Autor Thema: Ungeliebte Systeme  (Gelesen 23372 mal)

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Offline Blizzard

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Ungeliebte Systeme
« am: 17.05.2008 | 12:23 »
Geschmäcker sind verschieden. Was dem einen gefällt oder gar sein Lieblingssystem ist-das würde ein anderer nicht mal mit Beißzange anfassen würden-und umgekehrt. Mich würde daher mal interessieren: Welche Systeme mögt ihr nicht und warum?
"Wir leben nach den Regeln, wir sterben nach den Regeln!"

"Wer nicht den Mut hat zu werfen, der wird beim Würfeln niemals eine Sechs erzielen."

Ein

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #1 am: 17.05.2008 | 12:27 »
Ich rieche Rauch. Das Thema schreit nach Flame War. ;)

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #2 am: 17.05.2008 | 12:28 »
TORG
- weil ich keine Systeme mag die sich keinen Deut um Ausgewogenheit scheren.

Erstaunlich, allen anderem konnte ich immer etwas abgewinnen.

Markus
Kündigt eure Bahncard mindestens 6 Wochen vor Ablauf, es ist ein Abo!&

Offline JS

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #3 am: 17.05.2008 | 12:59 »
- shadowrun, weil mir alle fanboys ständig irgendeinen blödsinn von der grandesse dieses systems erzählen und ich sie trotz guten willens und mehrerer testrunden einfach nicht erkennen konnte. und es ist nicht so, daß ich ein systemnewbie bin.
- earthdawn, weil die würfelstufenmechanik einfach absurd kompliziert ist. total albern. ansonsten einige gute ansätze.
- dsa (besonders 4), nachdem (etwas übertrieben gesagt) viele sessions zur hälfte nur aus diesem attacke-parade-beklopptsinn bestanden.
- arcane codex, weil es platt zusammengeklaut ist und teilweise hirnlos unbalanciert.

anfeinden übrigens nutzlos, ich ändere da meine meinung nicht. no way.
:D
« Letzte Änderung: 17.05.2008 | 13:04 von JS »
Wer gern sagt, was er denkt, sollte vorher etwas gedacht haben.
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killedcat

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #4 am: 17.05.2008 | 13:00 »
aahhhhh. Auf einen solchen Thread habe ich gewartet. Endlich kann ich meiner Arroganz freien Lauf lassen ;) Eine Vorab-Bemerkung: Es ist wie Blizzard sagte: es handelt sich bei den ungeliebten Systemen um rein subjektive Bewertungskriterien. Ich weiß, dass die Systeme, die ich nicht mag, meist eine große Fangemeinde haben, und die Spieler viel Spaß mit den Systemen haben. Es hat einfach bei mir nicht geklappt.


Enttäuschungen:
1. DSA4
Als alte DSA-Fans haben wir lange auf die neue Ausgabe gewartet. Wir erwarteten ein einfaches System das leicht zu spielen ist und ein gewisses Feeling transportiert, das wir von DSA1 her kannten. Was wir bekamen war kompliziert ohne Mehrwert zu bieten und transportierte nur Frust. Es war die größte RPG-Enttäuschung, die ich je erlebt habe. Vielleicht waren auch unsere Erwartungen zu hoch, aber so würde ich DSA nicht spielen, wenn es das einzige RPG auf der Welt wäre.

2. GURPS
GURPS ist genau das, was ich schon immer wollte: ein universelles System mit Dutzenden von Erweiterungen für jeden Zweck. Genau das habe ich gesucht. Was finde ich? Ein halbwegs passables Basis-System, das keineswegs universell ist, sondern für jeden Mist einfach Zusatzregeln reinpfriemelt. So kann ich auch DSA zum Universalsystem machen. Kurzum: Universell / Generisch ist nicht das System, sondern die vielen Sonderregeln machen es dazu. Dazu kommt, dass man als Powergamer sehr schnell Maximalwerte erreicht oder dass Einsteiger sich an GURPS die Zähne ausbeißen. Auch die Glockenkurve gefällt mir nicht. Unendlich schade. Ich schaue voller Neid auf die GURPS-Spieler, denen das alles nichts ausmacht und die damit ein System für alles haben. Ich kann über die Mängel (für mich sind es welche) einfach nicht hinwegsehen und würde es meiner Gruppe nicht antun.

