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Wie müsste StarTrek (ganz allgemein) aussehen, um zu begeistern?
Eulenspiegel:
--- Zitat von: WitzeClown am 26.02.2008 | 22:23 ---Nur vom "Flottenkommando". Das ist die einzige höhere Instanz von der man hört.
Und sie scheint alles mögliche entscheiden zu können....naja Star Treck.
--- Ende Zitat ---
Das "Flottenkommando" entspricht in unserer heutigen Welt dem "Generalstab".
Und in militärischen Belangen kann der Generalstab auch sehr weisungsbefugt sein, ohne sich in zivile Angelegenheiten einzumischen.
Wiegesagt: Das Flottenkommando hat das Kommando über die Sternenflotte. - Über die zivile Flotte hat das Sternenkommando keinerlei Befehlsgewalt.
Ansonsten schau dir mal irgendwelche Kriegsfilme auf der Erde an. (z.B. Vietnamkriegsfilme oder 2. WK Filme), dort ist der oberste Chef auch der Divisionskommandeur oder der Generalstab. - Natürlich gibt es irgendwo ganz weit weg in den USA einen Präsidenten und einen Senat. Der einfache Soldat erhält seine Befehle aber weder vom Präsidenten noch vom Senat.
Und wenn wir StarTrek jetzt auf die USA übertragen würden, dann hätten wir:
- Raumschiff Enterprise ist ein Flugzeugträger oder ein Panzerbataillon.
- Der Captain des Raumschiffes ist entweder der Kapitän des Flugzeugträgers oder der Bataillonskommandant.
- Das Flottenkommando ist der 'Generalstab der Navy' bzw. der 'Generalstab des Heeres'.
- Und den Senat sieht man weder in StarTrek noch in US-Kriegsfilmen.
--- Zitat von: Darkwalker am 26.02.2008 | 23:15 ---Also wohl doch zumindest ZK-Sozialismus
--- Ende Zitat ---
Also dass die Förderation als Wirtschaftsform kein Kapitalismus ist, kommt in irgendeiner DS9 Folge vor. (Wo sich ein paar Besucher von der Erde über das Verhalten der Ferengi wundern und sie aufgeklärt wurden, dass Menschen sich früher auch so verhalten haben.)
Aber welche nicht-kapitalistische Wirtschaftsform die Förderation genau hat (ob Sozialismus, Anarchismus oder sonstwas), das habe ich bisher noch aus keiner Folge erfahren.
Darkwalker:
In einer frühen TNE Folge wo sie die drei Typen in dem Satelliten auftauen erzählt Picard mal das Geld abgeschaft ist. Scheint also in die Richtung "Ein Jeder nach seinen Bedürfnissen" zu gehen. TNE-Replikatoren machen es möglich.
Mir sind SG1 Replikatoren lieber. Speziell Replicarter ~;D
Mr Grudenko:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 27.02.2008 | 00:36 ---Ansonsten schau dir mal irgendwelche Kriegsfilme auf der Erde an. (z.B. Vietnamkriegsfilme oder 2. WK Filme),
...
- Raumschiff Enterprise ist ein Flugzeugträger oder ein Panzerbataillon.
--- Ende Zitat ---
Sorry, IMHO falsche Kriege und ihre Filme, wenn dann eher was mit Napoleon und "Master & Commander" >;D
IIRC hat ja Roddenberry ja mal erklärt, daß u.a. die Hornblower Geschichten eine Inspiration für Star Trek gewesen wären.
Und damit wäre die Enterprise weniger an der CVN-65 angelehnt, als vielmehr an z.B. der "Endeavor" von Cpt. Cook (und anderen Schiffen europäischer Entdecker des 18. und frühen 19. Jahrhunderts).
Uebelator:
Oh, noch was, das mir gerade eingefallen ist.
Ja, StarTrek darf gern ein wenig Bezug zu aktuellen politischen Themen haben. In der Post-9-11-Zeit könnte man sich da Folgen vorstellen, die sich mit religiösem Fanatismus beschäftigen, oder mit der Bedrohung von innerhalb (Jeder könnte ein Terrorist sein.). Wurde ja teilweise bei "Enterprise" auch gemacht.
Was mir bei Enterprise allerdings schweren Brechreiz ausgelöst hat war, dass irgendwann (dritte Staffel? vierte Staffel?) die ganze Serie quasi ein Spiegelbild der amerikanischen Aussenpolitik war. Hatte so einen komischen Propaganda-Beigeschmack das Ganze. (Mit so Themen wie:"Wir greifen den Feind an, weil er uns angreifen könnte. Und wir findens super!")
Sowas möchte ich bitte nicht nochmal sehen!
Yerho:
Um mich noch einmal zu locken, müsste Star Trek aufhören, sich ständig auf diese uniformierten Langweiler der Sternenflotte zu konzentrieren. Ein paar zivile (wenn auch nicht unbedingt zivilisierte) Helden wären meines Erachtens an der Reihe - man sollte sozusagen die bisherigen Neben- oder sogar Kulissen-Charaktere zu Hauptcharakteren machen.
Ansonsten dürfte man gerne konsequent fortführen, was die letzte Serie andeutungsweise gebracht hat: Weniger geleckte Charaktere, weniger "Gebt mir einen Schraubenzieher und zwei Minuten Zeit"-Problemlösungen. Ergänzend dazu ein absolutes Verbot von allem, was nach "temporaler Anomalie" riecht.
Weiterhin müssten abwechslungsreichere Planeten, Spezies und Kulturen auf der Agenda stehen. Bisher unterscheiden sich die meisten Spezies durch gerade ein oberflächliches Charaktermerkmal (Klingonen kriegerisch, Romulaner intrigant, Ferengi geldgeil etc. p.p.) und die Planeten und Architekturen unterscheiden sich manchmal nur durch die Farbe. Auf Schwachsinn wie Planeten mit nur einem Ökosystem könnte man bei der Gelegenheit auch gleich verzichten.
Auch schön wären interessantere und wechselhafte Konstellationen von Freund und Feind; oder der politischen Situationen an sich. Das "Ein Planet, eine Gesellschaftsordnung"-System ist doch ätzend. Bestenfalls sind es mal zwei verfeindete Ideologien pro Planet und die - Fanfare! - Sternenflotte muss vermitteln ... Das geht auch anders.
Kurz, ich würde mir wünschen, dass Star Trek etwas weniger statisch und dafür bunter (nicht unbedingt farbenfroher!) wird.
Dass in Sachen Kulturen und Technik nicht nach Schema F vorgegangen wird und es dabei mehr Abwechslung gibt.
Dass auch weniger pflichtbewusste Charaktere mit weniger noblen (nicht unbedingt schlechten) Absichten im Vordergrund stehen können.
Und dass der Weltraum endlich dreidimensional wird.
Ach ja, und kein "American Way of Life" mehr. Keine feuchten Träume von sonnigen Farmen und Jagdhütten, kein Baseball auf dem Schreibtisch. Oder jedenfalls nicht nur das.
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