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SIFRP Das Rollenspielsystem zu Song of Fire and Ice von Green Ronin

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JS:
Mantikor-Verlag? Dann besteht immerhin Hoffnung, daß uns nicht wieder ein Werk in Rumpeldeutsch heimsucht. Die Arbeiten zum Einsamen Wolf waren bisher recht ordentlich.
Als potentieller Käufer wünsche ich mir, daß sie eine gute und vollständige Übersetzung anfertigen; nicht, daß mich im deutschen Buch John Snow und Herr Greyjoy überfallen.
:)

Xemides:

--- Zitat von: JS am 14.06.2013 | 01:42 ---Als potentieller Käufer wünsche ich mir, daß sie eine gute und vollständige Übersetzung anfertigen; nicht, daß mich im deutschen Buch John Snow und Herr Greyjoy überfallen.
:)

--- Ende Zitat ---

Ich würde mich eher freuen, wenn Herr Snow und Herr Greyjoy erhalten bleiben, statt der rumpeligen deutschen Namen, die nur teilweise und teilweise nur halb übersetzt sind.

Abr wie ich las, werden die Namen der Neuübersetzung benutzt  :'(

JS:
Sehr gut.


--- Zitat von: Xemides am 14.06.2013 | 05:00 ---Ich würde mich eher freuen, wenn Herr Snow und Herr Greyjoy erhalten bleiben, statt der rumpeligen deutschen Namen, die nur teilweise und teilweise nur halb übersetzt sind.

--- Ende Zitat ---

Rumpelig also? Aha.
Ich denke, jeder weitere Kommentar dazu erübrigt sich.

Das deutsche Rollenspiel benutzt die Namen der neuen Übersetzung, somit werde ich es kaufen; andernfalls wäre das nicht der Fall. Da ist mir dann meine Freude lieber als jene der Englisch-Apologeten; deren Tränen sind mir immer lieb und willkommen.

Xemides:
Das hat nichts mit enmglisch apologeten zu tun, sondern mit Gewohnheit. Und mit der Qualität der Übersetzung.

Kings Landung wird zu Königsmund und nimmt damit die Bedeutung des Namens weg und führt eine Endung ein (Mund) die die deutsche Sprache so nicht kennt statt das existierende -münde wenigstens zu benutzen.

Casterlyrock wird zu Casterlystein, was nur halb übersetzt ist und auch noch in meinem Ohr schlecht klingt, wenn schon dann Casterlyfels.

Stark und Winterfell werden gar nicht übersetzt.

Das meine ich mit rumpelig.

Davon abgesehen ist für mich Westeros ein an Großbritanien angelehnter Kontinent.

Harry Potter und Siriuos Black heissen zum Glück auch nicht Törper und Schwarz, ausser kurz am Anfang des ersten Bandes kurz.

Ansonsten ist das ein Glaubenskrieg wie zwischen den Anhängern der unterschiedlichen HdR-Übersetzungen und vor allem eine Gewohnheits- und Geschmacksfrage.


JS:
-mund und -münde sind althergebrachte Synonyma. Nur weil du ein Wort nicht kennst, hat die deutsche Sprache mit ihren ca. 75.000 Standardvokabeln und ihrem Wortschatz aus ca. 300.000-500.000 Wörtern doch so einiges mehr zu bieten als den bemitleidenswert verzweifelten Griff zum Denglisch.

Der Grund für die Entscheidung der Übersetzer, aus "King´s Landing" "Königsmund" zu machen, würde mich freilich auch interessieren, weil das weder sprachlich noch inhaltlich übereinstimmt. Ich überlege gerade, ob es in der deutschen Sprachgeschichte für "anlanden, Landung, ausschiffen, Anlegeplatz" das entsprechende "einmünden" gab...

Casterly ist weder eine englische noch eine deutsche Allgemeinvokabel, selbst wenn sie ihre Wurzeln in "caster" haben sollte. Somit kann und sollte sie als Eigenname problemlos übertragen werden. Für "rock" gilt das aber nicht. (Und nebenbei hat das deutsche "Rock" bekanntlich eine Bedeutung, die in diesem Zusammenhang eher für Lacher sorgen dürfte. Oder sind die La/ennisters stark feminin angehaucht?)

Für Stark ist dasselbe anzunehmen: Es ist ein Eigenname, der nicht auf einer (mir bekannten) englischen Vokabel beruht ("stark" als "nackt, bloß" wird es wohl nicht sein) und keine deutsche Entsprechung hat.

Bei Winterfell müßte man von Martin wissen, wie genau "fell" im Englischen von ihm gedacht ist, danach könnte man über eine Übersetzung nachdenken; mit Winterfall hätte ich auch gut leben können, immerhin machten sie aus Lannister ja auch Lennister.

Wie gesagt: Nicht jede einzelne Übersetzungsentscheidung muß glücklich gelungen sein, und es ist stets sehr lehrreich und höchst spannend, die Auswahlkriterien und terminologischen Entscheidungen guter Übersetzer kennenzulernen. Aber einige (uns) unerklärliche "Mißgriffe" rechtfertigen in keiner Weise den mehr als skurrilen Haß aller Fans der Reihe auf die neue Übersetzung. Eine gute Übersetzung ist eine schwierige und mühevolle Tätigkeit, die im Falle eines solchen Werkes nicht nur die üblichen Vokabelkenntnisse erfordert, sondern auch Wissen über die Geschichte, Sprachgeschichte, Etymologie und - selbstredend - Stilistik. Danach wird selbst eine herausragende Übersetzung viel zu oft von Leuten zerrissen, die es sich zu einfach machen und/oder keinerlei Urteils- und Sprachkompetenz vorweisen können. (Das war jetzt allgemein gemeint.)

Für mich ist Westeros in keiner Weise eine genuin englische Welt; das Mittelalter war in ganz Europa voll von solchen Händeln und Konflikten. Doch das mag jeder sehen, wie er will. Mich würde aber sehr interessieren, wie intensiv die Fans der alten Übersetzung heute gegen die neue wettern würden, wenn sie die alte gar nicht kennengelernt hätten. Ich tippe mal: gar nicht (mit Ausnahme der unbelehrbaren Verdächtigen).

Den Rumpel suche ich in der neuen Übersetzung nach wie vor vergebens.

Doch wie schon angemerkt: Ohne die Anwesenheit des/der Übersetzer werden wir hier vieles nicht klären können.

PS: Übrigens sind gerade bei Harry Potter enorm viele Namen (sehr charmant) ins Deutsche übersetzt worden, z.B. Winkelgasse. Das war also eher ein Eigentor.

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