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Würfelwahrscheinlichkeiten bei Unterwürfelproben
Dom:
@Set:
--- Zitat ---Aber es ist ja eben so, daß Deine Grundannahme das Ergebnis vorwegnimmt. Wenn es nur auf geschafft und nicht-geschafft ankommt, dann kann man eben diesem Ereignis GENAU EINE Wahrscheinlichkeit zuordnen, die man widerum mit jedem Zufallsgenerator abbilden kann.
--- Ende Zitat ---
Genau das wollte ich erklären. Und ja, das Ergebnis ist eine direkte Folgerung aus der Grundannahme (nichts anders bedeutet ja, deine Formulierung). Offenbar ist dieser Zusammenhang aber nicht überall angekommen.
Wenn es für dich eine Tivialität ist: Sehr gut! Weitermachen :)
EDIT: @Merlin:
--- Zitat ---Ich fürchte nur, daß das, was Du dort über DSA sagst, gar nicht zutrifft; weder werden die Proben gewöhnlich binär (und nicht einmal quaternär) ausgewertet, noch werden die meisten Würfe gegen einen Vergleichswert betrachtet. Insofern taucht der betrachtete Sonderfall bei DSA so gut wie gar nicht auf.
--- Ende Zitat ---
1. Du hast den angesprochenen Thread offenbar nicht gelesen, denn da wurde genau über einfache Unterwürfelproben diskutiert.
2. Unabhängig davon ändert die Tatsache, ob es bei DSA eine Rolle spielt oder nicht, meine Aussage in keiner Weise.
Kinshasa Beatboy:
@ Dom:
Magst Du den erwähnten DSA-Link mal posten?
Ansonsten noch mal kurz eine Nachfrage zur Klärung:
--- Zitat von: Dom am 24.05.2008 | 16:39 ---Weil ich denke, dass viele Leute keine Ahnung haben, was es mit der Varianz von Würfelwürfen auf sich hat. Häufig liest man ja: "Mir sind 3W6 lieber als W20, weil die eine schönere Glockenkurve haben und die Varianz kleiner ist als beim W20. Weniger Varianz bedeutet weniger Zufallseinfluss." Das ist aber (zumindest für Unterwürfelsysteme) Unsinn.
--- Ende Zitat ---
Meinen die Leute damit vielleicht, dass man beispielsweise bei GURPS oder HERO mit einem Talentwert von 15 unmodifizierte Proben sehr wahrscheinlich schafft, während man beim W20 mit TW 15 immer noch eine recht erkleckliche Fehlschlagsrate in Kauf nehmen muss? Das ist doch eine direkte Folge der Varianz. Je kleiner die Varianz einer Wahrscheinlichkeitsverteilung, desto unwahrscheinlicher die Extremwerte. Wo ist das Problem abgesehen vom unpräzisen Ausdruck?
Eulenspiegel:
@ Kinshasa
Nein, das ist keine Folge der zu großen Varianz:
Schau dir wie gesagt mal die Würfelmechanik max{1W20, 1W20, 1W20} an. Dieses System hat eine geringere Varianz als das gleichverteilte W20 und trotzdem gilt:
Jemand mit Talentwert 15 hat bei 1W20 eine bessere Chance, die Probe zu schaffen als bei max{3* 1W20}.
Die Tatsache, dass man mit Talentwert 15 bei Gurps bessere Chancen auf das gelingen hat, hat nichts mit der Varianz zu tun.
@ Turning Wheel
Ja, das stimmt: Wenigstens innerhalb eines Systems sollte man tatsächlich die gleiche Varianz beibehalten.
Sonst tritt tatsächlich das Phänomen auf, dass der Anfänger eine sehr schwere Aufgabe leichter lösen kann als der Experte.
Dom:
- zum DSA5-Thread
--- Zitat von: Kinshasa Beatboy am 25.05.2008 | 21:45 ---Wo ist das Problem abgesehen vom unpräzisen Ausdruck?
--- Ende Zitat ---
Ich habe das Gefühl, es ist eben nicht nur die unpräzise Ausdrucksweise, sondern ein ungenügendes Verständnis. Wenn es nur eine unpräzise Ausdrucksweise ist, dann ist alles in Ordnung.
Ich zitiere mal:
--- Zitat von: Albernia ---Flo, du verstehst es nicht. Um es korrekt zu formulieren:
Ein Experiment aus einem Zufallsvorgang (-> Ein Würfelwurf) hat eine größere Varianz als ein Experiment, welches aus drei Zufallsvorgängen besteht (-> Drei Würfelwürfe). Und die Varianz drückt die Streuung um den Erwartungswert an.
Simpel formuliert: Eine große Varianz ist scheisse, weil dadurch mehr dem Zufall überlassen wird!
--- Ende Zitat ---
Merlin Emrys:
--- Zitat von: Dom am 25.05.2008 | 21:23 ---EDIT: @Merlin:1. Du hast den angesprochenen Thread offenbar nicht gelesen, denn da wurde genau über einfache Unterwürfelproben diskutiert.
--- Ende Zitat ---
Ich hab den Faden dort nicht gelesen. Es ist einfach ein ziemliches "Elfenbeinturmproblem" - immerhin ist es, wie gesagt, bei DSA praktisch nicht anzutreffen, und ich teile die Bedenken in bezug auf das "Häufig" in
--- Zitat von: Dom am 24.05.2008 | 16:39 ---Häufig liest man ja: ...
--- Ende Zitat ---
Das, was die "Laien" meinen, wenn sie 3W6 vor 1W20 vorziehen, triffst Du jedenfalls mit Deinen Erörterungen wohl nicht, denn die gehen ja vermutlich nicht von einem abstrakten binäre entscheidenden System aus, sondern von der Rollenspielsituation, die sie erleben.
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