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Weltenbasteln als Minispiel
Anubis:
Ein paar kurze Anmerkungen.
1. In den Zufallstabellen sollte auch immer mindestens ein Eintrag sein, dass nichts aber auch gar nichts wichtiges auf dem Sektor passiert. Manchmal passiert nämlich wirklich nichts im Leben. :) (wobei hinzuzufügen ist, dass das auch von der Länge der "Spielrunden" abhängt.
2. Ereignisse wie z.B. "Dürre" würde ich vielleicht nochmal differenzieren, da die Ursache eines Ereignisses durchaus die Geschichtsschreibung zw. das Verhalten der Völker beeinflussen kann.
Bsp: MIssernte (ausgelöst durch hemmungslosen Missbrauch des Landes), Missernte (ausgelöst durch Heuschreckenschwärme), Missernte (ausgelöst durch göttlichen Zorn) etc.
Dadurch kann auch nochmal die Reaktion des jeweiligen Volkes variieren.
Bsp: Missernte, ausgelöst durch hemmungslosen Missbrauch des Landes: -1 Wohlstand UND wirf einen w6, 1-2 verliere ein Feld, aber gewinn ein neues hinzu (das Volk wechselt einfach den Lebensraum), 3 neue Regierung, da die Priester an Macht gewinnen (sie können das Volk davon überzeugen, dass es nicht seine Schuld, sondern göttlicher Zorn war), 4 kleinere, politische Unruhen (-1 Führung), 5 neues öokologisches Bewusstsein (übernächste Runde +1 Wohlstand), 6 Erdgeister/Götter sind erzürnt (hier Wirkung nach Belieben)
Ist nur mal ein sehr grobes Beispiel für das, was ich meine...
3. Frage: wieso bringt eine friedliche Revolution "+"-Führung und ein blutiger Aufstand "-"-Führung? Das erscheint mir nicht automatisch einleuchtend.
Bsp: Die Revolution von 1848 war verglichen mit anderen Revolutionen vergleichsweise unblutig - und gebracht hat sie (fast) nichts. Die französische Revolution 1789 war saublutig, aber ganz am Ende stand Frankreich mit einer besseren Regierung da...na ja...zumindest im Vergleich zu vorher. >;D
Imago:
--- Zitat ---Bsp: MIssernte (ausgelöst durch hemmungslosen Missbrauch des Landes), Missernte (ausgelöst durch Heuschreckenschwärme), Missernte (ausgelöst durch göttlichen Zorn) etc.
--- Ende Zitat ---
Es könnte sein das es da zu sehr ins Detail geht, so ein System sollte imho eher abstrakt und vom Spieler interpretierbar sein. Ob die Hungersnot jetzt durch Missernte oder fehlende Nahrungsmittellieferungen oder eien Getreideseuche ausgelöst wird ist erstmal egal, die Wirkung bleibt gleich.
Interessant wäre es natürlich auch wenn man das Ganze ein wenig als Spiel gegeneinander aufzieht und andere Spieler jemandem solche Missgeschicke herbeiwürfeln können und auch bestimmen was da im einzelnen die Ursache war.
Mandragoel:
--- Zitat von: Der Dolge am 12.03.2009 | 13:02 ---Das wäre doch eventuell als Ergänzung zu Burgen & Backwaren interessant, oder?
--- Ende Zitat ---
... wenn 1o3 da Verwendung hat - gerne! Burgen & Backwaren ist für mich momentan in der näheren Auswahl, wenn es um Systeme geht, mit denen ich eine solche Welt gerne bespielen würde (auch wenn ich gerne den Fokus noch ein wenig verschieben würde, weniger Drama, mehr Monster und Schätze... aber das Grundsystem gefällt mir einfach sehr gut).
--- Zitat von: Laterna Obscura am 12.03.2009 | 13:17 ---Ich finde es bisher eher zufällig ... wenn es ein Spiel sein soll wäre es evtl schick wenn die Spieler sich gegenseitig den Krieg erklären können, sich Handelsboni verschaffen usw. Also allgemein aktiver am Spiel teilnehmen anstatt nur zu expandieren und zu schauen was passiert.
--- Ende Zitat ---
Das ist durchaus beabsichtigt. Wie oben schon festgehalten, möchte ich daraus kein Spiel für mehrere Spieler machen, sondern eher ein Tool, das die Weltenerschaffung etwas zufälliger und spaßiger gestaltet. Also durchaus beabsichtigt: Viel Zufall, und dann mehr Ergebnisse interpretieren als Entscheidungen treffen.
