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[Trailer]: Valkyrie
Chaosdada:
--- Zitat von: Sidekick am 28.09.2008 | 09:40 ---Das Tatmotiv war nicht die Beendigung des Völkermords und die Rückkehr zur Demokratie.
--- Ende Zitat ---
Die Beendigung des Völkermordes war aber ein Ziel. Sagt z.B. Wikipedia, welche Quellen hast du dass sie kein Ziel war?
Zur Demokratie wollte er selbstverständlich nicht zurück kehren. Wieso sollte er auch zu dieser Staatsform, die den Deutschen aufgezwungen wurde, obwohl sie kaum jemand wollte (die einen wollten die Monarchie zurück, die anderen den Kommunismus), dieser beschissenen Staatsform, die gerade zu den schlimmsten Verbrechen in der Geschichte der Deutschen und einem grottig geleiteten Krieg geführt hatte. Und wieso sollten noble Motive finster sein, nur weil jemand eine andere Staatsform als die Demokratie am besten findet?
Sidekick:
ich finde hier in der Geschichtsdeutung schlichtweg eine form der Naivität wieder, die mir dem Atem verschlägt. Es gehört schon einiges dazu, der Wehrmacht zuzutrauen, plötzlich aufzuhören und zu sagen "Tut mir leid"... jener Organiastion, welche an der Planung und Durchführung eines Vernichtungsfeldzugs beteiligt war. Die Wehrmacht leistete keinen Wiederstand, als sich die politische Führung des 3.Reiches dazu entschloss, ihre Schnapsidee von Russlandfeldzug zu planen... erst als die ganze Sache längst in die Brüche ging und die entgültige Niederlage nicht mehr zu verhindern war, gab es eine Wiederstandsgruppe. Diese Wiederstandgruppe hat sich auch an jenen bedient, welche an eine verbesserung der tatsächlichen Verhältnisse glaubte... jedoch hatte diese Gruppe keine Macht, keinen Einfluss und keine Kontrolle darüber, wer das 3.Reich nach Hitler beherrscht. Und da gab es nunmal nach dem Ablauf eines erfolgreichen Putsches nur eine Instanz, und dies war die Wehrmacht.
Ich meine... wie stellte man sich das denn vor? Nach dem Putsch stehen Lastwagenweise Essen und Hilfsgüter vor den KZ und man sagt den glücklichen, die noch lebten "Ey, nicht persönlich nehmen, aber ihr seid frei und das war alles nicht unsere Schuld"? oder ging man auf die Rote Armee zu und sagte "Ach können wir nicht freunde sein?"
Ich halte dies für Unsinn, eine Vorstellung vertreten und geschafen durch den Wunsch, "das ja nicht alles schlecht war". Dazu das Bild der heroischen Wiederständler.... man könnte kotzen. Heroisch? Bitte?
Es gab eine sichere und heroische methode, hitler abzulegen. Afaik trugen Offiziere bei den Stabsbesprechungen immernoch ihre Seitenwaffen. Heroisch währe es gewesen, sich an den Tisch zu stellen, die Waffe zu ziehen und dem Grofatz sein Hirn über der Feldzugkarte zu verteilen, und zwar 1942, nicht 1944. Aber nein. Man wollte ja still, heimlich und natürlich sicher aus der Sache raus kommen.
So werden keine Helden geboren. Eine Bombe... mit unsicherem Zeitzünder und unklarer wirkung, absolut lächerlich, eine derartige Attacke als Heroisch zu betiteln.
Robert:
Ich bin ja mal gespannt, wie der Film im Vergleich mit dem Fernsehfilm von 2004 abschneidet(Meine Meinung zu Letzterem: Die Schauspieler waren Klasse, nur das Drehbuch nahm sich etwas zu viel dichterische Freiheit raus).
@ Sidekick:
Nein, die Offiziere trugen in Gegenwart ihres Führers sicher keine Seitenwaffen.
Der war schon kurz nach Kriegsbeginn paranoid genug und das wurde im Lauf der Jahre sicher noch schlimmer.
Klar, eine Taschenpistole hätte man problemlos einschleppen können.
Aber was, wenn sich einer der anderen Offiziere in die Schusslinie wirft?
Oder, wenn der erste Schuss nicht sofort tödlich wirkt?
Einen zwoten Schuss hätte der Attentäter sicher nicht gehabt(in einem Raum voller, wahrscheinlich, loyaler Offiziere, ohne Fenster oder Hinterausgang und mit Wachen von der Tür).
Xemides:
@Sidekick:
Lies dir den Wikipediaartikel noch mal durch. Es war eben kein reiner Millitärputsch, auch wenn die Offiziere der Wehrmacht dabei im Vordergrund standen. Die Beteiligten gingen quer druch die Bevölkerung. Auch die Motive der Beteiligten war unterschiedlich. Die Operation Walküre sollte vor allem Aufständen vorbeugen.
WitzeClown:
--- Zitat von: Sidekick am 28.09.2008 | 15:13 ---ich finde hier in der Geschichtsdeutung schlichtweg eine form der Naivität wieder, die mir dem Atem verschlägt. Es gehört schon einiges dazu, der Wehrmacht zuzutrauen,[...]
--- Ende Zitat ---
Naivität ist für mich eher knapp 18 Millionen Menschen mit einfachen Plattitüden über einen Kamm zu scheren.
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