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WoW ab 18?
[Abenteuer-Blog] Serafin:
Mal ein wenig Off-Topic. Wenn ich mir die heutigen "Eltern" (sorry, die Anführungszeichen müssen einfach sein, sonst wäre das eine Beleidigung für den Begriff) so anschaue, sollte man lieber die mal ins Erziehungscamp schicken...
Eulenspiegel:
Anstatt WoW komplett für Minderjährige zu verbieten, würde ich eine Zeitschranke für Minderjährige einbauen. Zum Beispiel könnte man dafür sorgen, dass Minderjährige WoW nur für 15 Stunden pro Woche spielen können.
--- Zitat von: Scorpio am 2.03.2009 | 17:22 ---Selbst wenn man WoW als Sucht ansehen könnte (von der medizinischen Sicht aus gesehen, erfüllt es die Kriterien nicht), so kann es zu einem Suchtverhalten erst dann kommen, wenn die Umwelt der betroffenen Person versagt.
--- Ende Zitat ---
Beim Text in den Klammern stimme ich dir nicht zu. WoW per se ist natürlich keine Sucht. Ebensowenig wie Tabak oder Alkohol eine Sucht ist. Aber ebenso wie Tabak und Alkohol, kann auch WoW zur Sucht werden.
Und zum Rest:
Auch Tabak und Alkohol kann nur dann zur Sucht werden, wenn die Umwelt versagt. Trotzdem ist beides für Leute unter 18 verboten.
--- Zitat ---Die Frage sollte also nicht sein, wieweit man das Spiel eingeschränkt verkaufen oder freigeben sollte, sondern bei jedem Einzelfall nachzuhaken, wieso sich die Person lieber in Fantasiewelten flüchtet, als sich der Realität zu stellen.
--- Ende Zitat ---
Klar, wenn jeder Einzelfall bekannt werden würde, könnte man da direkt vorgehen.
Das Problem ist halt, dass viele Einzelfälle erst viel zu spät bekannt werden. - Falls sie überhaupt bekannt werden.
--- Zitat ---Eine völlig undurchsetzungsfähige Mutter, die es noch nicht einmal fertig bringt, ihr Kind zu erziehen. Aber dann dem Spiel die Schuld geben.
--- Ende Zitat ---
In diesem Fall ist das Spiel sicherlich nebensächlich und die Mutter ist Schuld.
Aber es gibt eben auch Fälle, wo das Kind ein halbwegs vernünftige Leben hatte und keien Probleme im Leben. Aber nachdem es mit WoW angefangen hat, hat sich die Lebenssituation rapide verschlechtert.
Falcon:
@Topic: wahlweise kann man auch die Kinder abschaffen.
oder das leben hier allgemein lebenswerter machen (geht schon in der Schule los), dann wird MMO automatisch langweilig. Aber das wäre dann ja richtig Arbeit mit Gesellschaftswandel und so...
es gibt auch Leute die sind fresskrank, aber anstatt Essen ab 18 festzulegen wird denen in der Regel geholfen (sofern sie sich helfen lassen, kenne da auch so Fälle).
ich war immer zu faul mich in die MMOs einzuarbeiten. Habs ein paar mal versucht.
Ludovico:
Ah, das Interview gibt es auch online. Zu finden hier
Ok, ich finde es auch problematisch, daß solche Beschränkungen bei ähnlichen Dingen immer noch ungenügend umgesetzt werden. Aber immerhin wird gewarnt. Bei Zigaretten und Alkohol wird man entsprechend vor den Folgen gewarnt, aber wo finden sich solche Warnungen bei Online-RPGs?
Was die Suchtgefahr angeht, so ist das auch weniger mit Shoppen und Freßsucht vergleichbar, weil die Abhängigkeitsgefahr wesentlich größer ist.
Zur Abhängigkeit zitiere ich Kleimann aus dem Interview:
--- Zitat ---Es gibt eine Definition von Abhängigkeit, die wird momentan diskutiert. Ich nenne mal drei Kriterien. Das wichtigste ist, wenn es eine Fortsetzung des abhängigen Verhaltens trotz negativer Konsequenzen gibt. Beispiel: Ich spiele sehr viel. Ich bekomme negatives Feedback von meinen Freunden. Meine Freundin hat mich verlassen. Meine Eltern laufen Sturm. Und ich mache trotzdem weiter, obwohl ich schon einmal sitzengeblieben bin. Zweitens: Kontrollverlust. Ich versuche, meinen Konsum zu reduzieren und schaffe es einfach nicht. Drittens: Dominierung des Denkens und Handelns, heißt: Fast die gesamte Zeit meines Lebens beschäftige ich mich in irgendeiner Form mit einem Spiel und kann mich auf andere Dinge nicht mehr vernünftig konzentrieren. Das sind die drei Kernkriterien.
--- Ende Zitat ---
Und was die Suchtgefahr angeht, schauen wir mal nach Südkorea:
--- Zitat von: http://www.gamespot.com/news/2005/09/12/news_6132357.html ---According to the Korea Times, the neglect of everyday responsibilities stemming from online game addiction is nothing new to the Korea Agency for Digital Opportunity and Promotion (KADO), a government-funded agency that has witnessed an increase in addicted online gamers contacting it for help.
KADO provided counseling to 2,243 people seeking help in 2003. That number more than quadrupled to 8,978 in 2004. So far this year, KADO has provided counseling to 6,271 people, according to the Times. Most clients are male adults and teenagers, and the agency estimates that number will dramatically increase to 12,500 people by the end of this year.
--- Ende Zitat ---
Kinshasa Beatboy:
--- Zitat von: Ludovico am 2.03.2009 | 20:10 ---Ah, das Interview gibt es auch online. Zu finden hier
--- Ende Zitat ---
Danke für den Link. Das Interview geht aus meiner Sicht inhaltlich in Ordnung. Auf mich wirken die beiden Interviewten recht kompetent und ich maße mir in diesem Fall an, das ein bisschen beurteilen zu können.
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