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SIFRP Das Rollenspielsystem zu Song of Fire and Ice von Green Ronin
Yehodan ben Dracon:
--- Zitat von: Darius am 10.02.2011 | 10:12 ---So kam es dann, dass Fighting bei 2 Spielern auf 6 war und Endurance, Athlitcs usw. fast alle auf 5. [...] Was meint ihr dazu? Stört euch das nicht oder fahrt ihr einfach immer bessere Gegner auf?
--- Ende Zitat ---
Einer Intrige dürften die dann aber ja sehr hilflos gegenüber stehen. Das würde ich mal ausprobieren. Sie werden manipuliert, bauen Scheiße und dann kommen die Folgen auf sie zu: Ächtung, Bestrafung, gejagt...was auch immer.
Im Übrigen:
Wenn sie gerne diese besonderen Fähigkeiten haben, gönne sie ihnen. Sie sind im Kampf unbesigbar. Vielleicht wollten die Spieler gar keine "spannenden" Kämpfe, sondern souverän alle gewinnen. Spiel man eben andere Geschichten aus. Gegner werden sich gleich ergeben oder sich nur zu fünft auf einen stürzen...etc.
Chiungalla:
Das System hat halt viele tolle Ansätze und eine spannende Welt. Was es dort im System allerdings nicht gibt, ist so etwas wie Balance. Das ist allerdings etwas das man bei vielen Systemen die in gewisser Weise gerade gehyped werden nicht findet.
Ist halt die Frage ob sich der Aufwand lohnt da mit Hausregeln zu flickschustern. Oder ob man sich einfach ein anderes System nimmt um die Welt zu bespielen. Oder gleich zu einem anderen System weiter zieht.
Als die Charaktere meiner Spieler in kürzester Zeit zu wahren Monstern mutiert sind, habe ich mich auch entschieden mich lieber wieder anderen Systemen zuzuwenden.
--- Zitat von: Priscilla Molesworth am 10.02.2011 | 10:50 ---Einer Intrige dürften die dann aber ja sehr hilflos gegenüber stehen. Das würde ich mal ausprobieren. Sie werden manipuliert, bauen Scheiße und dann kommen die Folgen auf sie zu: Ächtung, Bestrafung, gejagt...was auch immer.
--- Ende Zitat ---
Klingt nicht gerade nach einer spaßigen Runde.
Darius:
Naja die Einsicht kam sogar von den Spielern selbst, also war das kein Problem. Die ein oder andere Intrige wurde natürlich verloren, aber dieser Mechanismus hat finde ich einen Nachteil. Ich komme dann als SL nämlich so vor, als würde ich den Spielern etwas aufzwingen, wenn sie eine Intrige verloren haben. So als willenlose Figuren. Versteht ihr was ich meine?
Deshalb setze ich die Intrige zwar schon ein, aber halte mich dann mit dem Effekt zurück.
@Boni: Genau so wie du habe ich das jetzt auch geregelt. Wobei ich es gestattet habe noch 1 Wert auf 1 zu senken. Mein XP Kosten für Steigerungen habe ich so geregelt. Wert von 2-3 kostet 40 XP, von 3-4 kostet 80 XP, von 4-5 kostet 160 XP usw. Ich vergebe so im Schnitt pro Sitzung ca. 40-50 XP pro Spieler, wobei ich unterschiedlich vergebe für gutes Rollenspiel usw. Bekommt nicht jeder immer das gleiche.
@Chiungalla: Ja ich denke mir fast auch, dass das System, so doof es klingen mag nichts für sehr lange Kampagnen ist. Die Charaktere explodieren nämlich wirklich sehr schnell. Auch mit unseren Anpassungen, ausser ich vergebe so gut wie keine XP, aber das mag ich überhaupt nicht, weil das auch ein Spaßfaktor im System ist, wenn besser wird. Nur Balance sehe ich auch nicht. Ein Kampf mit dem Hund Sandor Clegane war in 4 Runden vorbei, der wurde ziemlich auseinander genommen, obwohl er auch 3 mal traf. Aber unterm Strich: keine Chance! Und ich sag den Hund schon als herausragenden Kämpfer in ganz Westeros eigentlich.
