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[PtA] Budgetkürzungen
tartex:
Jetzt verstehe ich, was du mit "Kopf" meinst... Man soll sich nicht zu sehr anstrengen, sondern einfach Spass haben. Tatsache ist, dass ich sehr viel Spass damit habe über Drehbuchstrukturen usw. nachzudenken. Da ich das aber nicht in Echtzeit schaffe (parallel zum Spielen), mache ich es bei PtA auch gar nicht. ;D
Was ich meinte: wenn mir die Verluststakes nicht gefallen, weil sie die Handlung aus dem Rahmen werfen würden, setze ich lieber weniger Karten als nochmals für 5 oder 10 Minuten rumzudiskutieren.
Bestes, wenn auch stark überzeichnetes, Beispiel: der Konflikt hinten im Regelwerk ums Entschärfen der Atombombe. Wenn ein Spieler nach langem Überlegen damit kommt, dass beim Scheitern die Bombe explodiert, würde ich das nur in den ersten paar Szenen nochmals besprechen, aber gegen Ende der Episode aus Rücksicht auf den Spielfluss einfach nicht so viele Karten setzen, damit die Bombe nicht explodiert. Natürlich nicht ideal, aber meiner Meinung nach vorzuziehen. Sonst kommt es ja zu der von dir geschmähten Kopfarbeit.
Klar: wenn die Spieler die Regeln vollkommen kapiert haben, würden sie passendere Stakes setzen, da ich aber regelmäßig mit Neulingen spiele, haben die halt die Regeln noch nicht besser kapiert. Solange Leute, dass erste Mal PtA spielen, werden sie beim Stakessetzen am Anfang einiges falsch machen... Und ich werde es nicht in der 7. oder 8. Szene zum wiederholten Mal ausdiskutieren, um meine Stammspieler zu langweilen, sondern eher weniger Karten verbrauchen.
Fredi der Elch:
--- Zitat von: tartex am 27.04.2008 | 08:23 ---Was ich meinte: wenn mir die Verluststakes nicht gefallen, weil sie die Handlung aus dem Rahmen werfen würden, setze ich lieber weniger Karten als nochmals für 5 oder 10 Minuten rumzudiskutieren.
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Klar: wenn die Spieler die Regeln vollkommen kapiert haben, würden sie passendere Stakes setzen, da ich aber regelmäßig mit Neulingen spiele, haben die halt die Regeln noch nicht besser kapiert. Solange Leute, dass erste Mal PtA spielen, werden sie beim Stakessetzen am Anfang einiges falsch machen... Und ich werde es nicht in der 7. oder 8. Szene zum wiederholten Mal ausdiskutieren, um meine Stammspieler zu langweilen, sondern eher weniger Karten verbrauchen.
--- Ende Zitat ---
Wenn du damit gut zurecht kommst, ist es vermutlich kein Problem. Dennoch ist es IMO nicht die optimale Lösung, denn auch wenn du wenige Karten setzt, könnten die Stakes trotzdem kommen (ich habe das schon mehrfach gesehen - Wahrscheinlichkeiten sind merkwürdig).
Folgendes würde ich empfehlen:
1. Mach dir keine Gedanken über die "Handlung", dann können die Stakes die Handlung auch nicht aus dem Rahmen werfen. Ehrlich, ich finde es einfacher, da nicht drüber nachzudenken und es auf michzukommen zu lassen. Die spannedsten Dinge entwickeln sich oft aus den Ergebnissen, die man nicht erwartet hatte.
2. Such die richtigen Stakes. Ich weiß, du willst nicht lange drüber diskutieren. Mach's trotzdem (wenigstens ein bisschen). Die richtigen Stakes zu finden (bzw das Finden zu moderieren) ist dein Job als Producer, den solltest du ernst nehmen. Und ich habe auch schon oft mit Noobs gespielt, da gab es eigentlich nie Probleme. Ich erkläre das immer so: "Beide Ergebnisse müssen in die Story passen. Stellt euch vor, das wäre eine Fernsehserie: Würde das dann passen?" Und ich kann mich auch mal sperren, wenn der Stake die Serie beenden würde (wie z.B. das Atombomben-Beispiel). "Leute, das geht nicht, wir brauchen was anderes" ist durchaus legitim. Und Vorschläge sollte man als Producer auch machen, denn an den Beispielen können die Spieler lernen.
Aus meiner Erfahrung heraus muss man dann nicht zum wiederholten Mal diskutieren, weil es auch für Anfänger ziemlich schnell einsichtig ist.
Das Vorgehen halte ich für sicherer, da man 1. sicherstellt, dass nicht doch per Zufall doofe Stakes kommen und 2. die Spieler PtA besser verstehen lernen. Denn wenn du ihnen immer im geheimen die Arbeit abnimmst, lernen sie es nie.
Celdorad:
--- Zitat von: Fredi der Elch am 27.04.2008 | 09:47 --- Denn wenn du ihnen immer im geheimen die Arbeit abnimmst, lernen sie es nie.
--- Ende Zitat ---
Exakt. Hatte mal so einen Fall. Da wollte ein Spieler nicht diskutieren, sondern entweder was vom Prod. vorgeschlagen bekommen oder schon selber eine Idee haben. Sein Gedanke: Wer diskutiert verliert die Immersion.
Ich habe erst versucht ihm immer was vorzuschlagen, aber dann war es kein PtA mehr. Ich war plötzlich SL und wollte das doch gar nicht. Alles nur, weil er keine Lust auf Diskutieren hatte und ich ihm nicht sofort auf die Füße getreten bin und gesagt habe: "So ist PtA, akzeptiere es oder spiel was anderes!"
tartex:
Ich hab das Problem, dass wenn ich einmal in Fahrt komme, meine Klappe nicht mehr halten kann und andauernd Vorschläge mache, wie die Spieler noch coolere Stakes und Szenen haben könnten. Bin halt ein schlechter Producer. ;D Mach das aber als Spieler genauso. Hab mich eh jahrelang im klassischen Rollenspiel zurückhalten müssen. >;D
Das Problem ist also weniger, dass ich nicht diskutieren will, sondern, dass ich 80% der Diskussionzeit für mich vereinnahme, wenn ich in den PtA-Koller komme. ~;D Deshalb weniger diskutieren und am besten mit wechselnden Producer spielen, denke ich.
Fredi der Elch:
--- Zitat von: tartex am 27.04.2008 | 11:30 ---Das Problem ist also weniger, dass ich nicht diskutieren will, sondern, dass ich 80% der Diskussionzeit für mich vereinnahme, wenn ich in den PtA-Koller komme. ~;D Deshalb weniger diskutieren und am besten mit wechselnden Producer spielen, denke ich.
--- Ende Zitat ---
Das geht sicher auch, ist aber nicht die Lösung, die ich persönlich empfehlen würde (aus genannten Gründen - speziell: die Spieler lernen es nicht). Ich würde eher ganz was einfaches vorschlagen: üben, üben, üben! Wenn du weißt, wo du als Producer noch nicht so gut bist... werd besser! Mach einen Vorschlag und dann nimm dich ganz bewusst zurück. Es ist schließlich noch kein Meister-Producer vom Himmel gefallen und so.
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