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[Degenesis]Warum schimpft man auf Degenesis-Regeln?

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ChristophDolge:
Schönes deutsches Rollenspiel.

ragnar:

--- Zitat von: Medizinmann am 20.02.2009 | 17:38 ---Wie wär das ?
--- Ende Zitat ---
Ich finds gut, würde das ganze aber erstmal etwas Oldschooliger anfangen: Die SC werden vor die Tür gesetzt und müssen erstmal die Lage "da oben" sondieren, Verbündete finden usw. [Exploration]. Dann kann man Anfangen eine neue Zivilisation zu gründen [Namelevel :)], aber man sollte schon ein paar gröbere Ideen haben die dafür sorgen das das ganze etwas dynamischer bleibt, ansonsten ist die Luft aus dem OneTrickPony wirklich schnell raus.

Aber nichts gegen One-Trick-Ponies. Lieber ein funktionierendes One-Trick-Pony als ein kränkelndes Pferd bei dem man sich nur noch dringlich fragt, wo man denn gerade die Ausrüstung für den Gnadenschuss hat :D

Drudenfusz:

--- Zitat von: ragnar am 20.02.2009 | 17:17 ---Das Problem mit (einigen) Kulten ist mMn zum einen darin begründet das man erstmal erwartet das da ein Durchschnitt der beschriebenen Fraktionen geliefert wird, wodurch sozusagen ein gemäßigtes Bild der Fraktion entstehen sollte und "die richtigen Fanatiker" da noch eine Steigerungsform darstellen.  Zum anderen ist das einzige, was den Spielern bei Degenesis in die Hand gegeben wird und ihnen einen Einfluss in der Welt verspricht, eben der Kult.

Das Problem sieht nun so aus das das was man für das "gemäßigte Bild" hält, (bei Degenesis oft genug) schon Fanatiker darstellt :P und man irgendwie das Gefühl hat das man eigentlich aus dem Verein rausgeschmissen werden müsste wenn man sich noch "gemäßigter" verhält, man sozusagen sein kleines bisschen Einfluss auf die Welt (und den vermeintlichen Fokus des Spiels, Kulte machen ja gefühlte 90% des Buches aus) verliert.
--- Ende Zitat ---
Fanatiker fallen immer mehr auf, der Islam ist eigentlich auch sehr gemäßigt, aber das taugt nichts für Nachrichten und ein Rollenspiel über Langweiler würde auch niemandem hinterm offen herforlocken, deshalb werden die Fraktionen überzeichnet dargestellt (machte Vampire ja auch so, nur hat sich da keiner dran gestört).


--- Zitat von: ragnar am 20.02.2009 | 17:17 ---Aber hier ging es ja um die Regeln.
--- Ende Zitat ---
Hoffe mal das im Rahmen dieser KatharSys2.0 Spieltest bei rumkommt das sie noch einiges ausbessern (mehr als es momentan den Schein hat)..

ragnar:

--- Zitat von: Drudenfusz am 21.02.2009 | 00:27 ---Fanatiker fallen immer mehr auf, der Islam ist eigentlich auch sehr gemäßigt, aber das taugt nichts für Nachrichten und ein Rollenspiel über Langweiler würde auch niemandem hinterm offen herforlocken, deshalb werden die Fraktionen überzeichnet dargestellt (machte Vampire ja auch so, nur hat sich da keiner dran gestört).
--- Ende Zitat ---
Mich hat das bei Vampire nicht nur gestört sondern regelrecht angekotzt, aber das nur am Rande.