3. D&D 3.x / D20
Dieses System ist ein Fast-hätte-es-Liebe-sein-können-System. Aber Liebe und Hass liegen dicht beieinander. Das D20-Grundprinzip gefällt mir. Alles gnadenlos mit Attacks of Opportunity und kreuzreferenzierenden Feats zu verkomplizieren hingegen nicht. Skillsteigerung etc. könnte deutlich leichter sein. Auch dass man Charaktere hoffnungslos "verskillen" kann, finde ich doof. Ich habe viel Gutes von der Saga-Edition von Star Wars gehört. Vielleicht besteht doch noch Hoffnung für D&D 4. Aber so wie D&D derzeit ist, gibt es zu viele Systeme, die deutlich eleganter sind und die ich jederzeit vorziehen würde. Pfui, wizards! Eine gute Idee schlecht umgesetzt.

4. D6
Cool: wild die, generisch, unkompliziert. Uncool: Addition, Würfelpool, wenige Möglichkeiten Charaktere zu individualisieren. Irgendwie sehen irgendwann alle Charaktere ziemlich gleich aus, wertetechnisch. Das hat D6 mit anderen Systemen gemeinsam, fällt mir hier aber ganz besonders auf.

5. Shadowrun
Orks im Hochhaus? Cyber-Zwerge bekämpfen Troll-Schamanen im Cyberspace? Ich halte den Hintergrund von Shadowrun für uninspiriert und uninteressant. Verbunden mit einem System, das nicht wirklich heraussticht ist Shadowrun für mich ein no-go.

Offline JS

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #5 am: 17.05.2008 | 13:03 »
kurz zu d6: das ist richtig, hat sich aber mit der neusten edition erledigt. dort gibt es nun auch spezialfähigkeiten, vorteile, nachteile usw. auch sonst ist gut an den mechaniken gewerkelt worden.
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Fire

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #6 am: 17.05.2008 | 14:07 »
- shadowrun, weil mir alle fanboys ständig irgendeinen blödsinn von der grandesse dieses systems erzählen und ich sie trotz guten willens und mehrerer testrunden einfach nicht erkennen konnte. und es ist nicht so, daß ich ein systemnewbie bin.
- earthdawn, weil die würfelstufenmechanik einfach absurd kompliziert ist. total albern. ansonsten einige gute ansätze.
- dsa (besonders 4), nachdem (etwas übertrieben gesagt) viele sessions zur hälfte nur aus diesem attacke-parade-beklopptsinn bestanden.
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anfeinden übrigens nutzlos, ich ändere da meine meinung nicht. no way.
:D

Kann ich eigentlich ALLES so unterschreiben :)

Offline Crimson King

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #7 am: 17.05.2008 | 14:12 »
d20, weil ich Systeme mit überbordenden HP-Zahlen und extremem Zuwachs an Powerlevel nicht mag. Bei D&D kommt da noch das bescheuerte Magiesystem hinzu.

Rolemaster, GURPS und alle anderen Systeme, die versuchen, die Welt in Würfelergebnissen abzubilden.

DSA, weil es für mich die Daily Soap unter den Rollenspielen ist: eine Aneinanderreihung von Alltäglichkeiten und Belanglosigkeiten.
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.

J.W. von Goethe

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #8 am: 17.05.2008 | 14:14 »
- earthdawn, weil die würfelstufenmechanik einfach absurd kompliziert ist. total albern. ansonsten einige gute ansätze.

Was ist daran absurd kompliziert, wenn es für jede Fähigkeitsstufe eine Würfelkombination gibt, die im Mittel genau ein Ergebnis in Höhe der Stufe bringt? Da ist zBsp die DSA Talentprobe um einiges komplizierter.

Ich sehe bei ED eher das Problem, dass

A. Alle Adepten derselben Diszi sich in ihren Fähigkeiten sehr ähneln

B. Die Kämpfe später sehr lange dauern ohne den taktischen Reiz eines D&D 3.x zu entwickeln
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Offline JS

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #9 am: 17.05.2008 | 14:20 »
Was ist daran absurd kompliziert, wenn es für jede Fähigkeitsstufe eine Würfelkombination gibt, die im Mittel genau ein Ergebnis in Höhe der Stufe bringt?

tjaja, dann frag mal unseren meister, der seit jahren k**zt, wenn er zahlreiche nsc im kampf führen muß und immer schön ihre wundstufen anpassen darf, weil an ihm zufälligerweise kein mathegenie verlorengegangen ist, das alle mittel mitsamt veränderungen on the fly aus dem ärmel schüttelt. da kommt freude auf mit der megatabelle im sl-schirm und dem notizblock.
nene, für das grottige earthdawn kann mich niemand mehr gewinnen. steht auf einer stufe mit den fast noch grottigeren dsa-fertigkeitsproben.
 :q
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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #10 am: 17.05.2008 | 14:22 »
Dann mal meine Liste:

