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Ephorân: Mikro-Ephorân online!

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Friedensbringer:

--- Zitat von: Althena am 16.06.2008 | 18:25 ---Ich habe Ephorân getestet und meine Spieler kamen damit wunderbar zurecht. Die Charaktererschaffung geht flott von der Hand und bisher ist in dem guten halben Jahr Spieltest nicht aufgefallen, dass eine wichtige Fertigkeit fehlen würde.

Spezialkenntnisse helfen einem seinen Charakter detaillierter auszugestalten ohne dabei in große Zettelwirtschaft zu zerfallen. Anfängliche Skepsis über die möglichen "Nahkampf-Schwerter-Zweihandschwerte-Todesschlag" - Fantasien zum trotzte setzte sich kein Spieler hin und versuchte das letzte rauszuholen was irgendwie geht.

Ephorân ist mehr ein System für Rollenspieler welche gerne regelarm spielen, aber dennoch einen groben Rahmen wünschen.

--- Ende Zitat ---

ich glaube niemand bezweifelt, dass Ephorân sich spielen lässt. was bezweifelt wird, und weshalb meine neugierde sich darauf beschränkt zu warten was die erste ernsthafte rezi sagt, ist dass es das allheilmittel wird.

Thot:

--- Zitat von: friedensbringer am 16.06.2008 | 19:15 ---ich glaube niemand bezweifelt, dass Ephorân sich spielen lässt. was bezweifelt wird, und weshalb meine neugierde sich darauf beschränkt zu warten was die erste ernsthafte rezi sagt, ist dass es das allheilmittel wird.

--- Ende Zitat ---

Allheilmittel? Nein, das glaube ich nicht.

Ephorân ist einfach ein Rollenspielsystem für "klassisches Rollenspiel" (Spielleiter, Spieler) mit einer taktischen Komponente, die man sehr schnell erlernen kann. Es ist dafür gedacht, erstens Spielleiter beim Bauen und Leiten in ihren eigenen Welten zu unterstützen (was sich auch in Dingen wie Regeln für die Definition eigener Nah- und Fernkampfwaffen oder Rüstungen zeigt), zweitens Spielern sowohl bei der Charaktererschaffung als auch im Spiel möglichst viele Spaß bringende Optionen offen zu halten und drittens mit den mitgelieferten drei Spielwelten (für die auch eigene Veröffentlichungen geplant sind) bereits fertige Hintergründe zu liefern, mit denen man sofort losleiten kann. Es ist aber, wie man z.B. an der Herleitung von Grundschaden und Stabilität sehen kann, eher für halbwegs an der realtweltlichen Physik orientierte Spielwelten gedacht, und wird sich zum Beispiel sicher nicht so gut für Kampagnen im Stil von "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" eignen (für so etwas bräuchte man z.B. ganz andere Schadensmechaniken).

Thot:

--- Zitat von: Falcon am 16.06.2008 | 19:01 ---Also meine Neugier ist geweckt.
Ich erwarte dann aber auch einen richtigen Hammer denn eine andere Lösung gibts für das oben angesprochene Problem nicht.
Aber das so ein mächtiger Einschlag in der Rollenspiellandschaft einfach aus dem Nichts auftaucht ist einfach zu unwahrscheinlich. Sozusagen zu gut um wahr zu sein. Schliesslich ist Thot nicht der Erste, der daran sitzt (ich rede jetzt von freier, ausbalancierter Skillbestimmung).
[...]

--- Ende Zitat ---

Du hast es aber mit den Superlativen. :) Ich weiß aus Erfahrung nur, dass es funktioniert, sich selbst ausbalanciert und Spaß macht. Ob das dann für jeden "der Hammer" ist, kann ich nicht versprechen, denn das ist reine Geschmackssache, aber es ist in der Tat ein neuer Ansatz, den ich so noch nirgends gelesen hatte.

Aber es ist ja nicht so, als gäbe es mich (auch in der Onlinewelt, und auch nicht als Rollenspielautor, Stichwort Stride) erst seit gestern, insofern ist "aus dem Nichts" sicher falsch.

Ach ja:

--- Zitat ---Das ist schade. Ich würde es tun. Ich versuche jedes System zunächst auszureizen.

--- Ende Zitat ---

Nun, es gab einen öffentlichen Spieltestaufruf... ;)

Chrischie:
Nach dem durchschauen des pdfs mal wieder ein Beweis, dass deutsche Rollenspielentwickler in den späten 80ern und frühen 90ern hängen geblieben sind.  :(

oliof:
Ach herrjeh, ihr mit Euren 80er- und 90er-Schlagworten.

Ich benutze auf der Arbeit regelmäßig und mit Erfolg Techniken und Konzepte, die aus den Siebzigern sind. Also fangen wir nochmal von vorne an: Welche Probleme versucht Mikro-Ephorân zu lösen? Tut es das? Meine Erfahrung zeigt, dass erst ein Spieltest wirklich zeigen kann, was Sache ist. Deswegen will ich z.B. D&D4 ausprobieren, und mich nicht von schlagwortbewehrten Diskussionen im Lager der Nein- oder Ja-Sager beeinflussen lassen. Gleiches gilt hier.

Thot: Du hast Dich bei Deinem Spielaufrauf aber ziemlich geziert, und das wirkt sich eben auch auf die Bereitschaft der Leute aus, sich mit Deinem Produkt, das Du immerhin auch verkaufen willst, konstruktiv auseinanderzusetzen. Das ist selbst bei kostenlosen oder offeneren Produkten schwierig genug.

Na klar, Ephorân ist mit seinem number crunching Ansatz nicht du jour, aber allein deswegen ist es weder unbrauchbar noch vorschnell abzuurteilen. Mein eigenes Votum steht aber noch aus.

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