--- Zitat von: Laterna Obscura am 12.03.2009 | 13:17 ---Bei den Religionen fehlt der Atheismus >;D
Und unter was würde zB Bhuddismus fallen?
--- Ende Zitat ---
Die fallen bei mir beide weg, weil mein persönlicher Setting-Fokus doch eher auf götterverehrenden Völkern liegt. So etwas wie Buddhismus könnte ich mir vielleicht noch vorstellen, aber ein atheistisches Volk wäre mir dann schlicht zu langweilig und aufgeklärt ;)
(Aber: So etwas wie Entwicklungstabellen fehlt mir noch, und da könnte es doch sicher auch etwas wie... 1W6: 1-4: Die Aufklärung kommt! geben)
--- Zitat von: Laterna Obscura am 12.03.2009 | 13:17 ---Es wäre cool wenn es eine Möglichkeit gäbe neue Kulturen aus der alten abzuspalten, durch Bürgerkrieg, unterschiedliche kulturelle Entwicklung usw. Macht das Spiel natürlich komplizierter, irgendwann sind es dann halt keine Kulturen mehr sondern "Kulturkreise".
--- Ende Zitat ---
Schon einen Blick ins pdf geworfen? Da gibt's genau das.
--- Zitat von: Laterna Obscura am 12.03.2009 | 13:17 ---Wenn es um die Abbildung einer Historie geht wäre es interessant wenn sich die Spieler quasi "Heldencharaktere" erschaffen können die für ihre Kultur in einer bestimmten Epoche von Bedeutung sind (Bonus geben). Das könnten dann Könige, Revolutionäre, Philosophen, Künstler, Generäle, religiöse Zentralfiguren etc sein. Vielleicht mit ausgewürfelter Lebensdauer in Jahren?
--- Ende Zitat ---
Sehr coole Idee, das ist genau das, was ich brauche. Dann füllen sich nämlich auch die ganzen verlassenen Ruinen später mit mehr Leben... hier ein Portrait des alten Kaisers, da die Tagebücher des Stadtarchitekten...
--- Zitat von: der.hobbit am 12.03.2009 | 13:24 ---Im Prinzip willst du vom Spieler beeinflussbare Würfeltabellen, oder?
--- Ende Zitat ---
Ja, so etwas in der Art. Eventuell so ein wenig in Richtung Lifepath, nur mit möglichst viel Zufall und außerdem räumlicher Repräsentation, um die Interaktion von Kulturen abzubilden.
Ziel ist es nachher, eine lebendige Welt mit vielen Ruinen, untergegangenen Völkern und ins Chaos versunkenen Barbarenhorden zu haben.
--- Zitat von: der.hobbit am 12.03.2009 | 13:24 ---Wo wir hier in einem Rollenspielerforum sind: Sollte man den Kulturen nicht eigentlich Werte geben, und den Ausgang der Ereignisse von den Werten abhängig machen? Bsp.: Begegnung mit einer anderen Kultur wird vom Spieler herbeigeführt. Das Zufallsergebnis wird auf der Basis des Kulturen-Diplomatie-Werts ermittelt, und dadurch kam es zum Kampf. Dadurch wird die Kampftabelle hinzugezogen, deren Ergebnis natürlich vom Kulturen-Militär-Wert beeinflusst wird. Die Werte der Kulturen werden natürlich von den unterschiedlichen Ausgängen beeinflusst.
--- Ende Zitat ---
Ja, das habe ich mir auch schon überlegt. Ich würde aufpassen, dass das ganze nicht zu kompliziert wird; aber evtl. könnte man zum Beispiel die drei schon vorhandenen Pools auch nutzen, um darauf Proben abzulegen oder schlichtweg Mindestwerte festzulegen ("ab drei Militär geschieht folgendes: [...], aber fünf folgendes...")
--- Zitat von: Anubis am 12.03.2009 | 13:31 ---Ein paar kurze Anmerkungen.
1. In den Zufallstabellen sollte auch immer mindestens ein Eintrag sein, dass nichts aber auch gar nichts wichtiges auf dem Sektor passiert. Manchmal passiert nämlich wirklich nichts im Leben. :) (wobei hinzuzufügen ist, dass das auch von der Länge der "Spielrunden" abhängt.