DSA 4.x
Zum kotzen kompliziert und ausufernd, dabei ohne Sinn und Verstand. Die Autoren wirken wie blutige Amateure beim Regeldesign, die grandios an ihren großen Zielen gescheitert sind. Und so unbedarft/unfähig sind, dass sie es nichtmal merken. Die Welt ist dazu reine Vorgartenfantasy (alle Bemühungen das zu ändern sind immer peinlich und/oder langweilig geraten) und muss erheblich aufgepimpt werden um für Erwachsene bespielbar zu sein.

Irgendwelcher minimalistischer Indiescheiss ala Wushu, The Pool, The Window etc. Kann ich überhaupt nichts mit anfangen.



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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #11 am: 17.05.2008 | 14:24 »
@JS
Modifikationen auf die Stufe, die nicht permanent oder quasipermanent sind sollten mit einem Bonus/Malus auf das Würfelergebnis gehandhabt werden, nicht mit einer Verschiebung der Stufe, ansonsten ist es wirkich ätzend, da gebe ich dir recht. Diese Regelung ist übrigens bei EDC offiziell.
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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #12 am: 17.05.2008 | 15:30 »
@Ehron:
Nein; du darfst dich da ruhig auch über das Setting aus :puke:. Zudem siehst du ja schon an den Antworten hier, dass die Leute da teilweise recht fröhlich nicht differenziert haben. Mich stört das nicht. ;)

Meine Liste:
1. Shadowrun
in erster Linie deswegen:
Orks im Hochhaus? Cyber-Zwerge bekämpfen Troll-Schamanen im Cyberspace? Ich halte den Hintergrund von Shadowrun für uninspiriert und uninteressant. Verbunden mit einem System, das nicht wirklich heraussticht ist Shadowrun für mich ein no-go.
und aber auch deswegen:
weil mir alle fanboys ständig irgendeinen blödsinn von der grandesse dieses systems erzählen und ich sie trotz guten willens und mehrerer testrunden einfach nicht erkennen konnte. und es ist nicht so, daß ich ein systemnewbie bin.
Das kann ich nur ALLERFETTESTENST unterstreichen.Danach folgt lange,lange erstmal nichts.

2.: DSA 4. Ich will die Zeit mit Rollenspielen verbringen und nicht mit Char-erschaffen und dann für einen Char auch noch 5 verschiedene Bücher benötigen ::)

3. Degenesis. Weil es insgesamt zu dystopisch ist, es scheinbar nur die Farbe Grau dort gibt, manche Texte einen vermuten lassen, dass die Autoren sie in völlig bekifftem Zustand verfasst haben...das Kreuz mit den Kulten...und auch das Regelsystem wirkte letzen Endes irgendwie uninspiriert und unausgereift.

4.Lodland. Auch wenn ich es anfangs nicht glauben wollte, aber Lodland ist für mich letzten Endes leider doch nur
Obwohl es unter Wasser spielt: Staubtrockene SF, ohne große Überraschungen.
Das was mich wirklich dran gestört hat, ist, dass mir Lodland zu wissenschaftshartwurstig war, und auch das System hat mir zum einen nicht gefallen und konnte mich zum anderen nicht überzeugen.

5. Earthdawn. Hier missfällt mir wie bei vielen anderen die Würfelmechanik, obwohl ich sie an und für sich interessant finde-aber die Umsetzung is leider net so toll. Grade bei ED-Neulingen wirkt das leider eher abschreckend...aber das Setting ist echt gut, da gibt's nix dran zu rütteln.

Ich weiß, dass die Systeme, die ich nicht mag, meist eine große Fangemeinde haben, und die Spieler viel Spaß mit den Systemen haben. Es hat einfach bei mir nicht geklappt.
Same here. ;)

« Letzte Änderung: 17.05.2008 | 15:32 von Blizzard »
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Offline DeadOperator

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #13 am: 18.05.2008 | 00:32 »
@Ehron:
Nein; du darfst dich da ruhig auch über das Setting aus :puke:. Zudem siehst du ja schon an den Antworten hier, dass die Leute da teilweise recht fröhlich nicht differenziert haben.

