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[Umfrage] Wer hat schon einmal ein Rollenspiel entwickelt?
Falcon:
Habe mal dran gearbeitet. Ich schätze das sind um die 40 Seiten. Gedauert hats 1 1/2 Jahre. Ich konnte 3 mal testspielen mit 5 Leuten. Das waren jedesmal extreme Schübe nach vorne.
Das war Settinglos. Meine Ursprungsintention war Traitpatterns ohne Kontrollinstanz wie eine Runde oder SL oder Guten Willen in den Griff zu bekommen (man sollte sich Helden zu Hause machen können um sie irgendwo zu spielen). Da ich zu der Zeit Paläontologiesemester hatte wollte ich die Fertigkeiten auf den Evolutionsprinzipien basieren lassen (sie entwickelten sich also weiter, spezialisierten sich, wurden ausradiert. eben ständig an das Spiel angepasst).
Ausserdem sollte es alle Konflikte gleich behandeln (Kampfähnlich). Und es sollten alle Würfeltypen benutzt werden.
Ersteres ist gescheitert, letzteres habe ich ausgebaut. Die Würfel habe ich natürlich behalten.
Die VorundNachteile waten frei bestimmbar, allerdings mit Schicksalspunkten kontrolliert (Punkte gabs fürs negative Ausspielen, man konnte damit neg.Eigenschaften der NSCs aktivieren usw.) und gar nicht in die zwei Kategorien eingeteilt. Das Punktesystem war ziemlich aufwändig, der SL und die Spieler konnten mit dem aktivieren der Charaktereigenschaften relativ viel zocken. Da war einiges von TSOY und Fate geklaut aber viel weiter im Vordergrund und es sollte funktionieren und weniger storylastig sein.
Die Kerngimmicks waren am Ende gar keine Traits für Skills mehr sondern Symbole, die auf jedem Sheet gleich waren. Die Symbole hatten auch keinen Namen (nur eine Nummer damit man sich verständigen konnte) und assoziierten dann welches am ehesten zu einer Aktion passte. Das klappte sehr gut.
Ein anderes Gimmick waren Miniquests, die der SL spontan auf Zetteln verdeckt auf dem Tisch legte oder Spielern zusteckte. Der SL schrieb Handlungen darauf, die er für sein Abenteuer gebrauchen konnte und wenn ein Spieler die "Mission" annahm und durchführte konnte er die Schicksalspunkte, die der SL darunter schrieb einstreichen oder es eben bleiben lassen. Aber kein anderer wusste was das sein würde. Das war im Endeffekt von Risiko inspiriert.
Es lief eigentlich ganz gut, war eigentlich schon beim Feinschliff.
.... aber dann kam halt Savage Worlds und die Existenzberechtigung jeglichen anderen Systems war getilgt. Dafür mache ich jetzt eine Savage Worlds Konvertierung, die gemütlich vorran geht.
Vielleicht mache ichs irgendwann mal fertig.
carthoz:
Bin auch bei "Ja". Zweimal Teilnahme an den 24h-Wettbewerben des FERA. Den (schlechteren) Teilnehmer (da höchst unfertig) findet man noch im Netz unter http://www.farspacechronicles.com/24h/s&h.pdf, den besseren unter http://www.farspacechronicles.com/24h/cv_final.PDF. Bemerkenswert finde ich, dass ich sowas vor mittlerweile 5 bzw. 6 Jahren einfach mal so verzapft habe, aber seitdem einfach nicht mehr beim Spielebau zurande komme... :-\
Auch wenn beide beileibe nicht das Nonplusultra sind, kennzeichnen sie für mich eine interessante Station meines Rollenspielerlebens: Beides verkörpert Spieleinstellungen bzw. Settings, die ich vorher nie gespielt hatte. Und auch die eher "weichen" Regeln, die zu einem gewissen Teil den 24h geschuldet sind, hatte ich sonst so auch nicht in meinen Spielrunden. Vermutlich stinken beide Spiele im Gegensatz zu Systemen, die ähnliches umsetzen, ganz gewaltig ab. Aber dafür hab ich mir den ganzen Kram noch selbst ausgedacht.