--- Ende Zitat ---
Ist bereits der Fall - zumindest in den "Haupt"tabellen. Wenn ich dort allerdings "politisches Ereignis" würfele, möchte ich auf der politischen Tabelle ungern "kein Ereignis" haben ;)
--- Zitat von: Anubis am 12.03.2009 | 13:31 ---2. Ereignisse wie z.B. "Dürre" würde ich vielleicht nochmal differenzieren, da die Ursache eines Ereignisses durchaus die Geschichtsschreibung zw. das Verhalten der Völker beeinflussen kann.
--- Ende Zitat ---
Das wäre dann der Part, wo es mir zu sehr ins Detail ginge. Der Spaß an der Sache liegt ja darin, die (möglichst allgemeinen) Aussagen der Zufallstabellen zu interpretieren und eine konsistente Geschichtsschreibung daraus zu erzeugen. Für mich zumindest :D
--- Zitat von: Anubis am 12.03.2009 | 13:31 ---3. Frage: wieso bringt eine friedliche Revolution "+"-Führung und ein blutiger Aufstand "-"-Führung? Das erscheint mir nicht automatisch einleuchtend.
Bsp: Die Revolution von 1848 war verglichen mit anderen Revolutionen vergleichsweise unblutig - und gebracht hat sie (fast) nichts. Die französische Revolution 1789 war saublutig, aber ganz am Ende stand Frankreich mit einer besseren Regierung da...na ja...zumindest im Vergleich zu vorher. >;D
--- Ende Zitat ---
Siehe oben, da ist die Tabelle vielleicht schon fast wieder zu spezifisch. Der Gedanke war: Friedliche Revolution, die Regierung wechselt, alle sind zufrieden. Blutiger Aufstand? Es gibt Unruhen, Plünderungen, eine Zeit der Anarchie - da braucht man schon ein wenig Zeit, um sich danach als Herrscher zu etablieren.
Holothuroid:
--- Zitat von: Anubis am 12.03.2009 | 13:31 ---3. Frage: wieso bringt eine friedliche Revolution "+"-Führung und ein blutiger Aufstand "-"-Führung? Das erscheint mir nicht automatisch einleuchtend.
Bsp: Die Revolution von 1848 war verglichen mit anderen Revolutionen vergleichsweise unblutig - und gebracht hat sie (fast) nichts. Die französische Revolution 1789 war saublutig, aber ganz am Ende stand Frankreich mit einer besseren Regierung da...na ja...zumindest im Vergleich zu vorher. >;D
--- Ende Zitat ---
Wobei das kein Problem ist. Da wurde dann eben in Frankreich einmal blutige Revolution ausgewürfelt und dann hat das Volk zweimal zugestimmt. Oder so.
Was die Tabelle mit den Schriftsystemen angeht, war mir als interessierter Laie ein wenig unwohl, aber das ist vielleicht nicht so wichtig.
Was ich auf jeden Fall irgendwie mit einbauen würde, wäre das Gelände. Wieso sollen denn die Spieler überhaupt auf das gleiche Gebiet loswollen, wenns da nicht besonders fruchtbar ist oder Goldschätze locken?
Persönlich mach ich so zufällige Karten gerne mit Spielkarten. Die kann man auch verdeckt auslegen und dann dann bei Gelegenheit umdrehen. Würfeln geht aber natürlich auch. Und mit den Autokarten für Skyrocks RARA gibts hier im Hause ja sogar schon Software-Umgebungen.
Was B&B angeht, ginge das bestimmt. Ich persönlich hatte da gelegentlich schon mal ne Runde Conquer the Horizon vorgeschaltet. Das funktioniert zwar völlig anders, hat aber auch nette Ergebnisse geliefert.
Freierfall:
Im prinzip sollte sich sowas auch auf evolution verschiedener rassen anwenden lassen.
Man hat eine Karte, setzt irgendwo einen Startpunkt, und lässt die population wachsen, sich ausbreiten, aufspalten usw. durch bestimmte durch das gelände usw. beinflusste zufallstabellen.
Statt den Kulturen usw. nimmt man dann bloß irgendwelche Körpermerkmale.
(Diese Idee hatte ich vor kurzem... :D)
Lässt sich bestimmt beides Prima kombinieren.
Btw, erinnert das ganze nur mich an Jumping Cubes? :D
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