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Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Monkey McPants:
Ressourcenknappheit, zumindest was materielle Sachen angeht, führen bei ST nur zu Technobabble und Unobtanium und da sind wir uns ja alle irgendwie einig das sowas doof ist. Da doch lieber entweder Ressourcen wie Zeit und Energie knapp werden lassen (Zumindest kurzzeitig. Eine Serie kann man darauf IMO nicht aufbauen.) und ansonsten sich lieber überlegen wie ein Konflikt bei dem es nicht um Knappheit geht aussehen könnte.
pharyon:
Tja, Technobabbel ist doof. Ich hab beim Schreiben eines Drehbuchs aber festgestellt, dass es sich schneller einschmuggelt, als einem lieb ist. Tatsächlich sollte sich mMn eine neue Star Trek-Serie mehr um die "Menschen" kümmern, um das was sie in einer ihnen vertrauten und uns fremdartigen Welt bewegt und sie erschüttert. Da wären Anfangs tatsächlich einige Fragen zu klären, die noch offen sind.
Wie sieht eigentlich die Regierung der Föderation so aus?
Welche Rolle spielt Religion?
Welchen Freizeitaktivitäten gehen die Leute nach (wird immer noch rollengespielt)?
Welchen Beitrag zur Gesellschaft leisten Zivilisten (außer Schneider, Barkeeper und Winzer)?
Wie stehen die Mitglieder der Föderation zueinander? Gibt es Blöcke?
...
Alles Punkte, die immer wieder nur ansatzweise und inkonsistent aufgebracht werden.
"Mutig dort hin gehen, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist." lautet eine Grundprämisse von Star Trek. Das sollte beibehalten werden, durchaus gerne auch in einem Sinne "Dort hin sehen, wo noch nie zuvor ein Zuschauer hingeschaut hat."
Gruß, p^^
PS: Wie steht ihr eigentlich zu einer eher seriellen (z.B. DS9) oder eher episodischen (z.B. TNG) Ausrichtung?
Bad Horse:
Seriell, von der Tendenz her. Episodisch funktioniert eigentlich nur bei Krimiserien (Fall der Woche), und selbst da gibt es häufig einen Überbau.
Was nicht heißt, dass jede Folge zwanghaft zum großen Plot gehören muss. Ein bisschen Abwechslung ist immer gut. ;)
Archoangel:
Cool fände ich das hier: http://www.youtube.com/watch?v=hNxhrPaaCA4
Spass beiseite, ich war eigentlich mit Star Trek: Enterprise (Capt. Archer) sehr zufrieden und finde es schade, dass die Serie abgesetzt wurde. Gerade die Anfänge der Föderation scheinen mir die spannendste Zeit darzustellen, in der viel der obigen Punkte eingebracht werden können. Ansonsten läuft halt Schema F: Wir sind noch toller - es kommen noch tollere Feinde - ein noch tollerer Konflikt - noch tollere Verhandlungen - juhu ... ein neues Föderationsmitglied. Und von Vorne.
Feuersänger:
Ausgehend von den bisher existierenden Folgen kann man einige deiner Fragen durchaus beantworten:
--- Zitat von: pharyon am 30.10.2008 | 15:59 ---Welche Rolle spielt Religion?
Welchen Freizeitaktivitäten gehen die Leute nach (wird immer noch rollengespielt)?
--- Ende Zitat ---
1. Religion wurde bei den Menschen offensichtlich irgendwann zwischen TOS und TNG nahezu komplett ausradiert, und von einer Art New Age Mystizismus ersetzt. In TOS fluchten sie noch oft "Jesus!", ab TNG überhaupt nicht mehr. In einer Folge von Voyager mimt der Holo-Doc bei einer Hochzeit einen Priester im katholischen Ornat, und bringt es fertig, in seiner ganzen Ansprache kein einziges Mal das Wort "Gott" in den Mund zu nehmen. Im Gegensatz dazu besitzen alle anderen Rassen durchaus ihre eigene Religion (immer genau eine pro Rasse).
2. Die Freizeitaktivitäten des Menschen des 24. Jh. beschränken sich auf das Ansehen von Shakespeare-Stücken(*), Poker spielen ohne Geld, und nachspielen von Detektivromanen des 20. Jahrhunders im Holodeck. Auch darf Shakespeare ausschließlich auf der Bühne dargestellt werden, Verfilmungen gibt es nicht, weil es das Medium Film insgesamt nicht mehr gibt. Ebenso gibt es ausschließlich zwei musikalische Genres, nämlich Klassik und Jazz. Kein Rock, kein Industrial, kein Pop, seit dem 24. Jh nichtmal mehr Folk, der ja in TOS noch gelegentlich am Lagerfeuer gepflegt wurde.
Vermutlich wird jeder, der mit Klassik nichts anfangen kann und bei Jazz über Ohrenschmerzen klagt, ins Umerziehungslager gesteckt.
*) Dabei frage ich mich immer schon, was die Menschen dieses Zeitalters überhaupt an Shakespeare finden. Der Barde behandelt in seinen Stücken vornehmlich menschliche Schwächen, die die aufgeklärte Menschheit des 24. Jahrhunderts schon längst überwunden hat und daher keinerlei Relevanz mehr für sie besitzen.
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