Hm, ich finde eigentlich schon, dass sie das haben. Bisher wurde viel über Mechanik und würfel geschrieben. Baer ich mag natürlich nicht kneifen ;)

1. HEROSYSTEM:
Weil es versucht alles mit den gleichen Regeln möglichst kompliziert und vor allem TROCKEN zu regeln. Mann kann zur erschaffung eines Löffels ähnlich viele Punkte ausgeben wie für eine Superheldenfähigkeit... na ja. Ich hab es länger gespielt und nie verstanden. Vor allem hab ich nicht verstanden WARUM ich das verstehen soll ;)

2. DSA2+:
Ist oft genug geschrieben worden

3. D&D3.x:
Weil es für den Sinn - der sich mir bisher erschlossen hat - zu komplex ist. Bis auf die Tatsache, dass sich die Bücher damit gut verkaufen lassen, machte es für mich wenig Sinn dutzende Feats zu haben die alle unterschiedlich heißen, aber alle praktisch das gleiche machen... +/- 1 auf irgendwas... BOOORING! Da spiele ich lieber Castles & Crusades

4. Rolemaster/MERS
wurde auch schon geschrieben... Muss Erst Regeln Suchen... und so. Ich HASSE Tabellen. Einzige Ausnahme: Hârnmaster. Da war das irgendwie gut gemacht.

5. Fading Suns
Das System finde ich grottig. Passt nicht zum Setting, ist imba, die Charaktere können nix ...





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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #14 am: 18.05.2008 | 00:53 »
Obwohl ich mir nur selten Regeln durchlese, folgen hier dennoch diejenigen, die mir bereits auf den ersten Blick als vollkommen absurd erscheinen:

Earthdawn: weil sich die Adepten innerhalb der Klassen kaum unterscheiden. Außerdem hat beim Regelbauen dort scheinbar niemand verstanden oder berücksichtigen wollen, dass nicht nur der Erwartungswert, sondern auch die Streuung von Würfelwürfen variieren kann.

DSA4: weil das System unnötig kompliziert ist und einem Anspruch hinterherhinkt, der in meinen Augen weder Aventurien noch dem Ursprungsgedanken noch den Spielern gerecht wird.

Shadowrun (soll sich seit V4 geändert haben): weil die unterschiedliche Progression von Schwierigkeit und Würfelanzahl ignoriert wird.

Generell: wenn mit zunehmender Komplexität des Regelwerks keine verbesserte Simulation der Spielwelt oder erweiterte Möglichkeiten für die Spieler einhergehen, find ichs scheiße. Meinetwegen reicht nen W6 plus Bauchgefühl des SL (und notwendig ist nicht mal das). Aber wenn man schon mehr Regeln strickt, sollen die auch wenigstens mehr Spielwelterleben oder mehr Spielermöglichkeiten bringen.

Offline D. Athair

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #15 am: 18.05.2008 | 01:52 »
Arcane Codex: Weil es nicht mehr ist als ein Aufkochen von dem, was sonst ganz gut schmeckt. Also Pizza mit Sushi, Dönerfleisch und Schokosoße.


... bei (fast) allem anderen würde ich zumindest zuschauen.


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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #16 am: 18.05.2008 | 11:35 »

Earthdawn: [...] Außerdem hat beim Regelbauen dort scheinbar niemand verstanden oder berücksichtigen wollen, dass nicht nur der Erwartungswert, sondern auch die Streuung von Würfelwürfen variieren kann.


Vielleicht nicht, es ist aber jedenfalls nicht schlimm: http://www.earthdawn.com/index.php?categoryid=25&p2005_articleid=9
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Offline JS

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #17 am: 18.05.2008 | 12:32 »
welcher rollenspieler glaubt denn bitte noch an solche mathebegründungen? hm, ok... unser physiker, der seit jahren nicht verstehen kann, daß er grottenschlecht und weit unter durchschnitt würfelt, während andere von uns wahre würfelergebnisgötter sind.
aber: die mathematik kann ja in bezug auf rollenspiel nicht lügen.
 ~;D
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Offline DeadOperator

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #18 am: 18.05.2008 | 12:39 »
Wie geil ist das denn? Kann diese Wahrscheinlichkeitsrechnung mal einer für Reign machen?  ~;D
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Offline 1of3

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #19 am: 18.05.2008 | 12:56 »
- DSA. Eigentlich putzige Welt, aber die Regeln.