Mein Sci-Fi-Heartbreaker hat übrigens nie das Licht der Öffentlichkeit gesehen - mit Ausnahme einiger kurzer Tests im kleinen Kämmerlein. Ob ich ihn heute noch spielen wollen würde? Ich glaube nicht. Aber es war schön, am eigenen System herumzuschrauben! :)
Lord Verminaard:
Zu Schulzeiten habe ich ein Haussystem geschneidert und gespielt, das als Adaption verschiedener Settings auf das d6-System von WEG begann und sich dann verselbständigte, insgesamt gab es davon 4 vollständig ausgeschriebene Inkarnationen. Die Settings waren meistens aus anderen Rollenspielen, Büchern sowie Film und Fernsehen geklaut: Cthulhu + Indiana Jones; Mad Max + Cyborg + Die Jugger; Alien(s); Conan; uvam. Auf der Grundlage hatte ich auch mal angefangen, ein Germanen-Rollenspiel namens „Söhne des Wotan“ zu entwickeln, und hatte dafür auch schon erschreckend viel Text produziert… na ja, das war eben mein persönlicher Heartbreaker.
2004-2006 habe ich BARBAREN! entwickelt (und 2009 im Wesentlichen veröffentlichungsreif aufgeschrieben ::)).
Ich habe zweimal am 24-Stunden-Wettbewerb im FERA teilgenommen („Wolkenwelt“ und „Inferior“), zweimal an den Ronnies auf der Forge („My Girlfriend’s a Slut/My Boyfriend’s a Dick“ und „Mud Planet“) und einmal inkognito an der Tanelorn Challenge („Die Farben der Macht“). Gespielt wurde davon soweit ich weiß nur Mud Planet, genau einmal, in einer späteren Sorcerer-Adaption.
Arkam:
Hallo zusammen,
ja ich habe tatsächlich ein paar fertig bekommen.
Unter http://www.drosi.de/cyberpunk/ kann man "Sprung in eine neue Welt" ziehen. Das ganze ist ein modernes / cyberpunk System. Der Schwerpunkt liegt auf ein möglichst freies System bei dem neben dem eigenen Charakter auch Fahrzeuge, Waffen und Computer frei nach dem Willen der Spieler zu konstruieren sind. Das ganze wurde auch tatsächlich gespielt, außer mir gab es sogar noch zwei andere Spielleiter. Mit 117 Seiten mein größtes Projekt.
Aus der heutigen Sicht müßte man die Fertigkeiten noch Mal reduzieren und die erreichbaren Werte anpassen. Bei den Konstruktionssystemen müßten ein paar Standardsysteme dazu kommen.
Eine Neufassung ist seit einer Ewigkeit geplant.
Unter http://www.rpginfo.de/rpgbanner/pages/SONSTIGES/ gibt es das Rollenspiel zu einem beliebten ID Egoshooter. Das system wurde ein Mal angespielt und dann nicht weiter gespielt weil die Vorstellungen des Autors und die erwartungen der am Computerspiel geübten nicht übereinstimmten. Unter http://www.rpg-shop.com/vbulletin/showthread.php?t=2525&page=2 gab es tatsächlich auch Feedback.
Isidar war ein noch sehr DSA geprägter Versuch Dinge wie die Rasse, Kindheit und Jugend des Charakters, Moral und die Seele des Charakters ins Spiel zu bringen. Das System ist nie richtig fertig geworden mich würde allerdings eine überarbeitete Fassung reizen.
Das system ist nie gespielt worden aber mich würde eine Testrunde reizen.
Das LPS RPG, steht für The Little Plastik Soldier RPG, ist gigantische drei Seiten lang und ich ahbe es extra für diesen Thread wieder ausgegraben. Ich denke aber ich werde es noch ein wenig erweitern.
Zählen eigentlich komplette Konvertierungen auch? Denn dann hätte ich noch eine Konvertierung des Warhammer 40.000 Hintergrunds auf das Warhammer Fantasy RPG 1. Edition anzubieten.
Gruß Jochen
Barbara:
Auch wenn ich damit hier scheinbar recht allein bin: Ich habe kein Rollenspiel geschrieben und habe es auch nicht vor. Ich spiele lieber.
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