Medien & Phantastik > Sehen
[2009]Stargate Universe
critikus:
Kommt dieses Jahr auf RTL 2. Ankündigungen gibts schon.
Yerho:
Ich präzisiere: Die Serie läuft laut Ankündigung im Februar auf RTL2 an.
critikus:
Dank! Ich hatte nur kurz den Vorgucker ohne genaues Datum gesehen.
Die Serie ist in meinen Augen schon irgend wie ganz interessant, aber ziemlich weit entfernt von SG-1. Es menschelt sehr und es geht eher um die Konflikte in einer zusammegewürfelten Überlebensgemeinschaft untereinander und mit dem SG-Kommando auf der anderen Seite. Wobei es zum Teil ganz schön fies zugeht. Ich fand die ersten zehn Folgen nett, bin aber auch kein Massstab.
Falcon:
So lange sie nicht so ein pseudo Schmuh wie BSG wird und sie den Sense of Wonder beibehalten, kann es was werden.
scrandy:
--- Zitat von: Falcon am 10.01.2010 | 03:17 ---So lange sie nicht so ein pseudo Schmuh wie BSG wird und sie den Sense of Wonder beibehalten, kann es was werden.
--- Ende Zitat ---
Also ich kann dich beruhigen: Sie ist definitiv nicht wie BSG, denn das was im gegensatz zu SGU eine gute Serie. Um jetzt hier nicht den Geschmack vs. Gesckmack auszupacken, mal was wertungsneutrales:
SG-1 und SG-A sind SciFi serien der alten Schule: Action, Pseudo-Wissenschaft, interessante SciFi Ideen und ein hauch an übernatürlichem. Das Problemlösen als Team steht im Vordergrund. Charakterentwicklung gibt es oft als Charakterfolge und vorallem auf alltagsebene.
BSG ist eine Drama-Serie, die im Weltraum spielt. Es gibt zwar dort immer noch Raumschlachten, Action-Szenen, aber es geht vorallem um das Erleben der besonderen Drama-Situationen und das verfolgen von "realistischen" nicht-heldenhaften Charakteren.
SGU (nach 10 Folgen) ist eher wie Torchwood: Es geht um Drama um des Leidens willen. Das Problem/die Bedrohung wird nicht wie bei SG-1 zum Hauptinhalt der Folge sondern wie die Leute (mit ihren Fehlern) damit umgehen. Es gibt zahlreiche Konflikte vorallem privater Natur, es geht um das Mitleiden mit den Charakteren und um die privaten Momente der Charaktere. Wer bei Torchwood "Children of Earth" ein problem damit hatte, dass nur in den letzten 10 Minuten überhaupt etwas gegen die Bedrohung gemacht wurde und vorher nur das Leiden und die Hingabe der Bedrohung im Mittelpunkt stand und wer es lieber sieht wenn Rodney in seine Computer hackt, Carter neue Fremdworte von sich gibt und Daniel alte Mythen erklärt, der wird mit der neuen Serie möglicherweise nicht warm. Denn im Gegensatz zu BSG gibt es hier das Drama nicht nur zusätzlich, sondern ausschließlich. Man hat sogar zeitweise das Gefühl, dass gewisse Personen bewusst unsimpatisch gehalten werden oder Konflikte aufrecht erhalten werden, die gar keinen Sinn mehr machen.
Und noch eines: Wer die Steine zum Körpertausch in SG-1 schon doof fand, sollte erst gar nicht einschalten, denn es geht in den ersten 10 Folgen merkwürdigerweise wenig um das fremde Raumschiff sondern erstaunlich oft um diese Steine und um Inhalte auf der Erde. Man möchte eigentlich doch meinen, die politischen Verschwörungen wären eigentlich in SG-1 schon genug dran gekommen ...
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