- SR. Der Fetisch, alles (von technischen Gerätschaften bis zu Fernkampfsalven) möglichst fiddelig zu veranstalten, nervt ganz erheblich.

- Vampire: Die Maskerade. Ursprünglich eigentlich mal ne schöne Idee, aber dann kamen die Nicht-Camarilla-Clans. Außerdem sind die Fans... merkwürdig.

Offline Kardinal

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #20 am: 18.05.2008 | 13:30 »
Systeme:

DSA
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Earthdawn
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Shadowrun
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Offline Grimnir

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #21 am: 18.05.2008 | 13:31 »
Eigentlich ähnlich wie bei 1of3 (oder bei vielen anderen hier), aber teilweise aus anderen Gründen:

- DSA: In den Regionen, in denen ich spiele, macht das Spiel Spaß. Aber nur mit D20-Regeln...

- Shadowrun: Nein, nein, und nein *aufstampf*. Ich will kein Cyberpunk-Fantasy-Crossover!

Es grüßt
Grimnir
Selber Regelwerke schreiben zeugt IMHO von einer reaktionär-defaitistischen Haltung [...]

Vergibt Mitleidspunkte...
... und hetzt seine Mutter auf unschuldige Tanelornis (hier der Beweis)

Offline JS

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #22 am: 18.05.2008 | 14:05 »
wie ich sehe, sind die fasa-systeme allgemein sehr beliebt.
:D
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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #23 am: 18.05.2008 | 14:24 »
Vielleicht nicht, es ist aber jedenfalls nicht schlimm: http://www.earthdawn.com/index.php?categoryid=25&p2005_articleid=9

Danke für den Link! Da könnte man aber gut einen eigenen Thread draus machen, denn "schlimm" ist relativ. Wenn sich die Wahrscheinlichkeitsverteilungen zwischen den Steps im Hinblick auf die Streuung tierisch voneinander unterscheiden, finde ich das blöd (siehe z.B. im verlinkten Artikel Step 13 -> Step 14). Ist aber natürlich (vollkommen threadkonform) Geschmackssache.

Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Re: Ungeliebte Systeme
« Antwort #24 am: 18.05.2008 | 14:26 »


- Shadowrun: Nein, nein, und nein *aufstampf*. Ich will kein Cyberpunk-Fantasy-Crossover!


  Konzise formuliert - mehr könnte ich auch nicht dazu sagen  :D

Bei mir kommt noch dazu : D20 in allen mir bis jetzt begegneten Inkarantionen ... allerdings muß ich zugeben, daß der Urknall meines D20-Hasses einfach die Art ist, wie damals die Umstellung von Star Wars von D6 auf D20 betrieben wurde : "keine Angst, ihr Fans, wir werden ein neues Star Wars - Regelwerk herausbringen, das einen völlig schmerzlosen Übergang bringen wird, ihr werdet es kaum merken ..." Und was war ? D6 in die Tonne, und einfach die D&D-Regeln ans SW-Universum drangeflanscht .
Vorher : Bau dir, was du willst , nachher : Wähle eine Klasse, werde dann bloß in den Bereichen besser, die wir dir ausgesucht haben ... brrrr  :q


Und überhaupt : Ich HASSE alle Systeme, in denen keine freie Entwicklung oder Charaktererschaffung möglich ist ... bitte keine Klasse oder sonstige vorgegebene Archetypen.
 Ich mag generell, wenn ich mir im Baukastenprinzip einfach die Figur bauen kann, die mir vorschwebt (ohne mir dazu neben den Grundregeln zwanzig zusätzliche Hardcoverbände zulegen zu müssen ) , und ich liebe es, wenn mein Chrakter dann entsprechend seinen Erfahrungen besser wird, also wenn der Etikette-un-Benimm-Hofschranzenschnösel nach vier Wochen Herumstoplern in der Wildnis besser in Outdoor-Fähigkeiten geworden ist, und nicht automatisch seine Hofschranzen-Fertigkeiten verbe´ssert hat.

Was mich noch zu einem gehassten System führt :

Warhammer FRPG : An für sich ganz nett, aber die bescheurten Career Paths - wieso ist jedem Charakter seine Weiterentwicklung so rigide vorgschriben ? Wozu soll ich jemanden spielen, von dem eh feststeht, wie er sich weiter verändern wird ?
« Letzte Änderung: 18.05.2008 | 14:33 von Kwuteg Grauwolf »
Theirs not to make reply,
Theirs not to reason why,
Theirs but to do and die:
Into the valley of Death
    Rode the six hundred.