Mir wäre eine grobe Darstellung des "echten" Durchschnitts lieber und sei es nur das ich das ich ein paar Kanon-hörigen Spielern (die mir schon so manches WOD-Spiel versäuert haben) auch mal etwas Vernunft um die Ohren hauen kann. Natürlich tut es nicht weh zusätzlich die verschiedenen (auch extremen) Strömungen als Abenteueraufhänger drin zu haben, aber Degensis war mir etwas zu einseitig mit den Extremen und das war dann nicht Abenteueraufhänger sondern regelrechte Abenteuerbehinderung (auf der einen Seite hatte ich bei bei Degenesis einige [Zensiert] die meinten das überzogene Abziehbild noch weiter überspannen zu müssen("Ist doch nur der Durchschnitt, ich bin da viel krasser!"), auf der anderen Seite hatte ich Spieler die zwar nicht so drauf waren und noch gemäßigtere Gestalten spielten, aber dann meinten unter keinen Umständen mit diesen und jenen Fanatikern (Sprich ganze Fraktionen) zusammenarbeiten zu können weil man um sein Leben fürchtete).

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Medizinmann am 20.02.2009 | 17:38 ---Schläfer eines Bunkerkomplexes zu spielen,die aus den Cryokammern aufwachen und die Welt neu besiedeln/ordnen wollen.Aber nicht 3 oder 4 Schläfer,sondern 300 oder 400 .Eine Keimzelle einer neuen Menshheit
mit vernünftiger Technologie und vernünftigen Charakteren
--- Ende Zitat ---
Klingt für mich nach:
Technik der Helvetiker trifft auf Weltanschauung der Richter.

Deine Bunkerbewohner hätten die Technik der Helvetiker zur Verfügung und dabei die Weltanschauung der Richter.


--- Zitat von: Zornhau am 20.02.2009 | 19:11 ---Es gibt nur EINE Regel! JEDER Kämpft! KEINER drückt sich! Wer seinen Job die grauen Jammergestalten-Kultisten mit Armstumpf und Stielaugen auszurotten nicht macht, den erschieße ICH SELBST! Hat das jeder verstanden? - Sir! Yessir!
--- Ende Zitat ---
Wäre mir persönlich zu Starship Troopers mäßig. (Kann man natürlich machen. Man sagt einfach, dass einige Bunker es besser überstanden haben und dort die Technik nicht ausgefallen ist. - Dann klappt es auch mit den Terminatoren-Rüstungen. Wäre mir persönlich aber zu militaristisch und zu Starship Trooper like.)

Ich bevorzuge da die normalen eher zivil eingestellten Bleicher.

Was man jedoch machen könnte und was ich interessant fände, wäre eine Bunkerkampagne:
In den Bunkern existieren ja im Prinzip zwei Gruppierungen:
1) Die Wächter, die die Aufgabe haben, den Bunker in Schuss zu halten und dafür sorgen sollen, dass die Kryostase Kammern immer mit Strom versorgt werden. - Das sind die Leute, die von den anderen als "Bleicher" bezeichnet werden.

2) Die Leute in den Kryostase-Kammern. Dabei handelt es sich ja größtenteils um hochrangige Wissenschaftler, Techniker, Politiker etc.

Ich könnte mir eine schöne Kampagne darum vorstellen, dass eine Einheit Eingefrorener auftaut und dass es dadurch zu Problemen zwischen den "Eingefrorenen" und den Bleichern kommt: Die Bleicher haben ihre Aufgabe ja größtenteils vergessen und haben nur noch nebulöse Vorstellungen von ihrem Auftrag. Im schlimmsten Fall sehen sie die Aufgetauten auch als willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan.
Die Spieler übernehmen jetzt halt alle Aufgetaute und es gilt erstmal, die Probleme innerhalb des Bunkers zu lösen. - Das kann man durchaus schon so 4-5 Spielabende durchspielen.
Und danach erst fängt man an, den Bunker zu öffnen und sich draußen umzuschauen. (Je nachdem, wie man das Bleicherproblem gelöst hat, sind die Bleicher entweder die Verbündeten der Aufgetauten oder man muss aus dem Bunker fliehen, weil man von den Bleichern verfolgt wird, oder man hat die Bleicher im eigenen Bunker erfolgreich ausgerottet.)
Und danach geht es halt darum, die Außenwelt zu erkunden, Kontakt mit anderen Bunkern aufzunehmen etc. - Aber halt nicht in diesem extremen militaristischen Hintergrund, sondern schon vor dem, dass ein Großteil der Bunkerbewohner aus Zivilisten besteht.

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