwas näher am Originalkonzept zu bleiben: Einige der hier bereits genannten Ideen wäre auch sehr geil, wie zB. einfach mal die Serie um Diplomaten drehen zu lassen die anderen Völkern die Föderation andrehen sollen/wollen und so weiter. Oder einfach mal eine Serie über den Erstkontakt, dessen Folgen und Probleme und so weiter. Jede Staffel folgt einem neuen Volk mit neuen Herausforderungen und Eigenheiten, manche gehen am Kontakt zugrunde, manche wachsen dadurch und wieder andere explodieren mit massivem Kollateralschaden.)
Feuersänger:
Ich fände zum Beispiel folgendes ziemlich cool:
--- Zitat von: pharyon am 29.10.2008 | 14:39 ---Um solche Einflüsse diktatorischer Regimes in diesem eher föderal-demokratischem System endlich operativ entfernen zu können, böte sich ein Bürgerkrieg mit anschließender Grundreform (im Sinne der grundlegenden Werte und DirektivenTM.
--- Ende Zitat ---
Da hätte man erstmal schon gleich Stoff für eine halbe oder ganze Staffel, um den Bürgerkrieg durchzuarbeiten. Und danach könnte man mal stringenter zu Werke gehen. Das Thema "Bürgerkrieg gegen totalitäre Erdregierung" hatten wir zwar auch schon z.B. in Bab5, aber da muss man halt durch.
Außerdem: mehr zusammenhängende Storyline mit Konsequenzen, weniger Episodenstruktur ohne jeden Fortschritt. Gerne auch mit Charakterentwicklung jenseits von "ohne Bart - mit Bart".
Weiterhin: weniger Technobabble und Dei ex Machina. Es kotzt mich SO an, dass bei ST in 90% aller Folgen (ab/nach TNG) die Lösung des Negative Space Wedgie der Woche immer wieder in der "Rekalibrierung der Bussardkollektoren zur Emission eines gepulsten Tachyonenstrahls im Quantenspektrum" oder beliebiger Variationen dieser Buzzwords liegt.
Ebenso sollen sich die Autoren gefälligst endlich abgewöhnen, als Knalleffekt munchkinesque Über-Technologien einzuführen, wie undurchdringliche Warp-Schilde, unendlich schnelle Slipstream-Antriebe, oder diese lächerliche Tanrvorrichtung, mit der man durch feste Materie durchfliegen kann. All das immer so als Einmalzauber, der zum Ende der Folge wieder rausgeschrieben werden muss, weil es ja das Universum grundlegend verändern würde. Bockmist hoch drei.
Bad Horse:
Interessante Charaktere und coole Konflikte. Und als interessante Charaktere gehen die glatten Star-Fleet-Erfolgsmenschen nun mal nicht durch. DS9 war so interessant, weil es da auch andere gab: Quark, Garak, Kira zu Beginn. Gegen Ende bzw. in einigen Folgen hatte auch Sisko so seine Ecken und Kanten (er kann einfach ums Verrecken nicht verlieren).
Coole Konflikte sind bei Star Trek schwierig, wenn man die Star-Trek-Stimmung irgendwie erhalten will. Ich finde ein positives Zukunftsbild gar nicht so schlecht.
Lustig fände ich es, auf einem Außenposten zu spielen, vielleicht nach dem Dominion-Krieg, wo die Resourcen nicht ganz so reichhaltig fließen wie auf dem Flagschiff oder der kriegswichtigen Station. Mit ein paar ulkigen Nachbarn, dem Orioner-Syndikat in der Nähe und natürlich der großen, fiesen Bedrohung (ob die jetzt aus dem Inneren kommt - Andorianische Rebellen, irgendwer? - oder aus dem Äußeren - Kastenfixierte Pseudo-Chinesen? - sei mal dahingestellt).
Alternativ könnte ich mir auch einen Kurierdienst vorstellen, der Zeug durch die Gegend fliegt - überall hin. So eine Art Pony-Express. ;)
Feuersänger:
Naja, Ressourcenknappheit hatten wir auch schon, bei Voyager. Ist also nix neues. Wobei da auch schon wieder einige Verrenkungen notwendig waren, um nicht alles per Zauberkasten Replikator lösen zu können. Im Endeffekt geht es halt um Energie.
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