Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Wer leitet schon gerne D&D 3.x?
alexandro:
Meine Probleme mit 3.x habe ich schon drüben beim ghoul dargelegt:
--- Zitat ---Das Problem an 3.5 ist weniger die Tatsache, dass die "Spezialmanöver" mit solch extremen Nachteilen verbunden sind (auch wenn das viele bon vorneherein unattraktiv macht), sondern dass Spielrealität und Regeln so weit auseinander klaffen.
Es ist für einen Spieler (oder SL), der nicht die Spezialregeln der Manöver verinnerlicht hat, praktisch nicht möglich, aus der Beschreibung IM SPIEL eine regeltechnische Anwendung abzuleiten.
Spieler: "Ich stürme auf ihn los, mache einen Hechtsprung und reiße ihm die Füße weg, so dass er zu Boden geht und ich auf ihm lande."
SL: "OK, dass ist ein Charge+Bull Rush, damit kannst du ihn 10ft. wegschieben..."
Spieler: "Nein! Er soll zu Boden gehen!"
SL: "OK, dann machen wir es als Overun *würfelt* er geht zu Boden."
Spieler: "Gut, dann mach ich..."
SL: "Erstmal ist er dran und er macht seine Move Action und steht auf."
Spieler: "Ich versuch ihn nach unten zu drücken."
SL: "Geht nicht. Für Overrun musst du dich an ihm *vorbei* bewegen. Um ihn zu pinnen müsstest du einen Grapple ansetzen - wenn du dran bist."
Spieler: "Aber bevor ich dran bin ist der doch immer schon wieder aufgestanden."
SL: "Ja, und?"
Spieler: <schlägt Kopf auf die Tischplatte>
Savage Worlds (wie auch jede Edition VOR AD&D 2nd) erscheint mir da die deutlich bessere Wahl für intelligente Spieler, die lieber mitdenken als Regeln zu pauken.
--- Ende Zitat ---
4E hat viele Schwächen und es ist ganz sicher nicht mein bevorzugtes System, aber es hat zumindest (durch die "Color" in den Powers) eine größere Anbindung an die Fiktion, als das bei 3.5 jeweils der Fall war.
Tschuldigung, aber wenn das System dir keine Vorstellung ermöglicht, was in der Spielrealität gerade abgeht, dann nutzt du auch nichts außer die 08/15-Optionen.
ragnar:
Ich leite D&D3 gerne, aber D&D4 leite ich lieber. Nicht (nur) weil da viele Dinge für den SL einfacher sind, sondern weil SC lang genug leben um einen taktischen Rückzug in Erwägung zu ziehen. Bei der 3.X sind mir zu oft Charaktere krepiert bevor die Spieler die Situation einschätzen konnten (d.h. einschätzen ohne Metawissen einzubringen. "Mal eben im MM nachschlagen" gab und gibt es bei mir ebensowenig wie die für die 4e "prophezeiten" leuchtenden Zahlen über den Köpfen der Gegner >;D ).
6:
--- Zitat von: Archoangel am 9.01.2009 | 23:39 ---http://ghoultunnel.blogg.de/eintrag.php?id=76
--- Ende Zitat ---
Der Text geht hier komplett am Problem vorbei, denn wir reden hier von Elminster und nicht von Conan.
Bei Highlevel-Runden arbeitest Du ausschliesslich mit Problemlösungscoupons (Sprich: Zaubersprüche und magische Gegenstände). Du hast wirklich für jede Angriffsart einen Spruch oder Gegenstand, der diese kontert. Du erkundest vorher noch nach Schema Eff die Situation (mittels Zaubersprüche) und dann bereitest Du die richtigen Problemlösungscoupons vor und dann gehts in das Encounter.
Sorgt der SL dafür, dass man sich nicht vorbereiten kann, dann wird automatisch geflohen (per Standardproblemlösungscoupon wie z.B. Teleport oder Recall) um dann richtig vorbereitet wiederzukommen.
Das ist die von mir beobachtete typische Vorgehensweise in AD&D2 und D&D3.5 im Highlevel gewesen.
Zusätzlich gibt es Problemlösungscoupons, die Du über eine längere Zeit aktiv haben kannst, sodass Du selbst bei einer Überraschung gegen die meisten Angriffsarten immun oder sehr resistent bist. Klar gibt es dagegen Greater Dispell Magic. Aber der Spruch sorgt dann dafür, dass ich z.B. bei meiner Level 19-Gruppe pro Charakter 25-30x würfeln muss, da so viele Effekte gleichzeitig wirken.
EDIT:
Um auf den Text zurückzukommen: Einer der Anfangskommentare war „Wir spielen Epic Level, das ist viel lustiger.“ Der Ghoul scheint ein ähnliches Problem zu sehen wie ich...
Samael:
Ich leite sehr gerne D&D3E. Ich gebe aber offen zu, dass ich in fast 9 Jahren Spielpraxis (mit Unterbrechungen...) nie über Stufe 12 Charaktere hinausgekommen bin.
Aradur:
Hallo allerseits,
Vorab: ich nutze D&D 3.x sehr gerne, wenn ich ein fantastisches und magisches Setting wie die Vergessenen Reiche oder in der Welt der Drachenlanze unterwegs leite. Für andere Settings und Magiearme Welten gibt es anderes - um einfach mal Hârnmaster, Runequest und Midgard Version 4 oder das neue Rolemaster (ja, diese Systeme sind wirklich spielbar). Auch andere Systeme können jeweils Spass machen - die WOD habe ich genossen und auch DSA 3 mit der passenden Runde und einem hervorragenden Meister kann sehr faszinieren. Wobei ich erst spät von der AD & D 2nd Edition dt. auf die 3.5 dt. umgestiegen bin.
Ich denke auch , Regeln beeinflussen durchaus - aber eine Gruppe kann eine Runde untergehen oder zu einem wunderbaren Erlebnis werden lassen. Ich habe auch schon in D&D 3.x sehr mittelalterliche Kampagnen und Abenteuer erlebt. Von daher...
Ich werde jedoch nicht auf die 4. D&D umsteigen... meine Gründe sind einfach.
* Ich persönlich spiele nur Systeme in deutscher Sprache (ich halte es da, wie die Franzosen). Ich habe beruflich den ganzen Tag Englisch um die Ohren, das reicht mir. Und mit 3.5 kann ich hier noch Dekaden spielen (und nein, ich habe hier nur die Core-Rules der 3.5). Leider wird die 4. in dt. nun wahrscheinlich Geschichte sein
* Ich kenne hier in meinem Umfeld keinen, der wirklich zur 4. wechseln wird.
In diesem Sinne - viel Spaß beim Spiel.
Aradur
... der hoffentlich bald mal wieder eine Runde Traveller geniessen kann.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln