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Eure Meinung: nWoD als Nachfolger der oWoD
Eulenspiegel:
Also ich finde die nWoD nicht als Abklatsch, sondern als etwas vollkommen Neuem, das bis auf ein paar Namen nichts miteinander gemeinsam hat. Man vergleiche nur mal die Nosferatu: Bis auf den Namen und die Tatsache, dass beides Vampire sind, ist nicht viel zwischen denen gemeinsam.
Früher haben sich die Vampire in Clans (also bezüglich ihrer Blutlinie) organisiert. In der nWoD spielt der Clan nur eine untegeordnete Rolle und man organisiert sich in Bünden (also bezüglich der religiösen/politischen Weltanschauung).
Früher ward er Wechsel von einer Organisation in eine andere nicht möglich. (Da man seinen Clan ja bereits durch den Kuss erhalten hat und er sich nicht mehr ändern ließ.) Heutzutage ist es durchaus möglich, seine Organisation (den Bund) zu wechseln.
Früher waren die Vampire die Mover & Shaker, die für alle großen Ereignisse in der Menschheitsgeschichte verantwortlich waren.
Die heutigen Vampire sind eher lokal organisiert.
Klar, ein Vampir bleibt ein Vampir. Aber das ganze drumherum hat sich durchaus geändert.
Teylen:
Das man die Moeglichkeit ergriffen hat Dinge aufzunehmen und veraendern bestreite ich auch nicht. Nur wirkt es auf mich eher wie eine Neuentwicklung als eine Weiterentwicklung.
Das heisst man hat das jeweilige Grundthema ueber die jeweilige Mythologische Figur aufgegriffen und hat basierend auf dem Grundthema etwas neues geschaffen.
Jetzt ist fuer mich das Grundthema nicht genug um es als Weiterentwicklung zu sehen, also in einer logischen, aufbauenden Abfolge.
Wenn man, am Beispiel von Vampire, Bram Strokers Dracula neben Buffy, neben Anne Rices Werke, neben Poppy Z. Brite, neben 30 Days of Night, neben Twilight und so weiter stellt sind es keine Weiterentwicklungen sondern Neuentwicklungen rund um die selbe mythischen Figur die mal dichter, mal naeher aneinander liegen.
Nur, wenn ich als Spieler z.B. Anne Rice mag, kann man mir zwar sagen "Pech, absofort gibt es nur noch Vampire nach Poppy Z. Brite oder Twilight", aber dann koennte ich noch argumentieren das Poppy Z. Brite oder Twilight nunmal gar kein Anne Rice ist - Vampire hin oder her - und mich daher nicht wirklich interessiert. Auch wenn die Moeglichkeit besteht das die Vampire in Twilight interviewt werden.
(Just als Beispiel, ich mag alles drei nicht allzu sehr)
Wenn andere Systeme der nWoD noch radikaler ueberarbeitet wurden spricht das ebenso dagegen das es Weiter- statt Neuentwicklungen sind.
--- Zitat von: 8t88 am 13.11.2009 | 12:47 ---Nun, die gesamte oWoD war sehr starr organisiert.
In der nWoD ist "alles kann, nichts muss"
--- Ende Zitat ---
Genau das passt mir nicht.
Das heisst ich streiche lieber aus einem starr organisierten System Sachen raus die mir nicht passen als das ich in einem freien System eine Organisation einbaue die so eigentlich nicht vorgesehen ist.
Zumal einen die Mitspieler doch vermutlich fuer nicht ganz knusper halten wenn man in V:tR der nWoD ein zweites oWoD V:tM aufzieht. Also mit Clans, festen Strukturen und allem drum und dran. Nun und ich mag auch gerade z.B. lieber feste strukturierte Clans haben als frei waehlbare Buendnisse wo dann vielleicht auch noch zwischen gewechselt wird.
Auch das WW ueberlegt ein entsprechendes Update nach zu schieben damit die V:tM Spieler wieder zurueck kommen sehe ich als Indiz fuer eine gewisse generelle Unvertraeglichkeit des Setting.
Wobei ich, sobald WW es macht, der nWoD tatsaechlich eine Chance geben wuerde.
Oberkampf:
Persönlich bin ich ja jemand, der V:TM und die meisten Folgeprodukte in den 90ern lang gespielt hat, oft daran verzweifelt ist und aus guten Gründen froh ist, schon vor 10 Jahren den Absprung geschafft zu haben. Kurzum jemand, der oWoD ziemlich wenig mag, was nicht nur, aber auch am ätzenden Kampfsystem und am albernen Hintergrund lag. Nicht allein Metaplot, sondern generell Hintergrund!
Jetzt habe ich mal einen Blick auf die nWoD-Regeln geworfen, auch wenn ich noch nicht zum Spielen gekommen bin, und ich glaube bei einer vorsichtigen Einschätzung sagen zu dürfen: Es ist kein Nachfolger der oWoD.
Ich kann mir sogar vorstellen, dass es trotz einiger Mängel Spaß machen könnte, es zu spielen. Ich hoffe, irgendwann auf einem Con oder so das mal testspielen zu können, um zu prüfen, ob es sich auch wirklich anders spielt V:tM. Im Moment bin ich mir nach dem Durchlesen einiger Abenteuer jedoch unsicher geworden, ob es nicht doch das übliche: "wir treffen alle 50 Supernaturals der Stadt, die uns durch ein Abenteuer schubsen, in dem keine Menschen vorkommen" ist.
Außerdem frage ich mich, was so sexy an religiös fanatischen Vampiren ist.
Don Kamillo:
Hmmm,
damals habe ich abgestimmt, daß die nWod in meinen Augen eine gelungene Entwicklung der oWoD ist.
Aber prinzipiell ist es ein neues Spiel, was einfach nur den falschen Namen hat, einen wohlklingenden und bekannten halt, der auch passt, aber auf falsche Fährten führt. WoD bezeichnet einfach nur das System, was ja eine Weiterentwicklung ist.
Es ist doch zumeist so, daß eine Neuauflage, neue Edition whatever erscheint, wenn die alte ausgelutscht ist, sei es hintergrundtechnisch ( alle Länder beschrieben, alle sonstigen Inhalte auch ) oder regeltechnisch ( immer mehr „fehler“ werden erkannt ) oder möglichkeitstechnisch ( z.B. Metaplot durch ). Oder das Spiel wurde so umfangreich, daß Neueinsteiger nicht durchblicken und gem. der alten Hasen sowieso alles kaufen müssen und dann verlangt wird, das man ganz schnell alles weiss und sich immer korrekt verhält.
Habe da meine paar Erfahrungen gesammelt und kenne noch genug oWoD-Spieler ( P&P + Live )
Mit der nWoD und dem schicken schlanken Grundbuch haben Neueinsteiger ein grundsätzliches Regelwerk für Jetztzeit mit ein wenig lauernder Finsternis, was alleine gut bespielbar ist. Darauf aufzuflanschen sind die entsprechenden übernatürlichen Hintergründe, wie man es gerne hätte, die miteinander kompaktibel sind.
Hätte man jetzt einfach nur eine neue Edition der alten WoD gebaut und die Regeln rundumerneuert, würden das die ganzen alten WoD’ler doof finden und man würde keine neuen Spieler gewinnen, weil da halt noch der ganze Hintergrundrattenschwanz dranhängt.
Also finde ich den Weg gut, zu versuchen, neue Spieler zu generieren ( mich haben sie, an alter WoD habe ich nur Mage öfter gespielt ), und den alten Spielern die Möglichkeit zu geben, auf ein moderneres System umzuspringen, vor allem, wenn man nur das GRW kauft. Regelumsetzungen für die alte WoD würden da normal schnell aus dem Boden schießen, so kenne ich normal entsprechende Fangemeinden.
Nur sind die meisten alten WoD-ler wohl wegen Gehenna angepisst, neue Regeln gehen ja gar nicht, meine heilige Kuh WoD darf ja nicht geschlachtet und als 3-Gänge light-Menü auf den Tisch kommen und ausserdem habe ich ja nur schlechtes über die neue WoD gehört.
Ich mag nicht alles an der neuen WoD und vergleiche natürlich auch:
Vampire alt/neu, mir eher egal, war ich nie Fan von, es ist jetzt wohl aber anders und nicht ganz so krassomat deutsch-intrigant.
Werwolf alt/ neu: Alt: Ganz nett, halt auch Einarbeitung historischer Personen und etwas fanatisch...
Neu:Großartig! Macht tierisch Spass zu lesen, leider noch nicht gespielt.
Mage: Alt: Bombig! Viele Möglichkeiten, später aber sehr overpowered...
Neu: Hintergrund spricht mich nicht an ,100% zuviel Atlantis
Changeling: Alt: etwas zu bunt und unpassend, aber schön aufgemacht
Neu: Großartig, gut zu lesen, viele Ideen, habe es zwar nur ein Mal geleitet, das hat mir als SL aber Riesenspass gemacht und ne Kampagne in 8 Stunden durchziehen hatte auch was!
Erzählspiel at ist best!
Rest kenne und habe ich nicht!
Just my personal 2 cents.
Teylen:
--- Zitat von: Don Kamillo am 13.11.2009 | 14:02 ---Hätte man jetzt einfach nur eine neue Edition der alten WoD gebaut und die Regeln rundumerneuert, würden das die ganzen alten WoD’ler doof finden und man würde keine neuen Spieler gewinnen, weil da halt noch der ganze Hintergrundrattenschwanz dranhängt.
--- Ende Zitat ---
Wieso? Man haette den Rattenschwanz doch einfach abschneiden koennen?
Wuerde zwar den Metaplot Puristen nicht gefallen, aber so haette man eine schlanke WoD fuer neue und alten normalen Spieler. Und den Metaplot Puristen koennte man nach der Schockstarre einen neuen Metaplot verkaufen.
Eine grosse Regelanpassung auf die oWoD ist mir entgangen.
Aber wohl WW seitig in Arbeit.
--- Zitat ---Nur sind die meisten alten WoD-ler wohl wegen Gehenna angepisst, neue Regeln gehen ja gar nicht, meine heilige Kuh WoD darf ja nicht geschlachtet und als 3-Gänge light-Menü auf den Tisch kommen und ausserdem habe ich ja nur schlechtes über die neue WoD gehört.
--- Ende Zitat ---
Ja und Nein.
Ja, ich halte es fuer eine eher schlechte Idee das Gehenna 'ausgearbeitet' wurde und das auch noch in einem Auswahl Menue Stil.
Nein, die haetten von mir aus den kompletten Metaplot inklusive Camarilla, Sabbat und Kain abschiessen koennen solang man nur die grundlegende Struktur behalten haette. Das heisst das es Clans gibt und Menschen dank leer getrunken werden und Blut kriegen zu Vampiren eben eines bestimmten Clans werden mit Nachteilen und entsprechenden Hintergrund. Nu und die Sache mit der Menschlichkeit / Pfad sollte mit rein.
Von mir aus koennten sie dann sogar ueber Pfloecke gedustet werden oder in der Sonne glitzern. Nur, keine Clans und dafuer Buendnisse geht gar nicht.
Nein, die Regeln bei oWoD V:tM sind nicht heilig, schuetzenswert oder auch nur besonders gut.
Ja, ich habe bisher nur schlechtes ueber die nWoD, bzw. um spezifischer zu sein ueber V:tR, gehoert.
Was ist deutsch-intrigant (an Vampire)? o.O
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