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Eure Vorlieben: Klassen oder klassenloses System?

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DARTH EVI:
So hallo erstmal

wie schon zu oft gesagt haben beide systeme ihre vor und nachteile

aber wie wäre es mal mit einer Kombination aus beiden Typen??

zum beispiel ein klassenloses system wo man für verschidene fertigkeiten punkte ausgeben kann (nahkampf, fernkampf, verschiedene Magie arten, fertigkeiten (bluffen, diplomatie, usw...))
inklusive talente die man erst auswählen kann wenn man bestimmte fertigkeitsboni erfüllt hat (z.b. nahkampf 5 ) und darauf dann irgendwelche spezial attacken bekommt oder einfach nur fertigkeitsboni usw.....
das verbunden mit einigen Archtypen die man einfach auswählen kann ohne groß zu denken z.b. ein vordefinerter Krieger, Ritter, Magier, etc.....

aber mit der möglichkeit auf höheren stufen (Prestige)- Klassen auszuwählen die dann bestimmte Boni geben
z.b. ein Mage hier mal warmage genannt der Magie,Nahkampf und Schutz (rüstung) fertigkeiten braucht um ihn auswählen zu können dafür dann aber neue coole sachen bekommt (mehr trefferpunkte, waffenverbesserte zauber, flächenzauber erweiterung um 25%, usw...)
da kann man sich nun wieder was einfallen lassen

is nur mal so ein vorschlag wie man das kombinieren könnte
man hat die wahl auf ein bis zwei "Klassen" zu wählen muss aber nicht ^^


EVI THE EVIL ONE

Feuersänger:
Auch ich schließe mich ragnar an: Charaktere sollen auf jeden Fall zumindest die Option auf Alleinstellungsmerkmale erhalten. Man könnte es auch Nischenschutz nennen. Das lässt sich am effektivsten mit Klassen umsetzen. Ich finde es langweilig, wenn jeder alles lernen/kaufen kann, und am Ende alle genau gleich aussehen, und z.B. alle "Kämpfer" und "Diebe" gleich gut kämpfen und Schlösser knacken können.

Mangelhaften Nischenschutz habe ich z.B. bei RuneQuest erlebt: die "Klassen" sind quasi nur Starttemplates in Form von Skillboni, im weiteren Spielverlauf kann jeder alles steigern und z.B. zaubern lernen. Das führt dann dazu, dass ein Anfänger-Jäger weder im Spurenlesen noch irgendeiner anderen Jägerfertigkeit gegen einen beliebigen anderen, erfahreneren Charakter einen Stich machen kann. Oder dass ein Anfänger-Zauberer deutlich schlechter zaubern kann als ein Barbar mit ein paar XP auf dem Buckel. (Über Sinn und Unsinn, Anfänger und fortgeschrittene Charaktere in die selbe Party zu hauen, wollen wir hier mal nicht diskutieren, ich hab es halt so erlebt, ich habe dem SL auch hinterher gesagt, was ich davon hielt.)

Das war übrigens nicht immer meine Meinung; früher mal war ich ein großer Fan von klassen- und stufenlosen Kaufsystemen à la Shadowrun. Das SR3-System gefällt mir auch nach wie vor gut und passt zu der Welt, für die es verwendet wird. In einem Mittelalter-Setting finde ich hingegen Klassensysteme oft passender.

Der Nachteil von Klassensystemen ist freilich, dass Angehörige der gleichen Klasse einander sehr ähnlich zu sein pflegen. Das spielt aber imho nur für eine spezielle Sorte Spieler eine Rolle, die a) sehr oft  und b) immer das gleiche System mit c) immer neuen Charakteren spielen. Für den "Casual Gamer", der 1-2mal im Monat spielt und mit einer Kampagne 1-2 Jahre beschäftigt ist, fällt das hingegen überhaupt nicht ins Gewicht, der macht einmal seinen Charakter und fertig.

Wie dem auch sei, auch ein klassenloses System kann toll werden, wenn du es schaffst, Mechanismen zu integrieren, mit denen ein Charakter ganz besondere Fähigkeiten erhält, die ihm so schnell keiner nachmacht. In Savage Worlds ist das z.B. ansatzweise durch die Edges (oder wie sie heissen) geregelt, die Mindestanforderungen in Form von Attributs- oder Skillwerten haben. Aber unterm Strich glaube ich trotzdem, dass sich in SW zwei auf Soldat und Barbar getrimmte Charaktere nie so extrem voneinander unterscheiden können wie Conan D20 Soldaten und Barbaren.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Feuersänger am  8.09.2008 | 01:15 ---Der Nachteil von Klassensystemen ist freilich, dass Angehörige der gleichen Klasse einander sehr ähnlich zu sein pflegen. Das spielt aber imho nur für eine spezielle Sorte Spieler eine Rolle, die a) sehr oft  und b) immer das gleiche System mit c) immer neuen Charakteren spielen.
--- Ende Zitat ---
Oder wenn in einer Gruppe zwei Leute die gleiche Klasse spielen wollen.

Wenn mir in Gurps oder Savage Worlds zwei Spieler sagen, sie wollen beide einen Krieger spielen, ist das kein Problem. Sie können sich durchaus stark genug unterscheiden und finden auch beide ihre eigene Nische, in der sie wichtig sind.

Wenn mir aber zum Beispiel in D&D 4 zwei Spieler sagen, sie wollen beide Krieger spielen, ist das schon schwieriger: Hier ist plötzlich keine Möglichkeit mehr, eine Nische für jeden Spieler zu finden. Und hier ähneln sich die beiden Charaktere auch extrem.

Feuersänger:

--- Zitat von: Eulenspiegel am  8.09.2008 | 01:44 ---Oder wenn in einer Gruppe zwei Leute die gleiche Klasse spielen wollen.

[...]

Wenn mir aber zum Beispiel in D&D 4 zwei Spieler sagen, sie wollen beide Krieger spielen, ist das schon schwieriger: Hier ist plötzlich keine Möglichkeit mehr, eine Nische für jeden Spieler zu finden. Und hier ähneln sich die beiden Charaktere auch extrem.
--- Ende Zitat ---

Zu D&D4 kann ich nichts sagen, aber im 3.X gab es immerhin über Feats noch die Möglichkeit verschiedener Kampfstrategien. Beispielsweise Zweihandschwert, Sword'n'Board, Dual Wield, Stangenwaffe (Reach). Aber speziell die Kämpferklasse hat halt außer Kampffertigkeiten nichts zu bieten, während die meisten anderen Klassen noch andere Fähigkeiten vorzuweisen haben, wie z.B. Spurenlesen.

Andererseits gibt es ja _mehrere_ Klassen, die in die Kategorie "Krieger" fallen (Barbar, Kämpfer, Paladin, Waldi), somit hat man wieder Auswahl. Ähnliches gilt für die anderen Kategorien -- es gibt Barden und Schurken, Hexer und Zauberer, Kleriker und Druiden -- es gibt also wirklich genügend Auswahlmöglichkeiten, dass es in einer normal großen Party keine Überschneidungen geben muss. Und manche dieser Klassen bieten auch noch verschiedene "Pfade", z.B. Kampfstil, Zauberschule, Domäne etc.
Wenn sich da hingegen zwei Spieler _genau_ das gleiche einbilden, werden sie auch bei klassenlosen Systemen dasselbe Problem haben.

DARTH EVI:

--- Zitat von: Liquid Night am  8.09.2008 | 01:15 ---So etwas könnte man in einem klassenlosen System vielleicht auch vorgenerierte Charaktere oder Beispielcharaktere nennen. (?)

--- Ende Zitat ---



--- Zitat von: Evendur Umil am  8.09.2008 | 00:08 ---
das verbunden mit einigen Archtypen die man einfach auswählen kann ohne groß zu denken z.b. ein vordefinerter Krieger, Ritter, Magier, etc.....


--- Ende Zitat ---

 :umleitung:

schau nochmal genau nach ^^


EVI THE EVIL ONE

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