Chiungalla:
--- Zitat von: Darius am 10.02.2011 | 11:04 ---Ich komme dann als SL nämlich so vor, als würde ich den Spielern etwas aufzwingen, wenn sie eine Intrige verloren haben. So als willenlose Figuren. Versteht ihr was ich meine?
--- Ende Zitat ---
Na klar.
--- Zitat von: Darius am 10.02.2011 | 11:04 ---@Boni: Genau so wie du habe ich das jetzt auch geregelt. Wobei ich es gestattet habe noch 1 Wert auf 1 zu senken. Mein XP Kosten für Steigerungen habe ich so geregelt. Wert von 2-3 kostet 40 XP, von 3-4 kostet 80 XP, von 4-5 kostet 160 XP usw. Ich vergebe so im Schnitt pro Sitzung ca. 40-50 XP pro Spieler, wobei ich unterschiedlich vergebe für gutes Rollenspiel usw. Bekommt nicht jeder immer das gleiche.
--- Ende Zitat ---
Wenn Du soviele XP vergibst werden die Spieler die sich spezialisieren wollen wieder sehr schnell bei sehr perversen Werten landen, unabhängig von den gesteigerten Steigerungskosten.
Nach 7 Sitzungen ist man dann bei 5er Werten wenn man bei 2 angefangen hat. Sonst geht es sogar noch schneller.
Tjorne:
Fighting 6 halte ich für ein recht kleines Problem. Da die Spieler meist eigene Truppen mit mehreren hundert Mann (!) zur VErfügung haben, kämpfen sie sowieso hauptsächlich, wenn sie es wollen oder unvorsichtig waren. Wenn man doch mal einen spannenden Kampf will, muss man eben Überzahl und Fernkämpfer bemühen. Bei Bogenschützen auf 200 Yards hat der Ritter in Vollplatte schon ganz schön zu rennen, bis er da ist, und selbst wenn er beritten ist, kriegen sie ziemlich viele Pfeile rausgehauen, bevor er sie erreicht hat.
6er Fähigkeiten in anderen Gebieten, insbesondere in Intrigenfähigkeiten, können allerdings durchaus problematisch sein. Wenn ein SC zu gut in Intrigen ist, kann man aber immer noch auf untreue Untergebene (muss man erst mal identifizieren), einflussreiche Netzwerke (Royalisten? Klerus? was passt in Eure Kampagne?) oder schlicht einen Statusunterschied zurückgreifen (denn Status ist ja "gedeckelt" durch die Influence des Hauses).
Insgesamt ist es natürlich auch eine Frage, was man will. Ich persönlich habe nichts dagegen, wenn die Charaktere zu den "movers and shakers" der Welt gehören oder sich zumindest dorthin arbeiten können.
Meine Runde kontrolliert inzwischen drei Häuser (eigenes, ein erobertes Bannerhaus und eins eingeheiratet, jetzt eng alliiert). Sie haben auf der anderen Seite immer noch wenig Influence (also auch einen niedrigen Status) und recht wenig Truppen (die beiden neuen Häuser fingen bei Null Truppenstärken an). Wenn sie irgend wann in die "große" Politik gehen wollen, mach ich da auch gerne mit. Jeder von ihnen ist auf seinem Spezialgebiet wirklich gut, aber ab und zu treffen sie auch mal jemanden, der auch den besten von ihnen gewachsen ist. Die Queen of Thorns zum Beispiel hat einen bleibenden Eindruck bei unserer Intrigantin hinterlassen, als sie sie ohne Mühe in zwei Rundne besiegte und dann freundlich ein paar private Details erfragte. Als der Price of Dorne am Ende einer Familienhochzeit zufällig vorbeikam und verköstigt werden wollte, gerieten die Charaktere (und Spieler) fast in Panik, so viel Ehrfurcht hatten sie.
@Verlorene Intrige: Vergiss nicht, dass man sich jede Runde, wenn man dran ist, aus der Intrige zurückziehen kann (und auch, dass man anfängt, ist freiwillig). Wer also bleibt, geht das Risiko freiwillig ein, zu verlieren. Das sag ich meinen Spielern manchmal noch, wenn sie kurz davor sind, zu verlieren. Manchmal beiten sie dann auch einen Kompromiss an, um die Intrige abzubrechen.
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